Meine Corona-Tassenwoche: Donnerstags grün

Wie sich durch die anhaltende Corona-Krise mein Arbeitsalltag verändert hat, lässt sich anhand meiner veränderten Tassenwoche ablesen. Meine Tassenwoche beginnt nämlich am Donnerstag, dem Tag meiner ersten Taxischicht der Woche – Kurzarbeit lässt grüßen! Und so beginnt ein Ablauf, wie er sich an den zwei darauf folgenden Tagen wiederholen wird.

Zwischen Zähneputzen und Duschen müssen nämlich Brote geschmiert und – ganz wichtig! – Kaffee gekocht werden. 50 g Bohnen in die Mühle, 700 ml gefiltertes Wasser in den Wasserkessel. Damit erspare ich mich spätere Messungen. Zubereitet wird in aller Regel mit dem Hario-Filter V60 für ein bis vier Tassen. Für meine 700 ml optimal!

Kocht das Wasser wird der Kaffee erstmal angefeuchtet und darf nun quellen. Dann wird mit langsam kreisenden Bewegungen aufgegossen. Da mein – inzwischen elektrischer –  Wasserkessel einen Schwanenhals hat, habe ich immer Kontrolle über die zufließende Wassermenge. Während der Kaffee fertig durchtropft wird die Thermoskanne mit heißem Wasser gespült. 500 ml kommen in die Kanne, der Rest kommt in die Tasse.

So sehr sich dieser Ablauf gleicht, so unterschiedlich sind die Tassen. Für den Donnerstag – also meinen gefühlten Montag – kommt nur eine Tasse in Frage: die giftgrüne. Zugelaufen ist mir die an einem Parkplatz, der von Herkulesstauden komplett zugewachsen war. Es war ein heißer Tag und die giftigste Pflanze, die bei uns wächst, dünstete ihr Gift aus. Sofort begann meine Haut zu jucken und ich ergriff die Flucht. Aber nicht ohne die grüne Tasse, die achtlos am Straßenrand abgestellt worden war, mitzunehmen.

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Mein Arme wusch ich im nächsten öffentlichen Brunnen, die Tasse in der Spülmaschine. Die giftigen Rückstände dürften also längst entfernt sein. Oder etwa nicht? Für den Start in meine Woche jedenfalls die ideale Tasse. Was folgt ist ein Arbeitstag, der einigermaßen an die Zeit vor Corona erinnert. Zumindest ist der Umsatz in der Regel gerade noch akzeptabel. Morgen schon wird sich das ändern…

Jetzt eine schöne Tasse Kaffee?

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13 Gedanken zu “Meine Corona-Tassenwoche: Donnerstags grün

  1. Nette Geschichte! Sie erinnert mich an meine zwei Bürotassen. Die benutzen meine Töchter, seit ich zuhause im Homeoffice bin, morgens zum Frühstück. Sie haben sie auch adoptiert bzw. in Pflege genommen (vielleicht kehre ich ja irgendwann ins Büro zurück).

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