Robusta, Brühequipment, Kaffeemühlen – die neue Crema ist da!

Ist Robusta die schlechtere Bohne? Lange Zeit wurden Kaffeebauern, die aus klimatischen Gründen keinen Arabica-Kaffee anbauen konnten und deshalb auf die weniger lukrativen Robusta-Bohnen ausweichen mussten, bedauert, blieben ihnen doch die hohen Umsätze, die die vermeintlich edleren Sorten garantieren würden, versagt. Das war einmal. Inzwischen hat die Kaffeewelt erkannt, dass es auch beim widerstandsfähigeren und weniger anspruchsvollen Robusta wahre Schätze zu entdecken gibt. So weit, so bekannt Wie Robusta aber das Leben des Wahl-Berliners Mamy Dioubaté nachhaltig veränderte und was eine fast vergessene Canephora-Sorte in seinem Geburtsland Guinea damit zu tun hat, das steht in der neuen Ausgabe des Crema-Magazins, dass ich gestern im Briefkasten fand.

Es gibt wieder viel Lesenswertes: die Coffee-Basics vermitteln wichtiges Hintergrundwissen über echtes und gefaktes Fair-Trade, die „Bean Stories“ entführen uns nach Panama und die Kaffee-Reise zeigt uns Tel Aviv von einer Seite, die bisher nur wenige kennen. Ausführlich geht es dann um das Thema „Pour Over“ und wie man auch für kleines Geld nützliche Hilfsmittel zu dessen Herstellung erwerben kann – und wie das für mittleres und großes Geld geht. Vom Eintauchthermometer über die Feinwaage bis zum Refraktometer ist alles dabei.

Titelthema ist die Kaffeemühle, allerdings die nicht mit Strom, sondern mit Muskelkraft angetrieben werden. Sechs dieser Kurbeldreher hat Crema unter die Lupe genommen. Zu recht, denn moderne Handmühlen können längst viel mehr als die Modelle aus dem 19. Jahrhundert, die Kaffee eher zerquetschten, als ihn richtig zu mahlen. Darunter auch die Hario Mini-Slim, wie ich sie mein Eigen nenne und die bis zur Anschaffung der – elektrischen! – Graef CM 800 die einzige Möglichkeit darstellte wirklich mokkafein zu mahlen.

Das ist natürlich noch nicht alles. In der Rubrik „Brew Ratio“ geht es diesmal um den perfekten Espresso, in einem Portrait werden die Betreiber der Wetzlarer Kaffeerösterei „Bohnen & Soehne“ vorgestellt und der Crema-Rundruf stellt die Frage, was sich in der gebeutelten Kaffeeszene ändern muss. Und wäre das schon alles, dann hätte das Heft bestimmt keine 100 Seiten. Wer jetzt neugierig geworden ist, der muss es sich wohl kaufen. In den nächsten Tagen sollte es auch beim Zeitschriften-Dealer Eures Vertrauens eingetrudelt sein – so er öffnen darf…

2 Gedanken zu “Robusta, Brühequipment, Kaffeemühlen – die neue Crema ist da!

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