Tchibo Kaffeereport 2022: Was ist uns Kaffee wert?

Qualität hat ihren Preis! Das ist bei Kaffee genau gleich wie bei anderen Waren. Doch wie bei Fleisch, Gemüse oder Milchprodukten hat sich der deutsche Kunde an Billigangebote und Dumpingpreise gewohnt. Deshalb darf für die Hälfte der Kaffeekonsumenten hierzulande ein Kilo Kaffee nicht mehr als zehn Euro kosten, jeder Fünfte akzeptiert sogar nur einen Preis unter acht Euro – ein Preis, mit dem fairer und nachhaltiger Kaffee nicht zu beschaffen ist! Immerhin 26,8 % sind bereit bis zu 12,99 Euro für ihren Kaffee zu bezahlen, 13,3 % wären dazu bereit noch einmal zwei Euro draufzulegen. Den Preissprung bis 19,99 Euro wären noch 7,4 % bereit mitzumachen, während sich für einen Kilopreis von über 20 Euro kaum noch Abnehmer finden.

Ob und wieviel man bereit währe mehr für ein Kilo Kaffee zu bezahlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei sind die Konsumenten von nachhaltigem Kaffee wählerischer, wie die von konventionellem Kaffee. Für 54,2 % aller Kaffeetrinker wäre eine bessere Qualität ein Argument für einen höheren Preis. Für 39,7 % hingegen wäre ein besonderer Geschmack ausschlaggebend. Nur jeder Dritte achtet auf ein Fair-Trade-Zertifikat, bei den Konsumenten nachhaltigen Kaffees immerhin jeder Zweite! Für ein Bio-Siegel kann sich nur noch jeder Fünfte begeistern. Bei der Bekanntheit der Marke sind sich alle Kaffeetrinker wieder einig: für ein Fünftel ist dies ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung.

Letztlich werden wir keine Wahl haben, als beim Kaffee künftig tiefer in die Tasche zu greifen. Das hat nicht unbedingt etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Erst vor Kurzem haben Aldi & Co die Kaffeepreise deutlich angehoben. In der Begründung war von gestiegenen Energiepreisen als Folge des Ukrainekrieges die Rede. Aber auch der Klimawandel macht dem Kaffee zu schaffen und das schon seit Jahren. Das betrifft nicht nur klassische Anbaugebiete, wie zum Beispiel Äthiopien, auch bei Ländern, die beim Kaffeeanbau noch zulegen, wie etwa Vietnam, macht der Klimawandel den Kaffeebauern das Leben schwer, dabei wird hier hauptsächlich der widerstandsfähigere Robusta angebaut wird.

Wer fair produzierten und gehandelten Kaffee in der Tasse haben möchte und dem Nachhaltigkeit wichtig ist, der wird die gewünschte Qualität nicht zum Dumpingpreis bekommen können. Auch, wenn der Preis nicht immer ein Garant für Qualität ist, ein Hinweis auf Nachhaltigkeit ist er eben schon. Dabei kosten faire Produkte nicht die Welt. Sogar im Supermarkt oder Diskounter kann man fündig werden, zum Beispiel bei den fairen Bio-Kaffees von Gepa! Fairer Kaffee schmeckt halt besser, denn das gute Gewissen trinkt immer mit!

Bildrechte: Grafiken und Quelle: Tchibo, brand eins, Statista; Titel-Bild von Dean Moriarty auf Pixabay.

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