Instantkaffee: Wer hat’s erfunden? Ein Schweizer!

Unsere Schweizer Nachbarn sind nicht nur bekannt für das berühmte Taschenmesser, die rührende Geschichte von Heidi und das allseits beliebte Hustenzuckerl, sondern es gibt noch eine Reihe von anderen Erfindungen, die vom Alpenstaat aus die Welt erobert haben. Bekannt sind die Schweizer auch dafür, dass sie sehr stolz sind auf ihre Nation, und das zurecht, denn große Erfinder waren Schweizer. Wissenschaftler und Chemiker aus allen Gesellschaftsschichten stellten immer wieder den Schweizer Erfindergeist gepaart mit Pragmatismus unter Beweis. Sie haben viele Dinge erfunden, die die Welt für immer verändert hat.

Darunter viele Dinge, die uns bis heute begeistern, das Leben erleichtern oder die wir täglich brauchen und gebrauchen. Zum Beispiel das legendäre Taschenmesser, dass bereits seit 1891 in der Schweizer Armee verwendet wird. Oder die Alufolie, die 1905 vom Schweizer Heinrich Alfred Gautschi erfunden wurde. Zwanzig Jahre später erfand Martin Winterhalter den Reißverschluss und auch das Cellophan kam 1921 von einem Schweizer, nämlich vom Chemiker Jacques E. Brandenberger. Auch der Sparschäler ist aus keiner Küche wegzudenken. Erfunden hat das Utensil, dass anfangs unter dem Markennamen Rex bekannt wurde, 1947 der Schweizer Alfred Neweczerzal.

Doch kaum jemand weiß, dass auch der Instantkaffee eine Schweizer Erfindung ist! Resultierend aus dem Börsencrash von 1929 wurde Nescafé von Max Morgenthaler 1936 entwickelt. Brasilien ist damals auf enormen Mengen von Kaffeebohnen sitzen geblieben, die niemand mehr kaufen wollte oder konnte. Das staatliche Kaffeeinstitut von Brasilien suchte kurzerhand Hilfe beim Schweizer Unternehmen Nestlé. Angefragt wurde ein Verfahren, das den Kaffee in Form eines löslichen Pulvers konserviert und somit die Unmengen an nicht genütztem Kaffee rettet. Schnell war ein koffeinhaltiges Instantpulver entwickelt, aber etwas Essenzielles – der Kaffeegeschmack – fehlte.

Ganze fünf Jahre versuchte Nestlé das natürliche Kaffeearoma in einem Pulver zu konservieren. Aber der Konzern scheiterte. Ein Chemiker aus dem Team setzte die Versuche auf privater Basis fort und war schließlich erfolgreich. Nachdem er unterschiedliche Methoden ausprobiert hatte, konnte Max Morgenthaler 1936 Nestlé seine erfolgreiche Formel präsentieren. Noch im gleichen Jahr wurde der Instant Kaffee unter dem Namen Nescafé verkauft. Man kann gespannt sein, mit welchen Erfindungen die Schweizer zukünftig aufhorchen werden lassen. Den Erfindergeist scheinen sie jedenfalls schon mal im Blut zu haben.

Die ganze Geschichte zur Entdeckung des Instantkaffees gibt es hier!

Bildrechte: Titel-Bild von kalhh auf Pixabay, Bild von Mohamed Hassan / impulsQ GmbH, Bild von Nestlé Deutschland AG; Quelle: ots, Original-Content von: impulsQ GmbH, übermittelt durch news aktuell.

2 Gedanken zu “Instantkaffee: Wer hat’s erfunden? Ein Schweizer!

  1. Ich bekenne mich hiermit – ich trau mich kaum – als Instankaffee-Trinkerin, 🙈 seit Jahren. Natürlich gönne ich mir das goldene Originalprodukt, ist ja immer wieder im Angebot. Es geht einfach schneller, und schmeckt. Die Kaffeepad-Maschine kann es nicht besser, ich werd sie wohl weggeben. Steht nur noch rum. 😉

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