Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #offen

Mein neunzehnter Beitrag für die Fotochallenge von ROYUSCH-UNTERWEGS. Er schreibt in seinem Blog: „Bei diesem Projekt soll des darum gehen, dass ich einmal pro Woche (Sonntags) einen Begriff vorgebe und Ihr dann die Woche über Zeit habt für Euch einen Beitrag zu erstellen und auf meinen zu verlinken; aber das kennt Ihr ja schon. Auch für dieses Projekt gilt: keiner muss, jeder kann und wie immer nur ein Bild. Hier jetzt der siebenundzwanzigste Begriff, der lautet: offen.“

Und weiter: „Das Wort offen kommt vom mittelhochdeutsch offen, althochdeutsch offan und ist verwandt mit auf.

Hier mal ein paar Beispiele zur Bedeutung des Begriffs offen:

  • so beschaffen, dass jemand, etwas heraus- oder hineingelangen kann; nicht geschlossen; geöffnet; Beispiele (eine offene Tür, mit offenem Mund atmen, das Fenster offen lassen, die Wagentür offen halten, der Mund ist ihr vor Staunen offen geblieben, das Buch lag offen vor ihm )
  • Wendungen, Redensarten, Sprichwörter (offen für/gegenüber etwas, gegenüber jemandem sein (bestimmten Dingen gegenüber aufgeschlossen, zugänglich sein, gegenüber jemandem aufgeschlossen sein: für Probleme, gegenüber Problemen von Minderheiten offen sein))
  • nicht ab-, zugeschlossen, nicht verschlossen; Beispiele ( ein offener (nicht zugeklebter) Umschlag, bei uns ist immer alles offen, er hat ein offenes Haus (ist sehr gastfrei), meine Tür ist immer für dich offen (du kannst zu mir kommen, wann du willst))
  • nicht bedeckt; nicht ab-, zugedeckt; Beispiele (ein offener Wagen (Wagen ohne Verdeck), sie trägt offene Schuhe (Sandalen oder Sandaletten))
  • durch kein Hindernis versperrt; frei [zugänglich]; Beispiele (offenes (nicht zugefrorenes) Fahrwasser, die Pässe in den Alpen sind wieder offen (schneefrei und befahrbar), aufs offene Meer, auf die offene See hinausfahren (so weit hinausfahren, dass vom Festland nichts mehr gesehen wird)

Dies könnte man natürlich noch fortsetzen, aber ich belasse es wieder mal bei dieser Auswahl.“

Für mich ist diese Challenge ja eine doppelte Herausforderung. Schließlich muss ich den Begriff der Woche mit dem Begriff Kaffee verbinden. Zu offen fällt mir spontan aber folgendes ein: auch, wenn ich aus verschiedenen Gründen davon noch nicht viel Gebrauch gemacht habe, unsere Innengastronomie ist in weiten Teilen wieder offen! Wenn wir die Kaffees in der Agip am MUC mal nicht als Gastronomie-Besuch werten, mein erster gezielter Besuch im Innenbereich eines Gastro-Betriebes war tatsächlich erst meine Visite bei illy in den Pasing Arcaden. In obigem Bild habe ich diesen historischen Kaffee-Moment festgehalten!

Das Café selbst ist hell und modern. Große Fenster erlauben den Blick auf die Promenade. Gegenüber bestimmt die rote Bar den Raum. Dazwischen die Tische und Stühle aus mitteldunklem Holz. Der helle Holzfußboden und die weißen Wände sorgen für eine lichte Anmutung, die schwarze Decke hingegen unterstreicht zusammen mit der schlichten Bar und dem Kronleuchter die edle Komponente des Raums. Nicht fehlen darf eines der illy-Markenzeichen: der Kronleuchter mit den Espressotassen, der hier von der Decke baumelt. Der spektakuläre Kronleuchter besteht aus ungefähr 100 illy Art Collection Tassen und wurde zum ersten Mal anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der illy Art Collection hergestellt. Es symbolisiert eine Reise durch die Sammlungen berühmter zeitgenössischer Künstler und junger aufstrebender Künstler seit 1992.

Zwar gibt es einige Umstände, die bei einem Besuch der Innengastronomie beachtet werden müssen. Je nach Inzidenz und Bundesland sind Sperrstunden, größere Abstände, Impfnachweise, Corona-Tests und natürlich Masken vorgeschrieben. Lästig, nicht wahr? Das stimmt, ist aber kein Vergleich zu den Unannehmlichkeiten einer geschlossenen Innengastro! Auch das Eintragen in Listen ist kein wirkliches Hindernis. Schließlich bin ich ein ganz normaler Bürger und kein Mafiosi oder Terrorist, der einen Restaurantbesuch vielleicht besser geheim halten sollte. Ich meine, Leute, die ihr Essen – oder ihren Kaffee – auf Facebook posten, dürften mit dieser eher bescheidenen Maßnahmen eigentlich kein Problem haben. Meine ich.

Vorgestern lag die 7-Tage-Inzidenz in Bayern bei Geimpften bei 9,18, bei Ungeimpften bei 110,55. Inzwischen ist die Rede von einer möglichen G-2-Regel. Der Restaurant- oder Cafébesuch wäre dann nur noch für Genesene und Geimpfte möglich. Ungeimpfte Getestete stünden dann vor geschlossenen Türen. Man spricht von einer „Pandemie der Ungeimpften“ (Münchner Merkur vom 27.08.2021). Ist das Diskriminierung oder gar eine Impfpflicht durch die Hintertür?

Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung! Unsere Gesellschaft ist eben nicht der Raum, in dem möglichst viele persönlichen Freiheiten ausgelebt werden müssen. Wer sich an den Pflichten in einer Gesellschaft nicht beteiligen möchte, der hat – wieder meiner Meinung nach – kein Recht auf Vergünstigungen. Der geneigte Leser wird längst durchschaut haben, worauf ich hinaus will: Impfmuffel! Wenn bei weiter steigender Inzidenz der Lockdown nur für die stattfindet, die sich zwar impfen lassen können, es aber nicht wollen, dann bin ich dafür! Die Alternative wäre nämlich, dass aus dem hier beschriebenen „offen“ wieder ein „geschlossen“ werden könnte. Und das muss wirklich nicht sein.

Fun Fact am Rande: „offen“ ist auch in Coffenewstom enthalten!

5958279_disease_epidemic_infection_injection_syringe-virus_icon

Impfplicht durch die Hintertür?

Mir wäre eine Impfpflicht durch die Vordertüre lieber! Schließlich setze ich mich als Taxifahrer an fünf Tagen in der Woche einem erhöhtem Risiko aus – dass vermeidbar wäre! Wenn Dir mein Blog gefällt, dann freue ich mich über ein Trinkgeld!

3,90 €

11 Gedanken zu “Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #offen

  1. ich sehe die Impfpflicht durch die Hintertür wird immer deutlicher ! Ich verstehe wenn sich jemand nicht impfen möchte, dann muss am aber auch die Konsequezen tragen und zwar egal sie die aussehen
    Keiner wird gezwungen aber dann bitte auch danach so verhalten wie vorgegeben.
    Es kann nicht sein, dass sich geimpfte einem Risiko aussetzen , die Symtome in Kauf nehmen und die Spätfolgen nicht kennen und dann am Schluss die „Dummen“ sind wenn Ungeimpfte die gleichen Rechte haben.

    Fazit: keiner wird zur Impfung gezwungen aber dann auch die Nachteile in Kauf nehmen !

    Gefällt 2 Personen

  2. Vielen Dank Tom, dass auch du wieder mit einem interessanten Beitrag zum Thema „Offen“, bei meiner Foto-Challenge dabei bist 😊 Zum Thema Impfen/Impfpflicht möchte ich mich Manni’s Kommentar anschließen.
    Dir noch ein schönen Montag,
    Roland

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.