Zum heutigen Tag des Kaffees: 10 überraschende Fakten über Kaffee!

Heute ist wieder Tag des Kaffes. Der vom Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufene Ehrentag wird hierzulande bereits zum 17. Mal begangen und seit 2016 zusammen mit dem International Coffee Day am 1. Oktober. Seitdem sind Kaffeeliebhaber jedes Jahr aufgerufen, sich mit kleinen und großen Aktionen rund um Kaffee zu beteiligen. Am Weltkaffeetag rücken aber auch Millionen von Kaffeebauern auf der ganzen Welt ins Rampenlicht, ohne die unsere Kaffeetassen morgens leer blieben.

Coffeenewstom hat zur Feier des Tages zehn überraschende Fakten rund um das Thema Kaffee zusammengetragen:

1. Kaffee ist eine Frucht

Kaffeebohnen sind Früchte und wachsen auf einem Busch, weshalb sie auch Kaffeekirschen genannt werden. Sie sind eigentlich der Kern einer Beere, die zur Gewinnung der Bohne vor dem Trocknen und Rösten entfernt wird. Wenn die Kaffeebohne nicht so begehrenswert und geschmackvoll wäre, dann könnte man die Kaffeekirsche vielleicht als ganze Frucht im Obstladen kaufen, denn sie ist eine leckere herb-süße Kirsche, die ein wenig an den Geschmack von Honig, Pfirsich und Wassermelone erinnert.

2. Kaffee mit Sahne bleibt länger warm

Klingt komisch, ist aber so: Kaffee bleibt bis zu 20% länger warm, wenn Sahne hinzugefügt wurde. Fragen Sie einen Chemiker Ihrer Wahl warum.

3. Kaffee wurde von einem Ziegenhirten entdeckt

Der Legende nach wurde Kaffee vor etwas mehr als 500 Jahren in Äthiopien von einem Ziegenhirten entdeckt. So soll er beobachtet haben, dass sich seine Tiere nach dem Konsum der Beeren wie wild gebärdeten. Auch Mönchen sei dieser Effekt nicht entgangen. Deshalb hätten sie aus den Beeren einen Sud gekocht, damit sie nachts länger wachbleiben und beten konnten.

4. Kaffee war zeitweilig verboten

Anfang des 16. Jahrhunderts kam es zu einem Verbot, da man meinte Kaffee würde gegen das Verbot von Wein und berauschenden Getränken verstoßen. Später wurde das Verbot wieder aufgehoben. 1675 versucht der englische König Charles II. Kaffee zu verbieten. Dabei stößt er auf großen Widerstand aus der Bevölkerung und löst eine Rebellion aus, sodass er letztlich sein Vorhaben nicht durchsetzen kann. Der preußische König Friedrich der Große schließlich verbot die Einfuhr von Kaffee im Jahr 1677. Er befürchtete, dass der zu der Zeit stark wachsende Kaffeeverbrauch die traditionellen einheimischen Produkte wie Malz oder Gerste verdrängen könnte. Auch in Österreich dachte man über ein Verbot von Kaffeehäusern als Keimzelle revolutionärer Umtriebe. Wirklich durchgesetzt hat sich ein Kaffeeverbot allerdings nie.

5. Schlechter Kaffee als Scheidungsgrund

Berichten zufolge konnte sich nach islamischem Recht ein Mann von seiner Frau scheiden lassen, wenn sie schlechten Kaffee machte.

6. Das älteste Kaffeehaus Europas steht in Rhodos

Wo könnte es wohl stehen, das älteste Kaffeehaus Europas? In Wien? In Venedig? Oder gar in Leipzig? Dort gibt es Kaffee aber erst seit 1720! 35 Jahre früher, präziser am 17. Jänner 1685, wurde in Wien das erste Kaffeehaus eröffnen. 1648 gab es das erste Café in Oxford und nur ein Jahr früher wurde unter den Arkaden des Markusplatzes von Venedig das „bottega del caffè“ – ab 1720 Caffeè Florian – gegründet. So oder so ähnlich steht es in vielen Kaffeebüchern.

Tatsächlich gibt es ein Café, das schätzungsweise 50 Jahre älter ist. Die Rede ist vom Kafenion Bekir Karakusu – heute Mevlana Turkish Coffee – das mit über 400 Jahren nicht nur das älteste Kaffeehaus auf Rhodos, sondern damit automatisch auch das erste Café außerhalb des Orients ist. Es ist heute noch am originalen Platz im originalen Gebäude, welches um 1600 von türkischen Besatzern errichtet wurde. Es steht in der verwinkelten Altstadt von Rhodos mitten im Basarviertel in der Odos Sokratous.

7. Es gibt keine Espresso-Bohnen

Es gibt keine besondere Espresso-Bohne. Espresso ist nur die Bezeichnung für eine bestimmte Zubereitungsart. Dazu benutzt man dunkel geröstete Kaffeebohnen und mahlt sie sehr fein. Anschließend wird heißes Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Es entsteht, wenn man es richtig macht, ein konzentrierter Kaffee mit einer dichten, braunen Crema. 

8. Espresso kommt doch von „Express“

Die Bezeichnung „Espresso“ geht auf zwischen 1840 und 1870 hergestellte sogenannte „Kaffeelokomotiven“ zurück. Deren Bezeichnung spielt auf die Analogie der Kaffeezubereitung mit Dampf und einer Dampflokomotive an. Der Mailänder Luigi Bezzera konnte auf die Popularität der Assoziation von Kaffee mit dampfbetriebenen Expresszügen zurückgreifen, als er 1901 die erste Maschine für „caffè espresso“ patentieren ließ. Das Wort „espresso“ ist demnach eine Entlehnung aus dem Englischen, wo die Bezeichnung express für Schnellzug seit Mitte des 19. Jahrhunderts belegt ist. (Quelle: Wikipedia)

9. Kaffee – in Maaßen – ist gesundheitsfördernd

Kaffee hat neueren Studien zufolge eine schmerzlindernde Wirkung. Das durch Koffein im Körper freigesetzte Dopamin hellt die Stimmung auf, fördert die Konzentration und wirkt sich auch auf das Gedächtnis aus. Kaffee kann den Stoffwechsel fördern. Ohne Milch und Zucker wird aus Kaffee ein Diät-Getränk: keine Kalorien, dafür stillt es den Hunger.

10. Die tödliche Dosis bei Kaffee liegt bei 100 Tassen

Ja, Kaffee ist auch ein Gift, wenn auch ein sehr schwaches. Und wie so oft macht die Dosis das Gift. Bei Kaffee liegt die bei etwa 100 Tassen. Allerdings wird dieser „Kaffeetod“ nie eintreten, den beim Versuch ihn so herbei zu führen stirbt man bereits vorher durch die übermäßige Einnahme von Flüssigkeiten.

Euch und Ihnen noch einen schönen Tag des Kaffees 2022!

Bildrechte: Deutscher Kaffeeverband, Bild von Thomas G. auf Pixabay, Bild von vandelino dias Junior auf Pixabay, Coffeenewstom, Bild von Nicky ❤️🌿🐞🌿❤️ auf Pixabay; Quellen: Deutscher Kaffeeverband, Wikipedia, Coffeenewstom, Jakobs Professional, Earlybird Coffee, Kaffee Partner.

6 Gedanken zu “Zum heutigen Tag des Kaffees: 10 überraschende Fakten über Kaffee!

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