Einer meiner Lieblingsplätze für Kaffee-Momente

Ob Sommer, ob Winter, mein Naherholungsgebiet ist der Westpark. Obwohl es Plätze gibt, die ich nur bei warmen Wetter aufsuche, zum Beispiel solche, die sich für ein Kaffeepicknick eignen, gibt es auch Orte, die von mir ganzjährig aufgesucht werden, etwas Sonne vorausgesetzt. Das Rondell am Mollsee ist so einer. Besonders mit dem Blick auf die stilisierte Ruine eines – na was eigentlich? Eines Tempels? Eines Schlosses? Man weiß es nicht. Muss man auch nicht wissen.

Der Westpark  wurde für die Internationale Gartenbauausstellung – IGA – 1983 angelegt und ist seit deren Ende frei zugänglich. Der Westpark ist nach einer Erweiterung bei einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 2,4 Kilometern 69 Hektar groß. Er wird durch den Mittleren Ring in einen Ost- und einen Westabschnitt geteilt, die durch eine begrünte, breite Fußgänger- und Fahrradüberführung verbunden sind. Ich kenne das Gelände noch aus der Zeit vor der IGA. Der Stemmerbauer hatte hier seine Felder. Heute erinnert nur noch der Stemmerhof in der Plinganserstraße an die einstige landwirtschaftliche Nutzung.

Und ich erinnere mich an Herrn Stemmer, wie er mit seinem Traktor durch Sendling fuhr – immer mit einem Hut auf. Dann verkaufte er und auf den ehemaligen Feldern entstand der Landschaftspark. Dazu wurde – bis auf ein paar Bäume – aller Natur entfernt. Die Hügel wurden größtenteils mit Kies aufgeschüttet, darüber kam eine dicke Lage Mulch. Durch ein Loch im Zaun kam man nämlich aufs Gelände, am besten Sonntags, wenn keine Arbeiter da waren, bis ich einmal vom Sicherheitsdienst aufgegriffen wurde. Bis auf eine Ermahnung blieb dieser „Landfriedensbruch“ allerdings ohne Folgen.

Zwischen Mollsee und Hansapark in der Nordost-Ecke des Westparks liegt dieses Rondell. Zwei Kreise, ein innerer und ein äußerer, umringen eine kleine, runde Grasfläche. Zwischen den beiden Ringen stehen von Büschen überwucherte Backsteinsäulen, manche von ihnen mit kleinen Holzdächern. Eine Hecke am Rand und einige Sitzbänke ergänzen das Ensemble. Hier sitzt man etwas abseits des großen Menschenstroms, der sich an sonnigen Tagen entlang des Mollsees Richtung Gans am Wasser schiebt. Ein kleiner Hort der Ruhe. Und ein idealer Platz für ein gutes Buch und einen ebensolchen Kaffee…

4 Gedanken zu “Einer meiner Lieblingsplätze für Kaffee-Momente

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