Toms Kaffee-Erinnerung: Ein Haferl Kaffee am See

„Und? Was machen Sie noch an dem schönen Tag?“

Die Frage war berechtigt. Es war Sonntag, ein herrlicher Spätsommer-Tag vor drei Jahren, mit Sonne und milden Temperaturen. Die Hitze der letzten Woche war vergessen und man konnte jetzt schon anfangen dem Sommer nachzutrauern.

Es war früher Nachmittag. Ich hatte gegen 13:00 meinen Fahrgast in einer kleinen Seitenstraße in Laim aufgenommen, dann ging es über die Fürstenrieder Straße und A96 Richtung Westen. Das Fahrtziel war Weßling und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal dort war. Die Fahrtroute aber erklärte sich praktisch von selbst: an Germering vorbei und durch den Baustellenstau hindurch bis zur Ausfahrt Unterpfaffenhofen, dann links und weiter bis zum Ort.

„Was machen Sie noch an dem schönen Tag?“ Zurück zur Frage meines Fahrgastes. „Am liebsten würde ich mich in einem schönen Café in die Sonne setzen“, entgegnete ich. „Wissen Sie eines in der Nähe?“ Er wusste! Keine 500 Meter vom Endpunkt der Fahrt entfernt das Café am See. Da direkt davor bereits alles voll und die Hauptstraße fast durchgehend mit Halteverbotsschildern bepflastert war, versuchte ich in einer Seitenstraße mein Glück und fand einen der raren legalen Parkplätze fast direkt am See und mit Blick auf St. Mariä Himmelfahrt, der alten katholischen Pfarrkirche, deren Turm aus dem 15. Jahrhundert den See bewacht.

Über die Uferpromenade waren es jetzt nur wenige Schritte zum Café. Der Andrang in der kleinen Konditorei mit separatem Eingang ließ vermuten, dass mein Fahrgast mit seiner Behauptung, die Back- und Konditorwaren seien hier sehr gut und am späteren Nachmittag zumeist ausverkauft, durchaus richtig liegen könnte. Ich hatte Glück, bekam einen Tisch am Wasser – nur ein Zaun trennte mich vom See – und bestellte zur Freude der Wespen zu meinem Haferl Cappuccino einen Käsekuchen.

Geführt wird das Café am See von der Familie Aenishänslin in vierter Generation, die auch ein Café in Gilching betreibt. Seit 1932 ist das Café am See in Familienbesitz. Neben den bereits erwähnten Bach- und Konditorwaren gibt es auch selbstgemachte Pralinen nach altem Familienrezept. Daneben ist das Café auch bekannt für sein viel gelobtes Frühstück. Kleine Gerichte ergänzen die Karte, so dass man getrost den ganzen Tag hier verbringen könnte…

Ja, könnte. Wenn man nicht wieder zurück müsste in die große Stadt. Diesen Tag jedenfalls habe ich gut genutzt!

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Jetzt ein Haferl Cappuccino am See?

Sehr gerne! Lass uns diesen spätsommerlichen Kaffee-Moment gemeinsam erleben! Wenn Dir mein Blog gefällt, dann freue ich mich über ein kleines Trinkgeld!

3,20 €

4 Gedanken zu “Toms Kaffee-Erinnerung: Ein Haferl Kaffee am See

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