Fifty Ways to Make Your Coffee: #1 – French Press

In den 90gern war sie regelrecht „in“, die French Press, auch Pressstempelkanne, Kaffeepresse, Kaffeezubereiter, Kaffeedrücker, Cafetière, Kolbenkanne, Chambord- oder Siebstempelkanne. Mit dem Aufkommen günstiger Halb- und Vollautomaten wurde sie in den Hintergrund gedrängt. Zu Unrecht, macht sie doch vorzüglichen Kaffee!

Sie wurde vermutlich um 1850 in Frankreich erfunden, erstmals aber 1929 durch den italienischen Designer Attilio Calimani patentiert, der die Presse ebenso wie sein Landsmann Faliero Bondanini über die Jahre hinweg verbesserte. Doch ihren Siegeszug in Deutschland trat sie von Dänemark aus an: Bodum brachte neben dem nordischen Design auch hübsche und gleichzeitig funktionale Kaffeepressen auf den Markt.

Üblicher Weise besteht die Fench Press aus einem Glaszylinder – manche sind auch aus Metall – und einem Stempel mit einem Metallsieb. Die Zubereitung ist dabei ganz einfach: zuerst braucht man etwas gröberes Kaffeemehl, als für Filterkaffee, was je nach Mühle einem Mahlgrad von mittel bis grob entspricht. Auf einen Liter Wasser rechne man mit 65 Gramm Kaffee! Für mein kleines Modell reichen 16 Gramm.

Das Kaffeemehl kommt in den Zylinder. Aufgegossen wird mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. Als ideal gelten 96°Celsius. Nach dem Aufguss kommt das Umrühren. Vorsicht bei Glaszylindern und Löffeln aus Metall! Durch den Temperaturunterschied kann das Glas springen. Bei Bodum hat man dieses Problem in aller Regel nicht!

Nach dem Umrühren entfernt man die Crema, die im Gegensatz zur Crema beim Espresso nicht lecker ist. Im Gegenteil: hier sammeln sich Mahlstaub und Bitterstoffe. Mit dem Löffel entfernt man also die oberste Schicht bis das Getränk klar aussieht. Jetzt setzt man den Deckel mit dem Pressstempel auf.

Die Ziehzeit sollte vier Minuten betragen. Nach Ablauf der Zeit drückt man den Kolben nach unten und der Kaffee ist servierfähig. Kaffee aus der French Press ist kräftig und aromatisch. Durch das Einhalten der Ziehzeit wird darüber hinaus verhindert, dass sich zu viele Bitterstoffe lösen. So bleibt das Ergebnis harmonisch und dem Kaffeegenuss steht nichts mehr im Wege.

Der Kaffee ist übrigens etwas trüber, als wir das vom Filterkaffee gewöhnt sind. Es gibt Kaffeetrinker, die ihn deshalb noch einmal durch einen Papierfilter gießen. Hat man vorher allerdings die Crema abgeschöpft kann man sich den Aufwand sparen. Meiner Meinung nach schaden die Schwebstoffe dem Geschmack nicht im Geringsten. Im Gegenteil, sie machen ihn sogar interessanter. Wer ihn einmal probiert hat, der wird auf Kaffee aus der French Press nicht mehr verzichten!

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