Wien öffnet: drei besondere Cafés entlang der Ringstraße

Während hierzulande bei wechselndem Wetterglück und niedrigen Temperaturen nur die Außengastronomie öffnen darf, ist man in Wien schon ein Stück weiter. In Verbindung mit einem strengen Hygienekonzept sind in Wien Café- oder Restaurantbesuche wieder möglich. Heute schauen wir uns drei Wiener Cafés an der Ringstraße im 1. Wiener Gemeindebezirk mit besonderem Ambiente etwas näher an, die alle einen Besuch wert sind.

Mit der Wiedereröffnung der Gastronomie kehrt ein Stück Normalität zurück in den Alltag der Wienerinnen und Wiener. So auch im renommierten Rathauskeller am Rathausplatz 1, im 1. Wiener Gemeindebezirk. Wo mit dem Café Zeit, ein ganz besonderer Ort der Entspannung dazu einlädt, einen Moment lang innezuhalten und zu verweilen. Und das im wunderbar neu gestaltetem Arkadenhof. Mit dem Café Zeit öffnet ein lang ersehnter Ort mit einzigartigem Ambiente inmitten der Arkadenbögen.

Beim Bau des Rathauses in den 1880er Jahren war der Arkadenhof eine Verkehrsfläche für Pferdefuhrwerke. Später diente er als Parkplatz für deren motorisierte Nachfolger. Erst Ende der 1980er Jahre wurden die Autos aus dem geschichtsträchtigen Hof verbannt. Stattdessen ließ die Stadt Wien die eine Hälfte der so gewonnen Fläche begrünen und Sitzgelegenheiten aufstellen. Die andere Hälfte wurde für Veranstaltungen genutzt. Erst im Jahr 2020 wurde die Neugestaltung des Arkadenhof abgeschlossen – leider zeitgleich mit Einführung der Corona-Maßnahmen. Mit der Gastro-Öffnung steht einem Besuch im Café Zeit endlich nichts mehr entgegen.

Ab 4. Juni ist die Wiener Innenstadt um eine weitere Pop-Up-Location reicher: Am Maria-Theresien-Platz haben Gäste die Möglichkeit, an der frischen Luft, an einem besonderen Platz in der Stadt zu sitzen und bei Kaffee und Snacks eine entspannte Auszeit zu nehmen. Ebenso vielfältig wie die Ausstellungen im Kunsthistorischen Museum Wien ist nämlich auch die Speisekarte des Café & Restaurants im KHM. Im stilvollen Ambiente der Kuppelhalle können die Eindrücke verarbeitet und diskutiert werden, während man sich stärkt und hinaus auf den Maria-Theresien-Platz blickt. Besonders beliebt ist das „Dinner im Museum“, bei dem auch eine eigene Führung durch das Museum inkludiert ist. Dieses Angebot ist ab 3.6. wieder zu ausgewählten Terminen verfügbar.

Das Kunsthistorische Museum (KHM) ist ein Kunstmuseum in der österreichischen Hauptstadt Wien. Es zählt zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. Es wurde im Jahr 1891 eröffnet und 2018 von ca. 1,75 Millionen Menschen besucht. Es gehört mit seinem Schwestergebäude, dem gegenüber liegenden Naturhistorischen Museum, zu den bedeutendsten historistischen Großgebäuden der Ringstraßenzeit. Zusammen umschließen sie den Maria-Theresien-Platz, auf dem das gleichnamige Denkmal steht. Dieser Platz bedeckt einen Teil des ehemaligen Glacis zwischen heutiger Ringstraße und Zweierlinie und bildet ein Ensembledenkmal, das auch zum Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien gehört. Also der perfekte Rahmen für eine gepflegte Tasse Kaffee.

Wien wäre nicht Wien, ohne die Gastgärten der Kaffeehäuser während der Sommermonate. Die Eröffnung der Schanigärten ist daher für die Wienerinnen und Wiener immer ein ganz besonderer Moment. Auch Wiens ältestes Ringstraßencafé, das Café Schwarzenberg, verfügt über einen besonders schönen Schanigarten: Hier finden Gäste reichlich Platz, um Apfelstrudel, Sachertorte und Melange aus fair gehandeltem Kaffee oder ein Gulasch zu genießen. Das Café Schwarzenberg wird sowohl von Wienern als auch von Touristen frequentiert. Neben kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen und Konzertabenden gibt es an mehreren Tagen der Woche abendliche Kaffeehausmusik.

Das Café Schwarzenberg an der Ringstraße im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt – es befindet sich am Kärntner Ring 17 gegenüber dem namensgebenden Schwarzenbergplatz – hat aber auch ein bemerkenswertes Innenleben: Eine Besonderheit ist die original erhaltene Einrichtung vom Ende des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Wiener Kaffeehäusern zählten Künstler und Literaten nicht zur Stammklientel. Vielleicht sollte ich bei meinem nächsten Wien-Aufenthalt dem Café Schwarzenberg einen Besuch abstatten um so den Literaten-Anteil am Publikum zu erhöhen…

Quellen: ots, ots.at, Wikipedia, Gastronews Wien; Bildrechte: Titelbild Gugerell/Wikipedia, Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication, Bild Alek Kawka/Gourmet/ots.at, Bild Gourmet/ots.at, Andreas Faessler/Wikipedia, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International. Aktuelle Öffnungszeiten bitte im Internet abfragen!

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17 Gedanken zu “Wien öffnet: drei besondere Cafés entlang der Ringstraße

    1. Das ist ja gerade das Besondere an der Kaffeehaustradition: man kann sich von Kellnern ungestört an einem kleinen Braunen festhalten. Hebt man aber die Augen suchend von der dort entliehenen Zeitung, dann materialisiert sich augenblicklich der Ober neben einem und nimmt bereitwillig eine weitere Bestellung entgegen. Ich habe es in Kaffeehäusern sogar schon erlebt, dass mir unaufgefordert Wasser nachgeschenkt wurde. Für mich ist das mehr, als eine Geste…

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    1. Ich bin auch schon in den Startlöchern. So ein Kaffeehaus von innen, das wärs schon. Vor allem bei dem mäßigen Frühling – zumindest was Sonnenstunden betrifft. Die Natur hingegen findet es toll. Aber nächste Woche soll es ja endlich warm werden…

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    1. Danke für die Bestätigung. Das Sacher in Salzburg ist auch schon offen, das in Innsbruck braucht wohl noch etwas. Etwa zwei Wochen nach meiner zweiten Covid-Impfung werde ich mich in den Zug setzen und die Kaffeehäuser in Salzburg persönlich überprüfen. Zumindest habe ich das fest vor.

      Gefällt 2 Personen

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