Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #Schwarzweiß

Mein siebter Beitrag für die Fotochallenge von ROYUSCH-UNTERWEGS. Er schreibt in seinem Blog: „Bei diesem Projekt soll des darum gehen, dass ich einmal pro Woche (Sonntags) einen Begriff vorgebe und Ihr dann die Woche über Zeit habt für Euch einen Beitrag zu erstellen und auf meinen zu verlinken; aber das kennt Ihr ja schon. Auch für dieses Projekt gilt: keiner muss, jeder kann und wie immer nur ein Bild. Hier jetzt der zwölfte Begriff, der lautet: SCHWARZWEISS.“

Und weiter: „Alle Farben außer Schwarz sind Reflexionen sichtbaren Lichts. Schwarz ist die Abwesenheit von Licht. Im Gegensatz zu Weiß und den anderen Farben kann reines Schwarz in der Natur ohne jegliches Licht existieren. Weiß wird bisweilen als Farbe gesehen, da weißes Licht alle Farben des sichtbaren Lichtspektrums enthält.

Als Beispiele könnte man anführen: Schwarzweiß malen (undifferenziert, einseitig positiv oder negativ darstellen); eine Fotografie in Schwarzweiß. Aber auch diese Begriff ist sehr vielseitig.

Hier mal ein paar Beispiele zur Bedeutung des Begriffs Schwarzweiß:

  • schwarz und weiß (ein schwarz-weiß gestreifter Rock, schwarz-weiß malen (einen Sachverhalt undifferenziert, einseitig positiv oder negativ darstellen))
  • in Schwarz, Weiß und Abstufungen von Grau (ein schwarz-weißes Foto, schwarz-weiß fotografieren)

Ihr werdet sicherlich ein „Schwarzweiß“ finden und mit einem Bild verbinden können. Es muss kein SW-Bild sein, es kann auch ein Bild sein, welches einen SW-Gegenstand enthält.“

Für mich immer eine doppelte Herausforderung. Schließlich muss ich den Begriff der Challenge mit dem Thema meines Blogs kombinieren, nämlich Kaffee. Daher war mein erster Impuls, ein schönes Foto von einer meiner beiden Kenia-Reisen mit einem Zebra drauf zu verwenden, auch nicht zielführen. Das Tier selbst ist zwar hübsch schwarzweiß, allerdings war es unmöglich es auch davon zu überzeugen irgendwas mit Kaffee zu machen.

Zweiter Anlauf. Diesmal ging ich meinen Ordner mit Kaffeebildern durch, den Ordner, der meinen individuellen Bildhintergrund auf meinem Laptop speist. Und da kam mir der rettende Einfall! Diesmal geht es mal nicht nach Griechenland, sondern in den iberischen Sprachraum. Und es ist wieder eine Insel…

 

Mallorca – ein Paradies für Kaffee-Fans! Wer meint, die Balearen-Insel ist nur gut für Ballermann, Party und Sangria aus Eimern, der tut Mallorca Unrecht. Gerade Palma de Mallorca hat neben dem Tourismus – oder vielleicht sogar trotz des Tourismus – eine gut erhalte Café-Kultur. Dabei vermischt sich oft Traditionelles mit Modernem. Wie zum Beispiel in der Rösterei Arabay, ein Unternehmen in der dritten Generation, dass heute in einer Cafeteria im Stil „Third Wave“ verkauft. Oder das Hostal Cuba, ein modernes Hotel mit einer stilvollen Bar in einem historischen Gebäude aus der Zeit des katalonischen Jugendstil. Oder das Café Gran Hotel, ein lichtes und ruhiges Café in einem der Wahrzeichen der Stadt.

Zu nennen wären auch die Dependancen der Kette Cappuccino Grand Café. Da ist das Cappuccino Grand Café im Hotel Mama, ein stilsicher eingerichteter Tempel der Gastlichkeit, in dem maurische Elemente mit der Moderne verschmelzen. Oder das Cappuccino Grand Café am Passeig Maritim mit einem phantastischen Blick auf den Hafen. Und schließlich das Cappuccino Grand Café San Miguel, in einem Palast, der erst aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden musste. Genau hier bleiben wir für unser heutiges Challenge-Foto hängen.

Auch wenn „Cappuccino Grand Café“ streng genommen eine Kette ist, sind alle Filialen Einzelstücke. Dabei geht es darum dem jeweiligen Ort sein Geheimnis zu entlocken. Architektonisch ist jedes Café einzigartig. Eine gehobene Küche, gut ausgebildete Baristi und ein aufmerksames Personal runden den ohnehin guten Eindruck ab. Kein Wunder, dass sich die Cappuccino Grand Cafés auf Mallorca einen festen Platz im Alltag der Mallorquiner erobert haben. Insgesamt gibt es 22 Standorte auf den Inseln Mallorca und Ibiza, sowie in den Städten Madrid, Valencia, Marbella, Gstaad und Jeddah.

Wie das Konzept funktioniert, dass kann man sehr gut am Cappuccino Grand Café San Miguel in Palma de Mallorca erklären. Das historisch bedeutsame Gebäude war eines von vielen maroden Stadtpalais, die vom Abriss bedroht sind. Doch statt das Alte abzureißen und etwas Modernes in die so entstandene Lücke zu füllen, wurde dieses Palais gerettet. Schon die schiere Größe erinnert an die opulenten Kaffeehäuser Ende des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung ist hochwertig und gediegen und unterstreicht unaufdringlich den Eindruck eines Palastes. Das Gebäude umschließt einen Garten wie eine Oase inmitten der Hektik der Balearen-Hauptstadt.

„Die Nummer 53 der Calle San Miguel in Palma de Mallorca ist zur Ikone des Cappuccino geworden. Es ist der Grundstein einer Marke mit weltweiter Anziehungskraft, die jedoch dem Kern ihrer Wurzeln treu bleibt, perfekt symbolisiert durch diesen mallorquinischen Palast. Wenn man es jetzt betrachtet, ist es schwer vorstellbar, in welchem ​​Zustand wir uns befanden, oder den Eindruck zu vergessen, den es gemacht hat, als wir zum ersten Mal die Schwelle überschritten haben. es war, als hätten wir einen Schatz entdeckt, der jahrelang vor jedermanns Nase verborgen war. Um genau zu sein, seit 1926. “ So beschreibt „Mr. Cappuccino“ Juan Picornell die Entdeckung des Anwesens.

Can Contestí heißt das Haus in der Carrer de Sant Miquel 53, im Buch „The House and Time“ als eines der außergewöhnlichen architektonischen mallorquinischen Häuser, die geschlossen bleiben, bis sie renoviert werden, beschrieben wurde. Der Anblick ist in der Tat majestätisch. Man betritt das Gebäude heute durch eine Art Innenhof, inzwischen überdacht und Teil des Cafés, durchschreitet dann das Haupthaus um schließlich in einem phantastischen Garten zu landen. Vor der Renovierung war das Haus ein Trümmerhaufen und der Garten so zugewachsen, dass man in den dritten Stock gehen musste um seine Größe zu ermessen.

18 Monate dauerten die umfangreichen Bauarbeiten. Jetzt finden neben dem Café auch die Firmenzentrale der Cappuccino Group darin Platz. Doch Prunkstück ist und bleibt der Garten, blumenumrankt und mit einem kleinen Brunnen, in dem Vögel baden. Der Trubel der Innenstadt bleibt außerhalb der Mauern und die Nachmittagssonne bahnt sich ihren Weg durch die Bäume. Hier habe ich einen Café bonbón genossen, einen Café solo mit gesüßter Kondensmilch.

Basis der balearischen Kaffeekultur ist der Café solo, ein Kaffee aus dunkel gerösteten Bohnen, bei dem das heiße Wasser mittels hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst wird. Man kann es erraten: es entspricht dem Espresso. Der Cortado ist ein Café solo mit mit etwas geschäumter oder heißer Milch, der Café con leche ist ein Café solo mit der gleichen oder doppelten Menge heißer Milch – das Standardgetränk zum Morgen!

Der Café americano ist, wie in Italien auch, ein verlängerter Espresso. Den Namen hat er daher, dass den amerikanische GI’s der Espresso zu stark war und sie ihn deshalb mit mehr Wasser getrunken haben. Typisch für Mallorca hingegen ist der Carajillo, ein Café solo mit Schuss, üblicher Weise mit Amazona, einem hochprozentigen Rum-Likör. Der Café bonbón ist ein Café solo, der über eine Schicht gesüßte Kondensmilch gegossen wird. Gibt man dem Ganzen noch eine Haube aus Milchschaum wird daraus ein Café leche leche.

Das Richtige für heiße Tage ist der Café con hielo. Hier bringt die Bedienung meistens zwei Gläser. Eines mit dem Kaffee und eines mit Eiswürfeln. Den Kaffee kann man nach Belieben süßen und gießt ihn dann über die Eiswürfel. Analog dazu gibt es auch einen Cortado con hielo und Café leche con hielo. Eine weitere Erklärung erübrigt sich. Jetzt muss man nur noch vor sein Wunschgetränk ein „Voldria…“ setzen und den Satz mit einem „per favor!“ beenden. Und schon ist unsere Bestellung auf Mallorquin fertig. Fins un altra y adéu!

Doch zurück zu meinem Café bonbón: diesen Kaffee habe ich genossen als Abschluss einer Mallorca-Kurzreise. Das Café stand noch auf meiner To-do-Liste und musste am Ende eines ohnehin ereignis- und kaffeereichen Tages unbedingt noch besucht werden. Die Nachmittagssonne erwärmte den kleinen Innenhof des Can Contestí . Obwohl Ende November war hier noch T-Shirt-Wetter. Die freundliche Bedienung stellte mir meinen Café bonbón auf den Marmortisch. Das Schwarz des Café solo noch getrennt von Weiß der gesüßten Kondensmilch, gekrönt von einer goldenen Crema. Ein Genuss! – und ein schöner Abschied von der Insel…

Jetzt eine schöne Tasse Kaffee?

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27 Gedanken zu “Royusch Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #Schwarzweiß

  1. Sehr schön gelöst! Ich war schon gespannt, wie du diesmal die Challenge umsetzen wirst. An das Zebra übrigens habe ich auch gedacht 😉 oder an die Schwarzweißkatze meiner Mutter…

    Bei der Beschreibung der Cafés ist es fast schon schade, dass nur ein Bild gepostet werden darf. Ich hätte die Inneneinrichtung gern gesehen. Hast du vielleicht einen Beitrag dazu?

    Vielen lieben Dank für die lobende Erwähnung und Verlinkung, das Grinselama hat sich sehr gefreut. Und ich auch 😉

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  2. Musste mir erst nochmals die Vorgaben zum Thema durchlesen, weil ich auf dem Bild schwarz weiß suchte und habs nun kapiert. 😉
    Der Beitrag ist richtig schön, zumal ich die wunderschönen Inseln Mallorca und Ibiza sehr vermisse, mich nach wieder wunderschönen Tagen dort sehne!
    Dankeschön fürs verlinken und liebe Grüße von Hanne für einen guten Start in die Woche! 🌞🍀🌼

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  3. Vielen dank Tom, dass auch du wieder mit diesem sehr interessanten Kaffeebeitrag und dem Bild des Café bonbón bei meiner SW-Challenge dabei bist 😊
    Sollte ich mal wieder nach Mallorca kommen, dann werde ich sicherlich eines dieser Cafés mal aufsuchen. Normalerweise kenne ich Mallorca nur im Norden oder die Nordost-Ecke, da mich Palma immer wegen Ballermann und Co abgeschreckt haben. Aber jetzt interessiert es mich schon, wie es in diesen Kaffeehäusern ausschaut.
    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche
    Roland

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    1. Palma ist eine sehr schöne Stadt mit vielen schönen Gebäuden aus dem spanischen Jugendstil – z.B. von Gaudi! – vielen netten Ecken und Cafés. Ballermann und Schinkenstraße sind Gott sei dank weit genug entfernt… Gruß Zom & bis nächste Woche…

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      1. Ein sehr interessanter Beitrag zu der interessanten Stadt, die ich sehr mag. Aber Dein Bericht lässt die Stadt wieder mit anderen Augen sehen. Ich freue mich schon, wenn ich mal wieder nach Palma kommen und Deine Tipps umsetzen kann.

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          1. Vielen Dank. Deine Kaffee-Reisen sind wirkliche Quellen der Inspiration. So kann man die Städte aus einer völlig anderen Sicht entdecken und vor allem in den beschriebenen Cafés mal innehalten. Ich lese die Berichte immer sehr gerne.

            Gefällt 1 Person

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