Internationaler Tag des Glücks – und was Kaffee mit Glück zu tun hat

Zum neunten Mal wird am heutigen 20. März 2021 der Internationale Tag des Glücks gefeiert. Er wurde von der UN-Hauptversammlung am 28. Juni 2012 beschlossen und wird seit 2013 begangen. Der Internationale Tag des Glücks soll insbesondere für aktionsbasierte Programme genutzt werden, die zu einem höheren Grad an Verbundenheit und Bildung führen. Das Streben nach Glück sei kein banales Thema, sondern ein ernst zu nehmendes Hauptthema in der Arbeit der Vereinten Nationen und soll daran erinnern, welche Bedeutung Glück und Wohlergehen als Ziel im Leben der Menschen haben.

Gerade in schwierigen Zeiten kann individuelles Glück von besonderer Bedeutung sein. Der Psychotherapeut und Homöopath aus Karlsruhe Dr. med. Thomas Bonath nimmt den Tag des Glücks zum Anlass, das „Glück der kleinen Dinge“ zu feiern. Denn das gibt es, der Corona-Krise zum Trotz, fast immer und überall. Zum Glück, denn viele von uns freuen sich gerade jetzt über ein kleines bisschen Glück. So erklärt Dr. Bonath, wie man kleines Glück potenzieren kann:

„Das Zauberwort heißt Selbstwirksamkeit“, erläutert Dr. Bonath. „Das bedeutet, dass man sich positive Dinge vornimmt und sie auch umsetzt.“ Diese Dinge können beliebig klein sein – ein bewusster Atemzug, eine genussvolle zweiminütige Kaffeepause, der Griff zum Telefonhörer, um einen alten Freund mal wieder anzurufen. Egal wie schwierig unsere Situation sein mag: Wir haben immer eine gewisse Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, unser Glück selbst in die Hand zu nehmen. „Allein diese Perspektive zu verinnerlichen und sich immer wieder daran zu erinnern, macht einen großen Unterschied“, weiß der Experte.

An der erwähnten Kaffeepause kann aber noch mehr dran sein. Vergleicht man nämlich den World Happiness Report – was in etwa etwa „Welt-Glücks-Bericht“ bedeutet – mit der Statistik der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee, dann finden sich erstaunliche Parallelen. So gibt es unter den Top Ten der jeweiligen Statistik sieben Übereinstimmungen, darunter vier skandinavische Länder.

Es ist kein Geheimnis, dass guter Kaffee glücklich macht. Zum einen hebt er einfach die Laune – das fängt bei dem köstlichen Duft an und endet beim fantastischen Aroma. Davon abgesehen, regt das Koffein auch die Ausschüttung körpereigener Glückshormone an, unter anderem setzt es Dopamin frei.

Es wäre gewagt von mir, würde ich behaupten das Glück alleine vom Kaffee abhängt. So liegt Deutschland zwar auf Platz sieben im Kaffeeverbrauch aber erst an 17. Stelle auf dem Glücks-Index. Da mögen soziale Sicherheit, Wohlstand und Bildungsmöglichkeiten auch eine große Rolle spielen. Was nichts anderes bedeutet, dass sich meine These nicht wissenschaftlich belegen lässt. Aber alleine aus der Beobachtung heraus lässt sich sagen, dass gerade die Länder die Glücks-Parade anführen, die die – gemeinsame! – Kaffeepause kultiviert haben.

Zu Corona-Zeiten lässt sich das vielleicht nur bedingt umsetzen, aber gerade deshalb sollten wir uns nicht davon abbringen lassen uns unseren kleinen Kaffee-Freiraum zu schaffen. Und ein kleiner Spaziergang im Park, so das Wetter es zulässt, mit einer guten Freundin und Kaffee in der Thermoskanne sollte trotz Corona-Einschränkungen möglich sein. Oder ein „gemeinsamer“ Kaffee am Telefon oder per Video-Call und man fühlt sich nicht mehr so alleine. Und gerade dann, wenn alle Stricke reißen, dann sollten wir auf eine kleine Kaffeepause nicht verzichten, während derer wir den Alltag mal während einer guten Tasse Kaffee abstreifen und den Kopf wieder frei bekommen für Neues.

Dr. Bonath sagt: „Der Volksmund ist hier sehr weise: Teilen Sie Ihre Sorgen – denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Und: Teilen Sie Glücksmomente, denn geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Auch kleine Glücks-Momente können – besonders wenn sie achtsam und dankbar wahrgenommen werden – Kraft geben. Und sogar dabei helfen, den Blick auf die Gesamtsituation positiv zu beeinflussen.“

Und lassen wir noch einmal die Homöopathie zur Wort kommen, genauer gesagt Dr. Gesine Klein, Leiterin Homöopathie der Deutschen Homöopathie-Union DHU: „Von der Homöopathie wissen wir, dass kleine aber kontinuierliche Impulse enorm viel bewirken. Wir möchten dazu animieren, die Wirkung kleiner Glücksmomente zu ‚potenzieren‘: Indem wir dazu einladen, das ‚Glück der kleinen Dinge‘ miteinander zu teilen. So kann aus viel kleinem Glück ein großes gemeinsames Glücksgefühl der Verbundenheit werden.“

Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich jedenfalls einen schönen Internationalen Tag des Glücks. Schlagen Sie der Pandemie ein Schnippchen und machen Sie Kaffeetrinken zu Ihrem ganz persönlichen Glücksmoment! Nutzen Sie die Dopamin fördernde Wirkung und mache Sie Kaffee zu Ihrem Glücks- und Zaubertrank. Und denken Sie bitte daran das „Glück der kleinen Dinge“ in Ihrem Alltag zu erkennen, mitzunehmen und wo immer möglich zu potenzieren. Und das geht am besten, indem man Glück teilt. Frei nach der Weisheit „Geteiltes Leid ist halbes Leid; geteilte Freud‘ ist doppelte Freud‘!“ Und denken Sie daran: jeder Tag kann Ihr Glückstag sein!

Bildrechte: Titelbild von Daniel Reche auf Pixabay, Logo von Juniperusco – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46637218, Bild von Alexandra ❤️A life without animals is not worth living❤️ auf Pixabay, Bild von StockSnap auf Pixabay, Bild von Ruth Pignal-Jacquard auf Pixabay, Bild von Hans Linde auf Pixabay; Quellen: Wikipedia, Statista, Mamis Kaffee, ots, Pressemeldung der DUH.

13 Gedanken zu “Internationaler Tag des Glücks – und was Kaffee mit Glück zu tun hat

  1. …UND NUN GEHT UND SEID GLÜCKLICH…

    Kaffee ist schon toll. Richtig guter Kaffee. Da gibt es enorme Unterschiede… doch seit wir unseren Kaffee aus einer kleinen Mannheimer Rösterei beziehen, freuen wir uns auf jede Tasse. Man testet sich durch alle Sorten hindurch: brasilianisch, nicaraguanisch, äthiopisch, diverse Mischungen… und irgendwann hat man den Dreh raus (Nicaragua!) und seinen Lieblingskaffee gefunden.

    Hast du übrigens gewusst, dass Kaffeeentzug bei starken Kaffeetrinkern Kopfschmerzen auslösen kann? Crazy aber wahr. Coffein hat einen größeren Einfluss als wir alle denken. Als ich für eine Studie den Kaffee (und jegliche Schokoladensorten, das Leben kann gemein sein…) weglassen sollte, hatte ich irgendwann so einen dumpfen, stetigen Kopfschmerz, der nie wegging. Andere Probanden erzählten mir, dass es ihnen genauso erging. Nach der ersten Tasse waren sie weg. Mein niedriger Blutdruck stieg wieder, ich war wieder ein Mensch! Also für mich ist Kaffee ein Segen 🙂
    (schrieb sie und nippte an ihrem schokoladig-aromatischen Nicaragua…)

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    1. Schön, wenn man seinen Lieblingskaffee gefunden hat. Noch besser, wenn der aus der kleinen Rösterei des Vertrauens im eigenen Ort kommt! Glückwunsch dazu! Und lass Dir gesagt sein: Nicaragua ist eine gute Wahl!

      Ich glaube im Übrigen nicht, dass Kaffee-Entzug direkt zu Entzugserscheinungen führt, denn – da sind sich die meisten Mediziner einig – Koffein führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit. Allerdings ist Kaffee ein sanftes Schmerzmittel. Es wäre möglich, dass nach dem Absetzen des Kaffees der Spannungsschmerz wieder durchkommt, den der Kaffee „weggedrückt“ hat. So gegen Monatsende kommt nochmal ein Artikel von mir zu diesem Thema….

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      1. Mediziner haben ihre Ansichten dazu und ich will ihr Wissen auch nicht infrage stellen. Nur reagieren Menschen äußerst unterschiedlich. Koffein erhöht den Blutdruck und wirkt sich auf die Kapillargefäße im Gehirn aus; wenn man es weglässt, könnte das schon mal je nach Empfindlichkeit einen Kopfschmerz auslösen. Ich bin zwar kein Spannungskopfschmerz-Kandidat, habe aber eine Neigung zu Migräne. Ich denke, das ist einfach eine Frage der persönlichen Prädisposition.

        Trotzdem kein Grund, um keinen Kaffee zu trinken 😉 Im Gegenteil, tue, was dir gut tut…
        *sprach sie und nippte an einer weiteren Tasse Nicaragua*

        Ich bin auf deinen Artikel gespannt. Wie auch sonst, wenn was neues von dir erscheint. Ich weiß nicht; es ist zwar „nur“ Kaffee, aber dir fällt so viel Spannendes dazu ein, dass man sich immerzu auf neues freut 🙂

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  2. Wie wunderbar! Bin gerade am Alkohol- und Süßigkeitenfasten, aber ohne Kaffee geht es nicht 😉. Und an den Internationalen Tag des Glücks werde ich heute denken, wenn ich die C-News lese oder, noch besser, sie möglichst ignoriere.
    Und jetzt gibt es erst einmal einen guten Cappuccino !

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  3. Ich wusste bisher auch nicht, dass es einen Internationalen Tag des Glücks gibt. Dein Beitrag kommt gerade jetzt zu richtigen Zeit. Du hast ihr wirklich gut geschrieben.
    Eine Tasse wirklich guten Kaffees mit Genuss und Zeit zu trinken, tut sehr gut. Wir zelebrieren das immer nach dem Essen, dann ist es allerdings ein sehr guter Espresso. Aber auch ein Tasse Kaffee mit Muße ist etwas Wunderbares. LG Marie

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