Fairer Handel heißt Gerechtigkeit für alle

Angesichts der aktuellen Krisen verschärfen sich die bereits bestehenden ungerechten Bedingungen für die Produzentenorganisationen im Globalen Süden weiter. Darauf hat das Fair Handelsunternehmen GEPA im 47. Jahr seines Bestehens anlässlich seiner Jahrespressekonferenz aufmerksam gemacht. Die Corona-Pandemie geht nahtlos in den erschütternden Krieg in der Ukraine über mit weitreichenden globalen Folgen und die Klimakrise verschärft sich weiter, obwohl sie im Alltag von den aktuellen Ereignissen weitestgehend verdrängt wird. Vor diesem Hintergrund hat die GEPA im Livestream Bilanz gezogen über das letzte Wirtschaftsjahr, aber auch über die Wirkung des Fairen Handels und den mehrjährigen Schwerpunkt „Klimagerechtigkeit“ berichtet.

„Die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit in globalen Lieferketten ist dringend notwendig, um die Klimakrise zu stoppen und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umzusetzen“, erklärte Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik. „Mit der Klimaneutralität der GEPA im Inland als ein Teil des umfassenden Ansatzes ,Klimagerechtigkeit‘ sind wir wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen.“ Auf die GEPA gesamt entfallen dabei 2.890 Tonnen CO2, Dies teilt sich auf in 1.537 Tonnen am Standort Wuppertal und Inlandstätigkeit sowie in 1.353 Tonnen bei den ca. 31 Verarbeiter-Firmen.

Nach dem klimaneutralen Honigsortiment im letzten Jahr kann die GEPA jetzt auch einen weiteren Teil der Kaffeelieferkette klimaneutral gestalten. Vor vier Jahren bereits wurden die Emissionen des Schiffstransportes für den Rohkaffee des GEPA-Kaffeesortimentes berechnet und kompensiert. Die Berechnung des Anbaus im Süden ist der nächste Schritt. Durch die Klimaneutralität der GEPA im Inland ist das Kaffee-Sortiment nun vom Hafen im Süden bis ins Regal in Deutschland klimaneutral.

Welche Bedeutung der Kampf gegen die Klimakrise, aber auch die Bewältigung von Corona-Nachwirkungen und der Folgen des Ukraine-Krieges auch für die Kaffeepartner in Peru hat, machte GEPA-Einkaufsmanager Kaffee, Kleber Cruz Garcia, am Beispiel der Genossenschaft Sol y Café deutlich: „Fairer Handel ist gerade jetzt die Versicherung für die Kaffeeproduzent*innen. Auch wenn die Kaffeeweltmarktpreise derzeit hoch sind, werden sie durch erhöhte Lebensmittelpreise, höhere Preise für Betriebsmittel, also die gestiegene Inflation, aufgefressen.“ Wenn der Weltmarktpreis wieder sinkt, sind die Mindestpreise des Fairen Handels der GEPA Garantien nach unten. Und Fairer Handel wirkt: „Die Schule bei Sol y Café hat mich besonders beeindruckt; sie wurde durch die fairen Preise der GEPA unterstützt. Wir finanzieren mit dem Fairen Handel die Zukunft“, so der langjährige Kaffee-Einkaufsmanager.

Was die Klimakrise angeht, so haben aktuell die Pflanzungen unter dem ausbleibenden Regen zu leiden und werden anfälliger für Krankheiten wie Kaffeerost. Hier braucht es Kapital, um nötige Bewässerungsanlagen zu installieren: „Ohne faire Preise ist Klimaschutz eine Illusion“, betonte Kleber Cruz Garcia. Der hochwertige Bio-Rohkaffee von Sol y Café ist auch im GEPA-Klassiker „Orgánico“ wie auch in der limitierten Spezialitätensorte „X-Roast“ enthalten.

Bildrechte und Quelle: ots/obs, GEPA mbH, Titelbild GEPA/A. Fischer; Original-Content von: GEPA mbH, übermittelt durch news aktuell.

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