Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #Buch/Bücher

Mein neunter Beitrag für die Fotochallenge von ROYUSCH-UNTERWEGS. Er schreibt in seinem Blog: „Bei diesem Projekt soll des darum gehen, dass ich einmal pro Woche (Sonntags) einen Begriff vorgebe und Ihr dann die Woche über Zeit habt für Euch einen Beitrag zu erstellen und auf meinen zu verlinken; aber das kennt Ihr ja schon. Auch für dieses Projekt gilt: keiner muss, jeder kann und wie immer nur ein Bild. Hier jetzt der sechzehnte Begriff, der lautet: Buch/Bücher.“

Und weiter: Ein Buch (lateinisch liber) ist nach traditionellem Verständnis eine Sammlung von bedruckten, beschriebenen, bemalten oder auch leeren Blättern aus Papier oder anderen geeigneten Materialien, die mit einer Bindung und meistens auch mit einem Bucheinband (Umschlag) versehen ist. Laut UNESCO-Definition sind (für Statistiken) Bücher nicht periodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten oder mehr. Elektronisch gespeicherte Buchtexte nennt man „digitale Bücher“ oder E-Books. Eine andere moderne Variante des Buches ist das Hörbuch.

Hier mal ein paar Beispiele zur Bedeutung des Begriffs Buch/Bücher:

  • größeres, gebundenes Druckwerk; (ein dickes Buch, ein Buch in Leder, ein Buch von 1 000 Seiten, Bücher binden)
  • Wendungen, Redensarten, Sprichwörter (Goldenes Buch (Gästebuch einer Stadt), das Buch der Bücher (die Bibel), wie ein Buch reden (umgangssprachlich: sehr viel, unaufhörlich reden), jemandem/für jemanden ein Buch mit sieben Siegeln sein (für jemanden unverständlich, nicht durchschaubar sein; nach Offenbarung 5, 1–5))
  • in Buchform veröffentlichter literarischer, wissenschaftlicher o. ä. Text (ein spannendes Buch, ein Buch herausgeben, ich habe alle Bücher dieses Autors gelesen)
  • Wendungen, Redensarten, Sprichwörter schlaues Buch (umgangssprachlich: Buch, das viel Information enthält, z. B. ein Lehrbuch oder ein Nachschlagewerk)
  • Teil eines gegliederten Werkes (die fünf Bücher Mose, das Zehnte Buch Sozialgesetzbuch)
  • Drehbuch (das Buch für einen Film schreiben)“

Für mich immer eine doppelte Herausforderung. Schließlich muss ich den Begriff der Challenge mit dem Thema meines Blogs kombinieren, nämlich Kaffee. Und da hatte ich auch schon Ideen: zum Beispiel eine Tasse Kaffee und ein Reiseführer oder ein Buch, dass ich zum Kaffee oder über Kaffee gelesen habe. Ein schönes Bild – ein Cappuccino im Lesecafé von Hugendubel – hatte leider keine vernünftige Auflösung, das Original ist verschollen…

Doch dann kam mir die Idee! Es muss ja nicht unbedingt ein Buch sein, dass man liest. Es kann ja auch eines sein, dass man schreibt. In diesem Fall mein Korfiotisches Kaffee-Tagebuch.

Eigentlich wollte ich durch den nördlichen, den älteren Teil von Makrádes nur kurz durchfahren. Schließlich hatte ich gerade zu Füßen der Festung Angelókastro Frappé getrunken. Erst ging es durch Olivenhaine, dann schlitterte ich durch Kríni. Schlittern, weil gerade um die Dorfmitte die Straßen mit blankgewetztem Marmor gepflastert sind. Für den geneigten Rollerfahrer keine Herausforderung, aber gewöhnungsbedürftig. In der Dorfmitte steht ein großer Baum, das dazugehörige Kafenio hat leider geschlossen. Also rutschte ich weiter nach Maklrádes und damit zurück zur Hauptstraße.

Der neuere Teil von Makrádes hat sich an der Kreuzung gebildet und ein Stück entlang der Landstraße, die heute das Dorf umgeht. Der vom Durchgangsverkehr erlöste ältere Teil ist das ursprüngliche Dorf und die Dorfstraße so eng, dass sie nur in einer Richtung befahren werden darf. Einmal durchgefahren, auf der Umgehung zurück zum Ortseingang – umdrehen ging ja schlecht – und nochmal in den Ort. Makrádes ist so lauschig, dass man – Koffeinspiegel hin, Koffeinspiegel her – einfach rasten muss. In der Mitte steht ein Baum (ich erkenne ein Muster!) und dieses Kafenio hat geöffnet.

Und dieses Dorfcafé ist so typisch, wie es typischer nicht sein kann. Auf der Bank lümmeln die Haus- und Dorfkatzen und neben Kaffee, Snacks und Waren des täglichen Bedarfs gibt es eine kleine Poststation, also es gibt im Café an der Theke auch Briefmarken und andere postalische Dienstleistungen. Ich nehme einen ebenso typischen griechischen Mokka! Da es im Dorf keine Parkplätze gibt und sich die wenigen Touristen mit der Einbahn- und Parkregelung überfordert sehen, habe ich das Dorf für mich alleine.

Das ist der richtige Moment um mich meinem Korfiotischen Kaffee-Tagebuch zu widmen. In diesem Urlaub ein antik aussehendes kleines Büchlein mit einem roten Merkbändchen, zwischen den Buchdeckeln weiße Seiten, bereit von mir beschrieben zu werden. In diesem Buch werden Eindrücke, Besonderheiten und natürlich getrunkene Kaffees festgehalten. Doch es ist mehr, es enthält die Stichworte für ein virtuelles Buch, für meine Einträge in diesem Blog. So hat es mehrere Funktionen: Notizbuch, Tagebuch und gleichzeitig die Grundlage für Reiseberichte und Kaffeegeschichten. Und natürlich Buchführung für ganz besondere Kaffee-Momente – so wie diesen.

Die Katzen dösen im Schatten des Baumes. Auf dem weißen Metalltisch liegen Piniennadeln. Ein Wassertropfen schlängelt sich am beschlagenen Wasserglas herunter, eiskaltes Wasser, ja das muss sein zum Kaffee. Die Kaffeekrümel haben sich inzwischen am Tassenboden abgesetzt. Jetzt kann man ihn trinken, ohne befürchten zu müssen den Mund voller Kaffeesatz zu haben. Aus dem Kafenio dringt das Gemurmel von Stimmen und das Gedudel griechischer Popmusik auf die Straße. Ich atme durch, die Luft schmeckt würzig, nach Harz, wilden Gräsern und einem Hauch Meersalz. Ja, das ist einer dieser besonderen Kaffee-Momente, würdig in mein Korfiotisches Kaffee-Tagebuch geschrieben zu werden…

Diesmal haben mich besonders beeindruckt:

Freidenkerin

Windrose.rocks

Jetzt einen griechischen Mokka?

Ja gerne! Lass uns gemeinsam einen griechischen Kaffee-Moment genießen! Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich über ein freiwilliges Trinkgeld!

1,70 €

11 Gedanken zu “Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #Buch/Bücher

  1. Als großer Fan des Korfiotischen Kaffee-Tagebuchs fieberte ich hier wieder ganz besonders mit. Ich saß förmlich neben dir, in dem
    kleinen Kaffee, und schielte über deine Schulter, neugierig, auf das, was du in dein Büchlein schreibst. Danke, dass du mich einen Moment aus dem Alltag gerissen und nach Korfu entführt hast. 😃 🇬🇷 ☕️

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  2. Vielen Dank für die Erwähnung 🙂 Ich freue mich, dass dir mein Beitrag so gut gefallen hat. Ich kann es nur zurückgeben. Ich bin immer sehr gespannt, wie du die Challenge in Verbindung mit deinem Thema Kaffee lösen wirst. Eventuell ein Buch über Kaffee? Aber ein Buch, das man selbst schreibt, das ist toll. So ein Notizblock (nicht so edel wie deines) hatte ich zur Anfang auch immer bei meinen Reisen dabei, um die ersten, aufkommenden Eindrücke festzuhalten. Heute versuche ich, wenn möglich, mit Laptop zu verreisen und überall, wo das nicht geht, nutze ich eine Sprach-App auf meinem Smartphone. Gut, das sieht wohl komisch aus, wenn ich wie ein Reporter in das Handy spreche 😉 und es gibt sicher Plätze auf dieser Welt, da sollte man sowas tunlichst unterlassen, aber bisher hat es gut funktioniert. Nur: die App biegt sich bald vor lauter „unerledigter“ Sprachnachrichten, die noch zu Bloggeschichten werden wollen…

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    1. Ich bin da eher altmodisch. Ein Notizbuch bietet Platz für alles, was mir so in den Sinn kommt und ist meine Gedankenstütze, wenn ich dann später die Geschichten aufschreibe. Sie ergänzen die Bilder, die ich gemacht habe und halten fest, was man auf ihnen nicht sehen kann, wie Gerüche und Geräusche. Digitale Aufnahmen ginge natürlich auch, das ist nur eine Frage der Routine. Ich bin halt – wie schon gesagt – da etwas altmodisch…

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  3. eine gute Idee das erlebte in einem persönlichen Buch festzuhalten. Ich habe mich immer in die sogenannten Gipfelkreuzbücher in den Bergen eingetragen. Namen , Datum und Wohnort ! Es hat Spaß gemacht in diesen Büchern auch gerne mal zu blättern und ich habe schon Namen bzw. Einträge gesehen da wohnten die Menschen vor mir fast in der Nachbarschaft von mir.
    Wer dies erfunden hatte ein wirklich tolle Idee !!!

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    1. Ja, Gipfelbücher kenne ich. Da gibt es dann oft auch Stempel, mit denen man eigene Bücher, zur Not auch Wanderbücher oder Wanderkarten bestempeln kann, als Beweis, dass man tatsächlich dort war – und als eine schöne Erinnerung. Oft gibt es aber auch im Tal die Möglichkeit sich in ein Buch einzutragen, mit Name, Datum, Ziel der Wanderung und geplanter Strecke. Solche Bücher gibt es zum Beispiel in oder an Rathäusern oder Fremdenverkehrsbüros. Der Sinn ist, dass man eine Spur hinterlässt, sollte man – aller Vorsicht zum trotz – verloren gehen.

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      1. ja genau , kennst dich ja bestens aus. Die Gipfelbücher sind in Metallkassetten am Kreuz angebracht und es beweist das man oben war.
        Das mit dem eintragen im Tal habe ich zwar noch nie gemacht, ist aber eine sehr gute sinnvolle Idee, vor allem wenn man alleine unterwegs sein sollte.
        Es muss ja nicht gleich immer was schlimmes passieren und oft reicht schon eine Zerrung oder Prellung die das „laufen“ nicht mehr möglich macht.

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  4. Vielen Dank Tom, dass auch du wieder mit diesem, wie immer interessanten Beitrag, bei meiner Challenge dabei bist 😊
    Es muss sicherlich spannend sein, solch ein Kaffee-Tagebuch zu führen, wenn man später noch mal nachlesen kann, was für schöne Momente man erlebt hat. Dein Bild zeigt ja auch, dass es schon einige schöne Momente erlebt hat, toll!!!
    Liebe Grüße
    Roland

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  5. Deine Schilderung liest sich so schön, dass ich mich am liebsten sofort auf den Weg nach Korfu machen würde – eine Insel, die seit langem schon auf meiner Will-sehen-Liste steht. 😉
    Vielen Dank für’s Erwähnen meines Blogs.
    Ich grüße dich, und wünsche dir einen schönen Tag!

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