Toms Kaffee-Erinnerung: Rosi: Café am Fuß des „Rosenheimer Berges“

Gasteig nannten ihn die Fuhrknechte, den steilen Anstieg von der Ludwigsbrücke Richtung Haidhausen, auch als Ludwigsbuckel wurde er bekannt. Da aber da auch die Straße nach Rosenheim langführt setzte sich Rosenheimer Berg im Volksmund durch. Gemeint ist die Stelle, wo hinter einem die Isar, vor einem der Gasteig, links das Müllersche Volksbad und eben rechts jetzt hat vor Kurzem das Kaffeehaus Rosi eröffnet. Endlich einmal hat ein Café ein Sportmodengeschäft verdrängt, nicht immer umgekehrt. Damit tut man Snowboardweltmeister Gerfried Schüller jetzt wieder Unrecht. Sein Geschäft war schon mehr als nur ein Herrenausstatter für Sportbegeisterte. Mit der Bezeichnung Kaffeehaus tut man nun dem Rosi wieder Unrecht, oder umgekehrt.

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Nein, ein Kaffeehaus ist das Rosi sicher nicht. Bis auf die Ziegel aufgeschlagene Wände weiß übertüncht und die Bestuhlung aus der 9b der Monika-Hohlmeier-Gesamtschule sind heute nicht mehr originell. Wohl deshalb, respektive sicherheitshalber, bezeichnet sich das Rosi auch als Bar. Wieder hübsch anzusehen ist die Beleuchtung, die allerdings den Eindruck verstärkt das Kultusministerium hätte die Zuschüsse für die Renovierung der Klassenräume wieder gestrichen und die Elektriker deshalb die Baustelle vor Fertigstellung verlassen. Der abwaschbare Fußboden mit der großporigen Optik eines Du-kannst-Dir-hier-nicht-wehtun-Spielplatzes vervollständigt den sonderschulmäßigen Eindruck.

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Es gibt andere Gründe das Rosi zu besuchen. Zu nennen wäre die grandiose Lage und der sehenswerte Blick aus den übergroßen Fenstern. Außerdem überzeugt die Karte, die nicht jeden Schicki-Micki-Scheiß, Partdon!, -Trend mitmacht und wohl auch deshalb überschaubar ist. Das Personal ist freundlich, schnell und bodenständig. Und der Cappuccino ist genau so, wie er sein sollte: sämig, wohlschmeckend und heiß, serviert in einer dickwandigen Porzellantassse und eben kein halbschariges, verwässertes Milchmixgetränk in einer Fußbadewanne. Das Frühstück – habe ich mir erzählen lassen – soll richtig gut sein. Ich werde es wohl bald mal darauf ankommen lassen müssen. Ach ja: die Telefonnummer ist nicht zwounddreißig sechzehn acht. Ein Skandal-im-Sperrbezirk-Witz muss drin sein!

Rosi, Kaffeehaus & Bar, Rosenheimer Straße 2, 81669 München, Öffnungszeiten: 08:00 – 01:00 Uhr, Sonntags ab 9:00 Uhr. Dieser Beitrag war 2017 einer meiner ersten Café-Besuche als frisch gebackener Coffeenewstom!

2 Gedanken zu “Toms Kaffee-Erinnerung: Rosi: Café am Fuß des „Rosenheimer Berges“

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