7 Mythen über Cold Brew

Kalt angesetzter Kaffee – der Trend im letzten Sommer! Nachdem Cafés und Kaffeeketten inzwischen auch Cold Brew führen, dürfte das Interesse in diesem Jahr eher zu als abnehmen. Ein guter Grund sich mal mit der Materie zu befassen.

1. Cold Brew ist eine neue Erfindung

Könnte man meinen, ist aber ganz anders. Denn bereits im 17. Jahrhundert gab es das Verfahren. Die Idee stammt nämlich aus der Kolonialzeit. In den übersseeischen Gebieten vor allem der Niederlande experimentierte man dort bereits mit kalt aufgegossenem Kaffee, weshalb man Cold Brew auch als Dutch Coffee kennt. Der Grund für kalten Kaffee liegt auf der Hand, denn heiß war es in den Kolonien ja schon. Also sehnte man sich eher nach einer kühlen Erfrischung.

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2. Cold Brew ist bekömmlicher

Tatsächlich ist der kalte Aufguss ein besonders schonendes Verfahren, bei dem Säuren, Gerb- und Bitterstoffe nicht aus dem Kaffee gelöst werden. Dadurch ist er automatisch bekömmlicher und gerade für Kaffeefans mit empfindlichen Magen zu empfehlen.

3. Für Cold Brew sind skandinavische Röstungen am besten geeignet

Der Run auf Cold Brew hat in der Tat auch für ein gesteigertes Interesse an hellen, sogenannten skandinavischen Röstungen gesorgt. auch, wenn die beim kalt „gebrühten“ Kaffee besonders gut zur Geltung kommen, spricht nichts dagegen auch andere Kaffeesorten zu probieren. Dabei kommen zum Beispiel bei einigen südamerikanischen Arabica-Bohnen feine nussige und schokoladige Aromen zur Entfalltung, während afrikanische Mischungen floralen oder Zitruscharakter entwickeln.

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4. Für Cold Brew braucht man teures Zubehör

Gar nicht wahr. Zwar gibt es kostspielige Dripper oder spezielle Coffee Pots. Einsteigen kann man aber auch mit einem ganz normalen Glaskrug.

5. Cold Brew wird gar nicht gebrüht

Vom physikalischen Standpunkt aus richtig. Schließlich braucht man zum Brühen ja auch brühend heißes Wasser. Doch im Großen und Ganzen geht es doch darum, Inhaltsstoffe aus dem Kaffeepulver zu extrahieren. Und dass kann mit heißem Wasser oder mit kaltem Wasser gemacht werden.

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6. Cold Brew ist eine gute Grundlage für Mixgetränke

Nicht nur Baristas und Kaffeeliebhaber, auch Barmixer haben den kalten Kaffee für sich entdeckt. Wer auf Alkohol verzichten will, der ist mit dem Klassiker Cold Brew mit Tonic Water gut bedient. Aber hier ist Raum für Experimente. Coffeenewstom hat erfolgreich Getränke auf Cold-Brew-Basis mit Uludağ, Ginger Beer oder einer jamaikanischen Traubenlimonade entwickelt.

7. Auf das Wasser kommt es an

Tatsächlich ist das Wasser – wie auch beim konventionellen Kaffee – die zweitwichtigste Zutat. Weiches Wasser ist besser als hartes. Wenn hartes Wasser aus der Leitung kommt hilft ein Wasserfilter. Doch neben dem Wasser ist die Röstung, der Mahlgrad, die Menge und die Ziehzeit wichtig für ein gutes Ergebnis. Hier gibt es jede Menge Raum für eigene Experimente!

Uludag

 

Quellen: Huffingtonpost, sonntagmorgen.com, noarmoar.de, cofeeness.de, Coffeecircle.

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