Beschwerlicher Heimweg aus dem Urlaub – Tipps rund um den Stau

Die Heimreise aus dem Sommerurlaub wird an diesem Wochenende vielerorts nicht störungsfrei abgehen. In Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie dem Norden und der Mitte der Niederlande enden demnächst die Ferien. Der Verkehr in Richtung Urlaubsgebiete reduziert sich dagegen bereits spürbar. Große Staugefahr herrscht angesichts zahlreicher Heimaturlauber weiterhin auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsgebiete. Darunter vor allem die Berg- und Seenlandschaften, aber auch die Küsten.

Auf den Fernstraßen im benachbarten Ausland sorgen die Urlaubsheimkehrer für spürbar mehr Verkehr. Zwangspausen werden nicht ausbleiben. Etwas besser sieht es in der Gegenrichtung aus, weil immer weniger Urlauber sich jetzt noch auf den Weg machen. Besonderheit Italien: Verhält es sich wie in den Vorjahren, werden an diesem Wochenende (dem Wochenende nach dem Ferragosto-Feiertag, 15. August) besonders viele Urlauber vom Meer zurück nach Hause fahren. Das wird zeitweise nur im Stop-and-Go möglich sein. Großes Staupotenzial haben darüber hinaus die klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route, die Fernstraßen zu und von den kroatischen und französischen Küsten und Bergregionen. Weiterhin viel Verkehr und zeitweise Staus werden auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer erwartet.

Eines wird uns schmerzlich an eine verschwunden geglaubte Vergangenheit erinnern: hohes Verkehrsaufkommen, intensive Personenkontrollen und stundenlange Wartezeiten an den Grenzen! Doch es geht auch anders! Mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung kann schon die Fahrt selbst zum Reiseerlebnis werden! Wichtig gerade für Familien mit Kindern ist eine gute Reiseplanung. Wer sich die Route vor der Fahrt genau ansieht, kann bereits zu Hause Orte und Sehenswürdigkeiten auf der Strecke auswählen, die einen Besuch wert sind. So schadet es nicht sich bereits vor Fahrtantritt ein schönes Café abseits der Strecke auszugucken. Vielleicht lässt sich das ja mit einem kleine Spaziergang verbinden. Gerade auf langen Strecken sind solche Kaffee- und Ruhepausen wichtig. Rastplätze liegen zwar direkt an der Stecke, sind aber oft so idyllisch, wie ein Besuch beim Proktologen.

Mit ausreichend Pausen kann zusätzlich Stress durch Behinderungen und Staus vermieden werden. Auf einer längeren Urlaubsfahrt sollten vor allem ausreichend Getränke und kleine Snacks im Auto sein, aber auch Beschäftigung für die mitreisenden Kinder. Da man es nicht immer vermeiden kann, dass man doch im Stau landet, sollte man immer über einen Notvorrat vor allem an Wasser verfügen. Auch eine Thermoskanne darf an Bord nicht fehlen! Wenn auf der Straße nichts mehr geht, dann muss man die Kaffeepause halt ins Wageninnere verlegen. Eigene Kaffeebecher vermeiden darüber hinaus To-go-Becher und damit Einwegmüll. Und wenn der eigene Kaffeevorrat einmal ausgeht: an immer mehr Raststäten und Tankstellen gibt es hochwertigen Kaffee von Lavazza, Segafredo oder Dallmayr. Am besten auf die Hinweisschilder vor der Ausfahrt zur Raststätte achten oder vorab online informieren!

Doch man kann versuchen zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt: wer kann, sollte die staureichen Wochenenden meiden und lieber an einem Dienstag oder Mittwoch in den Urlaub starten oder zurückfahren. Alternativ bietet sich auch eine Fahrt in der Nacht an. Die Staugefahr ist geringer und wenn der Verkehr doch zum Erliegen kommt, dann ist es wenigstens nicht so heiß! Wer trotzdem am Wochenende fahren muss, kann sich zum Beispiel beim ADAC (maps.adac.de) über Baustellen oder Behinderungen informieren. Und Verkehrsfunk ist auf Fernfahrten natürlich Pflicht, zumindest sollte das Autoradio alle Verkehrsnachrichten übermitteln. Benjamin Blümchen muss halt so lange warten…

Steht man tatsächlich im Stau, heißt es Ruhe bewahren. Aussteigen ist zwar auf der Autobahn verboten, aber bei längeren Störungen reagiert die Polizei mit Nachsicht, wenn es im Fahrzeug zum Beispiel zu heiß wird. Auch dann gilt: Spaziergänge auf der Autobahn sind tabu, und Rettungs- und Einsatzkräfte dürfen bei einem Unfall unter keinen Umständen behindert werden.

Rechts überholen ist im Stau nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit maximal 60 km/h fährt. An stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Auf der Autobahn rückwärts zu fahren oder zu wenden ist hingegen immer verboten – außer die Polizei fordert die Autofahrer, zum Beispiel bei einer Vollsperrung, dazu auf. Der Standstreifen darf auch im Stau nicht befahren werden, er ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer sich nicht daran hält und etwa zur nächsten Ausfahrt oder dem nächstgelegenen Rastplatz über den Pannenstreifen fährt, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.

Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage ist auch im Stau verboten. Nur wenn der Motor abgeschaltet ist darf der Fahrer das Gerät in die Hand nehmen. Ein Verstoß kostet zwischen 100 Euro bis 200 Euro, bringt zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Ganz wichtig: Bereits bevor ein Stau entsteht, also bei stockendem Verkehr, müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden – immer zwischen dem äußersten linken und den übrigen Fahrstreifen. Die Bußgelder für Autofahrer, die sich hier nicht an die Regeln halten, wurden drastisch erhöht: auf 200 bis 320 Euro.

Und der finale Tipp von Coffeenewstom: machen Sie die Fahrt zum Erlebnis. Wählen Sie Nebenstrecken und planen Sie gegebenenfalls lieber einen zusätzlichen Reisetag ein. Wenn Sie im Stauchaos landen bleibt Ihnen eh nichts anderes übrig. Suchen Sie sich lieber besuchenswerte Orte abseits der Hauptrouten. Recherchieren Sie vor Fahrtbeginn Cafés oder Röstereien, die Sie als zusätzliche Attraktion in den Reiseplan einbauen. Und vor allem: bleiben Sie entspannt! Es nutzt nichts sich über den Verkehr aufzuregen. Denn bricht der erwartungsgemäß zusammen, dann gibt es eh nur eines: abwarten und Kaffee trinken… Kommen Sie gesund durch den Sommer!

Bildrechte: Titelbild von Gerhard G. auf Pixabay, Grafik von ADAC, Bilder von perfectlab, bluedesign, zinkevych (Fotolia.com); Quelle: obs/ots, ADAC, Pressemeldungen, Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell.

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12 Gedanken zu “Beschwerlicher Heimweg aus dem Urlaub – Tipps rund um den Stau

  1. ja ich denke auch dass in den nächsten Wochen die große Rückreisewelle kommt, vor allem Samstags !
    Viele Reiseveranstalter bieten ihre Hotels, Wohnungen ect. immer Anreisetag Samstag – Abreisetag Samstag an. Habe ich noch nie verstanden !
    Bei Privatbuchen hat man schon eher die Möglichkeit unter der Woche anzureisen.
    Einige Jahre bin ich immer Sonntags angereist. Inzwischen machen das auch viele mit dem ‚Argument die LKW sind dann wenigstens weg von der Strasse.
    Bringt auch nicht mehr viel !
    Wenn man kürzere Fahrstrecken hat, vielleicht nicht in der Früh fahren sondern eher in Richtung Nachmittag. 400 oder 500 km geht das schon !
    Heute staufrei in den Urlaub zu fahren , da gehört eine Menge Glüćk dazu !

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  2. Heute hat ja wohl fast jeder Wagen serienmäßg eine Freisprechanlage. Und trotzdem sieht man in den teuersten Wagen immer die Fahrer mit dem Handy am Ohr. Muss ja wohl ein ganz tolles Gefühl sein, so lässig durch die Gegend zu fahren.

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  3. Ich telefoniere bei Stau immer mit meiner Mutter. Die lenkt mich soweit ab, dass die Fahrt (oder das Stop-and-go) wie im Schlaf verfliegt.

    Apropos Schaf, persönlich bin ich kein Fan vom Fahren in der Nacht. Die Müdigkeit wird da übermächtig. Einmal bin ich im Stau (es ging gar nichts mehr, alles stand, stundenlang, dazu Regen…) auf der Autobahn von Polen nach Deutschland eingenickt. Plötzlich hupt es neben mir. Ich schrecke auf, mache das Fenster runter, die Polizei fragt mich: „Warum fahren Sie nicht?“ Habe ich erwähnt, dass ich auf der mittleren Spur war? Ich also schaue erschrocken nach vorne. Vor mir, kein einziges Fahrzeug, die Autobahn gähnend leer. Hinter mir – das gleiche. Ich habe die Herren in Blau keines zweiten Blickes gewürdigt, sofort Gas gegeben… Also nee, keine Fahrten mehr bei Nacht *lach*

    Die Strecke zum Erlebnis machen klappt… joah… ich sag es mal so, der Wille ist da. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, eine Zwischenübernachtung einzuplanen. So wie jetzt, auf dem Weg nach Warschau, in dem wunderschönen, seenreichen, polnischen Barycz-Valley…

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