Statistisches Bundesamt: Preissteigerung bei Kaffee

Corona und Ukrainekrieg sorgen für gestiegene Preise: Kaffee ist im Vergleich zum Vorjahresmonat April um 30,8 % teurer geworden. Damit steht Kaffee nicht alleine: Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+70,9 % gegenüber April 2021, +11,4 % gegenüber März 2022). Nicht behandelte pflanzliche Öle kosteten 70,0 % mehr als im Vorjahr. Rindfleisch war 41,6 %. Die Preise für Schweinefleisch stiegen gegenüber März 2022 um 14,7 % und lagen damit 22,1 % über den Preisen von April 2021. Im Durchschnitt waren Nahrungsmittel 17,3 % teurer als im Vorjahr (+5,5 % gegenüber März 2022).

Hauptfaktor sind die gestiegenen Kosten für Gas und Öl. Kraftwerke zahlten für Erdgas gut viermal so viel wie ein Jahr zuvor (+307,0 %). Für Industrieabnehmer war Erdgas 259,9 % teurer und für Wiederverkäufer 170,0 %. Die Preise für elektrischen Strom waren im April 2022 um 87,7 % höher als im April 2021. Für Weiterverteiler kostete Strom 157,3 % mehr als ein Jahr zuvor, für Sondervertragskunden 85,6 %. Gewerbliche Anlagen zahlten 15,8 % mehr. Mineralölerzeugnisse waren 53,9 % teurer als im April 2021, jedoch sanken hier die Preise gegenüber dem Vormonat März 2022 um 4,6 %. Leichtes Heizöl war mehr als doppelt so teuer wie ein Jahr zuvor (+102,1 %), Kraftstoffe kosteten 46,6 % mehr. Für beide Mineralölprodukte sanken jedoch die Preise gegenüber dem März 2022 (leichtes Heizöl: -14,9 %, Kraftstoffe: -6,8 %).

Erste Hersteller und Händler haben bereits Konsequenzen aus den gestiegenen Beschaffungs- und Herstellungspreise gezogen. Dass die Preiserhöhungen letztlich an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden, darf nicht überraschen. Ein Grund mehr um bei der Produktauswahl wählerisch zu sein. Wenn man bedenkt, dass sich die gestiegenen Nahrungsmittelpreise verheerend für die Menschen in Afrika und Asien auswirken werden, dann ist es alternativlos auf fair gehandelte Kaffees zurück zu greifen. Nur wenn die Kaffeebauern ihre Familien ernähren können, wird auch noch in Zukunft genügend Kaffee angebaut werden, damit sich der Preis irgendwann wieder stabilisieren kann.

Bildrechte: Titel-Bild von mohamed Hassan auf Pixabay, Bild von StockSnap auf Pixabay, Bild von Photo Mix auf Pixabay; Quelle: ots, Statistisches Bundesamt, Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell.

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