Noch mehr Findel-Tassen

Nach der großen Resonanz auf meine Findel-Tassen, die ihre festen Wochentage haben, hier noch der Rest der Truppe. Also der Tassen, die mir zugelaufen sind. Und ihre Geschichten:

Da wären diese beiden Tassen aus dem Hause McDonalds. Das dürfte die erste Porzellan-Edition des damals neuen McCafés gewesen sein. Zu mir kamen sie während einer Sylvester-Nachtschicht. Sie wurden offensichtlich zum Mitternachts-Anstoßen vom vorherigen Besitzer zum letzten Mal benutzt, nur um dann achtlos am Bordstein vor einem Taxistand zurückgelassen zu werden. Da sackte ich sie ein. Da sehr robust haben sie mich schon auf verschiedenen Wanderungen und zu Picknicks begleitet.

Die schlichte weiße Tasse aus dem Hause Seltmann, Weiden, kam zusammen mit einer Untertasse der Marke Schönwald – beides Produkte für die Gastronomie. Aufgefunden in der Akademiestraße unweit der Kunstakademie. Offenbar ist die Maxvorstadt ein Eldorado für aushäusige Tassen. Sechs der Findel-Tassen wurden in eben diesem Viertel aufgegriffen.

So wie das Modell „Café au lait“, das Professor-Huber-Platz Ecke Veterinärstraße zurückgelassen wurde. Aus ihr trinke ich gerne das, was draufsteht, nämlich Milchkaffee. Dafür hat sie nämlich die ideale Form. Umso unverständlicher, dass sich ihr Vorbenutzer so leichtfertig von ihre getrennt hat. Übrigens wieder ein Sonntagsfund.

Die drei Tassen mit dem Logo des Softwareunternehmens Tricentis – „Tri“, vermutlich deshalb zu dritt – stammen aus dem heimischen Tonnenhaus. Der Vorbesitzer war so nett sie nicht in die Tonnen zu werfen, sondern deutlich sichtbar daneben abgestellt. Da wurden sie eingesackt. Dank ihrer Größe geeignet für Großportionen oder (ja, auch das trinke ich gelegentlich!) Tee.

Schließlich noch die Feuerzangentasse. Obwohl bepfandet, schaffte sie es von einem Weihnachtsmarkt bis zum Taxistand Harras. Da keine Pfandmarke dabei war, konnte der Pfand nicht eingelöst werden. Warum auch, war sie doch schon als nicht zahlender Passagier an Bord meines Taxis gelandet. Mit dem cleveren Mechanismus könnte man sie für eine Tasse Feuerzangenbowle verwenden: die Klammer oben fasst ein Stück Würfelzucker. Es funktioniert, ist aber wieder kein Kaffee…

So, das waren sie nun, meine Findel-Tassen. Sie fanden ihren Weg in mein zuhause, wo ich sie bis heute hege und Pflege. Und natürlich benutze… Hauptsächlich für Kaffee!

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Eine Tasse Kaffee?

Ja, gerne. Lass uns gemeinsam einen Kaffee trinken. Tassen sind ja da! Wenn Euch mein Beitrag gefallen hat freue ich mich über Eure Unterstützung.

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13 Gedanken zu “Noch mehr Findel-Tassen

  1. Eine Tasse von McDonalds steht auch in unserem Schrank. Ich kann bestätigen, dass die wirklich sehr stabil und belastbar sind. Am besten gefallen mir die „T“-Tassen. Sehr stylisch! Schaut man nur flüchtig auf den Schriftzug, könnte man ihn für ein japanisches Schriftzeichen halten. Wo bewahrst du eigentlich all die vielen Tassen auf? Du musst ja eine Menge Stauraum in deiner Küche haben 😎.

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