Kaffee-Cola erobert den US-Markt

Was 2018 in Australien begann startet nach seinem Siegeszug in Asien auch in den USA durch. Die Rede ist von Kaffee-Cola, ein erfrischendes Cola-Getränk mit dem Nachgeschmack von frischem Kaffee – mit weniger Zucker und mehr Koffein. Dieses Produkt aus dem Hause Coca Cola gibt es bereits in mehreren Ländern in Asien und Südamerika. Namentlich in Japan, Singapur und Vietnam, in Brasilien und Kolumbien gibt es diese neue Kaffee-Brause schon, jeweils angepasst an den landestypischen Geschmack. So setzt man in Brasilien auf einen Cola mit Espresso, in Vietnam auf eine Ca phe-Cola Mischung.

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Als die Coca Cola Company im Herbst 2018 die britische Kaffee-Kette Costa aufkaufte zeigte sich die Fachwelt noch überrascht. Doch der Coup mit Costa bedeutet für Coca Cola viel mehr, als nur der Einstieg ins Kaffee-Geschäft. Das Verkaufsvolumen von trinkfertigen Kaffeegetränken stieg in den letzten sechs Jahren in den USA um jährlich 10%. Von dieser Entwicklung will Coca Cola nun profitieren.

In Europa kamen bereits 2019 die ersten Kaffee-Colas auf den Markt, darunter in Ländern wie Italien, Griechenland und Österreich. Nur Deutschland scheint man bei dieser Kampagne auszusparen. Hier setzt man – in direktem Wettbewerb zu Red Bull – verstärkt auf einen eigenen Energy-Drink. Und auch auf dem heimischen Markt, in den USA, hielt man sich bisher mit einem Kaffee-Produkt noch zurück.

Das nützte Erz-Konkurrent Pepsi leidlich aus: Pepsi Cafe kam letzten April für einen begrenzten Zeitraum in die Regale. Das Besondere: Der neue Mix enthielt fast doppelt so viel Koffein wie die reguläre Pepsi-Rezeptur. Das Gemisch aus Cola und Kaffee gibt es in den Geschmacksrichtungen Original und Vanille. Verwendet werden für den Kaffee-Anteil Arabica-Bohnen. Schon vorher haben die Softdrink-Hersteller versucht, im speziellen Kaffee-Segment voranzukommen. Pepsi hatte 1996 für kurze Zeit Pepsi Kona im Markt, 2004 folgte dann mit Pepsiccino eine cremigere Version à la Cappucino – beide Varianten kommen nun in Pepsi Cafe zusammen. Die Entwicklungszeit betrug gut anderthalb Jahre.

Doch auch im Hause Coca Cola blieb man während dessen nicht untätig: Coca-Colas erster Versuch in der Kategorie nannte sich 2006 Coca-Cola Blak, wurde aber nach zwei Jahren wieder zu Grabe getragen. Vor zwei Jahren dann führte das Unternehmen aus Atlanta Coca-Cola Plus Coffee in Australien ein, Asien folgte ein Jahr darauf mit leicht veränderter Formel, dann waren ausgewählte europäische Länder dran. Mit der Markteinführung in der Heimat ließ man sich hingegen Zeit.

Bis jetzt! Am 25. Januar erreichte Coca-Cola with Coffee nun auch die USA, in den drei Sorten Dark Blend, Vanilla und Caramel. Damit ist das Land der 50. Markt. Einwohner der Gemeinde Coffee County in der Nähe von Nashville im US-Staat Georgia, können sich das neue Getränk sogar per Drohne liefern lassen. DroneUp, ein landesweiter Drohnen-Lieferant liefert Kunden, die in einem Umkreis von einer Meile um das Walmart Supercenter in Coffee County wohnen, die Kaffee-Cola auf Wunsch direkt vor die Haustür. Wann das koffeinhaltige Kaltgetränk gegen den Durchhänger am Nachmittag auch in Deutschland erhältlich sein wird, steht in den Sternen. Wer also im Ausland an der Kaffee-Cola vorbeikommt, der sollte mir bitte eine Dose davon mitbringen!

Bildrechte: Coca Cola, Pressemeldung vom 25.01.2021, Coffeenewstom, Pepsico, Pressemeldung vom November 2019, Coca Cola, Pressemeldung vom 25.01.2021; Quellen: Coca Cola, Pressemeldung vom 25.01.2021, Wallstreet-online, boerse-express.com, bild.de, Wikipedia, Handelsblatt, tageskarte.io, Berliner Kurier, W&W, jolie, Pepsico, food-service.de, cash.at, lebensmittelpraxis.de.

8 Gedanken zu “Kaffee-Cola erobert den US-Markt

  1. Interessant! Von Kaffee-Cola hatte ich bisher noch nichts gehört. Sollte ich es in diesem Jahr ins Ausland schaffen, versuche ich, daran zu denken, eine für dich mitzubringen.

    Ich wusste übrigens auch nicht, dass Costa von Coca Cola übernommen wurde.

    Gefällt 4 Personen

    1. Der Einstieg von Coca Cola in den Kaffeemarkt hat den Kaffee noch einmal neu gemischt. Die JAB-Holding und Nestlé waren kurz davor den Weltmarkt unter sich aufzuteilen. Jetzt ist ein weiterer, finanzkräftiger Global Player auf den Zug aufgesprungen, der damit verhindern, dass die beiden Branchenriesen die Preise kontrollieren können. Für die Kaffeebauern eine gute Nachricht, auch wenn Coca Cola keine Spitzenpreise bezahlen wird. https://wp.me/p8O5tv-1Tj

      Gefällt 2 Personen

  2. Kaffee-Cola, das klingt seltsam… das klingt irgendwie nach Schokoladenbier (schon getrunken, schmeckt so wie man es sich vorstellt) oder nach Cola-Rot (wie kann man Rotwein nur so misshandeln…). Bin gespannt, wann es in Deutschland erhältlich sein wird, ich würde es auf jeden Fall probieren, aber dauerhaft wäre mir das zu strange…

    Liebe Grüße
    Kasia

    Gefällt 1 Person

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