Truemorrow: Transparenz und Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau

Wie geht es den Menschen und der Natur in den Ursprungsländern unseres  Kaffees? Wo gibt es Lücken bezüglich eines zukunftsfähigen Anbaus, die geschlossen werden müssen? Und wie können wir Farmerinnen, Farmer und die Umwelt noch gezielter unterstützen? Fragen wie diesen geht Tchibo mit der Innovationsinitiative Truemorrow – Wortkomposition aus true = echt und tomorrow = morgen – auf den Grund. Denn: Nur wer mehr weiß, kann mehr verändern.

Eine fundierte und breite Datengrundlage über die Bedingungen von Anbau, über Arbeitsschutz, Ausbildung bis zur Bezahlung vor Ort liefert die unabhängige und gemeinnützige Organisation Enveritas, mit der Tchibo im Rahmen der Truemorrow-Initiative zusammenarbeitet. Die Ergebnisse werden auf der Website http://www.tchibo.de/truemorrow offen mit interessierten Kaffeetrinkern geteilt. Gleichzeitig arbeitet Tchibo in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern an passgenauen Nachhaltigkeitsprojekten vor Ort, um Farmerinnen, Farmer und die Umwelt gezielt zu unterstützen. Im ersten Schritt testet Tchibo diesen Ansatz der Datenerhebung an dem Produkt FOR BLACK ´N WHITE, dessen Anbauregion im Südosten Brasiliens liegt.

Auf Basis repräsentativer Stichproben hat die gemeinnützige Organisation Enveritas ein globales System entwickelt, um den Stand der Nachhaltigkeit auf Kaffeefarmen zu ermitteln. Enveritas identifiziert zunächst per Satellit die Anzahl der Kaffeefarmen in einer Region und bewertet erste Faktoren, beispielsweise die Entwaldung. Anschließend werden zufällig ausgewählte Farmen besucht, bei denen weitere Nachhaltigkeitsanforderungen geprüft und digital erfasst werden. Diese Daten werden anschließend zentral gesammelt und ausgewertet. Das Verfahren ermöglicht eine sehr hohe statistische Genauigkeit der Ergebnisse.

Für den Test wurden 664 Kaffeefarmen in Brasilien durch unabhängige Expertinnen und Experten von Enveritas besucht.  Dabei ging es sowohl um soziale, ökologische als auch ökonomische Standards in den ausgewählten Gebieten Sul de Minas, Cerrado, Alta Mogiana, Goiás und Pinhal. Das Ergebnis: 96 % des eingekauften Kaffees aus den Anbauregionen des FOR BLACK ‘N WHITE erfüllt bereits jetzt alle Grundanforderungen an Nachhaltigkeit. Das heißt, Aspekte wie Mindestlohn, Waldschutz oder auch der Verzicht auf verbotene Pestizide sind erfüllt.

Gemäß dem Truemorrow-Prinzip folgt dem „Mehr an Wissen“ auch der Anspruch an konkrete Verbesserungen vor Ort. Eingebettet in das Tchibo Kaffee-Nachhaltigkeitsprogramm wird durch die Initiative – neben erhöhter Transparenz – für gezielte Unterstützung gesorgt: In der Region Sul de Minas werden im Rahmen eines Pilotprojekts bewährte ökologische Anbaumethoden auf die konventionelle Landwirtschaft übertragen. Geplant ist unter anderem Bäume an Flussufern zu pflanzen, um das Ökosystem zu unterstützen.

Vor Ort ist Tchibo bereits gemeinsam mit anderen lokalen Organisationen aktiv, zum Beispiel mit Schulungen zu mehr Bodenfruchtbarkeit und Arbeitsschutz. „Es erfordert Überzeugung, Wissen, finanzielle Mittel und nicht zuletzt viel Mühe, eine Kaffeefarm nachhaltig zu bewirtschaften. Wir möchten die Farmerinnen und Farmer, die diesen Weg gehen wollen, unterstützen – mit Erfahrung, Beratung und gezielten Projekten. Mit unserer Truemorrow Initiative starten wir darüber hinaus einen spannenden Innovationsansatz um über unser Engagement transparent zu berichten. Wir wollen herausfinden, welche Relevanz diese Art der Kommunikation beim Kunden schafft und uns gleichzeitig der Herausforderung stellen, unser Engagement weiterzuentwickeln“, erklärt Tianne Groeneveld, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Tchibo.

Viele Tchibo Kaffees haben bereits ein Nachhaltigkeitssiegel, wie UTZ, Fairtrade oder Rainforest Alliance. So wie auch der Kaffee FOR BLACK ‘N WHITE, der UTZ-zertifiziert ist. Unabhängige Siegelorganisationen überprüfen, ob gewisse Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette erfüllt werden. Mit der eigenen Initiative Truemorrow geht Tchibo einen Schritt weiter und zeigt transparent und differenziert auf, in welchen Bereichen der Kaffee bereits nachhaltig ist, wo gezielt Maßnahmen stattfinden, jedoch auch, wo Tchibo in Zukunft stärker unterstützen muss. „Truemorrow ist kein weiteres Siegel, sondern eine Weiterentwicklung unseres ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes. Es geht uns darum herauszufinden, wo es noch etwas zu tun gibt, damit Farmerinnen und Farmer aktiv und gezielt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Anbau begleitet werden können – und das auf Basis von unabhängigen Untersuchungen der Organisation Enveritas“, so Groeneveld.

Zum Start der Initiative wurde das Design des FOR BLACK ‘N WHITE Kaffees angepasst: Mit dem Logo der Truemorrow-Initiative und einem QR-Code, der direkt zur Homepage von Truemorrow führt. Geschmack, Qualität und Ursprungsregion bleiben unverändert. Der Kaffee ist Online, im Handel und bei Wiedereröffnung auch in allen Tchibo Shops erhältlich. Für Coffeenewstom ist Truemorrow eine willkommene Quelle für zahlreiche Informationen rund um Kaffeeanbau und Nachhaltigkeit. Deshalb wird von dieser Aktion in naher Zukunft wohl mehr zu lesen sein…

Bidrechte und Quelle: Tchibo.

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