Korfiotisches Kaffee-Tagebuch: Barista Street Café

Wenn man vom Zentrum von Kérkyra Richtung, kommt kurz nach dem Flughafen eine große Kreuzung, an der ein riesiger Wegweiser zu einem der heutigen Ziele deutet: Achilleion. Unmittelbar nach der Kreuzung kommt auf der rechten Straßenseite das Barista Street Café, eine Filiale einer der zahlreichen modernen Kaffee-Ketten im Land, wie wir noch einige besuchen werden. Diese hier bezeichnet sich selbst als „the caffein dealers“.

Der Tag beginnt deutlich sonniger, als angesagt. Statt Regen erwartet mich Sonnenschein und statt Herbst Sommer. Ich bin heute zeitig von meinem Hotel in Gouvia – etwa acht Kilometer nördlich von der Inselhauptstadt Kérkyra auf Korfu – aufgebrochen und habe mich auf den Weg in den Süden gemacht. Jetzt war allerdings Zeit für einen Kaffee und witterungsbedingt am besten einen kalten.

Ich habe mich natürlich auf meine Reise im Allgemeinen und diese Fahrt im Speziellen vorbereitet. Da ich bei einer Woche Urlaub keine Zeit mit langem Suchen vertrödeln wollte, habe ich mir vorab schon einen Eindruck über das Kaffeeangebot auf Korfu gemacht. Das Barista Street Café schaffte es auf die Liste.

Interessant ist es das Treiben in so einem Café zu beobachten. Neben den sitzenden Gästen kommt jede Menge Kundschaft für ein Koffeingetränk „to go“ vorbei, zu Fuß, mit dem Auto, die meisten aber mal eben mit dem Roller. Meine Bedienung bringt mir erstmal eine Karaffe gekühltes Leitungswasser und ich bestelle einen Cappuccino Freddo, den ich mir vorher ausgesucht hatte. Der sollte 1,90 kosten, so stand es in großen Buchstaben und Zahlen an der Rückwand des Cafés.

Zu meiner Überraschung sollte sich der Preis beim Kassieren auf 2,60 Euro erhöht haben. Auf meine Frage hin erklärte mir die junge Dame, ich hätte mir halt die Getränkekarte auf mein Smartphone laden sollen. Tatsächlich lagen keine Karten aus, dafür ein QR-Code für den Download. Ich fand das ziemlich dreist. Sollte drinnen ein anderer Preis gelten, als drinnen? Kann man von Gästen erwarten, dass sie sich sicherheitshalber erstmal die Karte runterladen?

Ich habe später auf der Webseite des Cafés vergeblich auf einen Hinweis auf besagte Preisschwankung gesucht. Vor Ort hatte ich allerdings beschlossen, dass 70 Cent unterhalb der Schwelle liegt, ab der es sich lohnt im Urlaub über Geldbeträge zu diskutieren. Außerdem lag ein Highlight der Reise unmittelbar vor mir. Das Achilleion. Und statt mich zu ärgern, machte ich mich lieber auf den Weg…

6 Gedanken zu “Korfiotisches Kaffee-Tagebuch: Barista Street Café

  1. …und was machen Leute ohne Smartphone? Ich finde sowas lehrreich. Man schluckt es und entscheidet dann, unabhängig vom Gusto, ist ein Besuch zu empfehlen oder nicht. War man zumindest freundlich oder nur dreist?

    Gefällt 1 Person

    1. Freundlich im Prinzip schon. Den Hinweis, ich hätte mir die Preisliste ja runterladen können, empfand ich aber als dreist. Ich habe auch viel Positives erlebt. Zum Beispiel eine sehr ehrlich Bedienung im Sweet. Aber dazu komme ich noch…

      Gefällt 2 Personen

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