McDonald’s: Gratis-Kaffee mit Hindernissen

Die nächste Veränderung beim Gratiskaffee von McDondald’s. Und die erleichtert es einem nicht an den begehrten Gratiskaffee zu kommen. Noch vor einem Jahr ging das bedeutend einfacher: Um mitmachen zu können musste man einmal im Schnellrestaurant etwas kaufen und die Quittung dafür aufheben. Die Quittung ist wichtig, denn auf ihr befindet sich ein 12-stelliger Zahlencode. Dann ging es zum Bewertungsformular auf http://www.mcdonalds.de/deinfeedback. Hier konnte man die Qualität der Waren, die Sauberkeit des Restaurants und so weiter bewerten. Doch das war nur möglich, wenn man vorher den 12-stelligen Code von der Quittung eingegeben hat. Am Ende der Bewertung konnte man sich einen Gutschein für einen normalen Kaffee small oder ein sehr kleines Kaltgetränk ausdrucken.

Zwar gibt es diese Möglichkeit theoretisch immer noch, praktisch sind die Hürden für den Gratiskaffee wieder einmal höher geworden. Die Limitierung auf eine Bewertung – und damit einen Gutschein – pro Tag gab es schon von Anfang an. Vor einem halben Jahr und fast zeitgleich mit der Abschaffung des Ein-Euro-Kaffees kam dann eine zusätzliche Begrenzung auf fünf Bewertungen/Gutscheine pro Monat. Die nächste Hürde liegt im neuen Handling, dass in vielen Fällen dazu führt, dass man trotz Berechtigung keine Bewertung mehr abgeben kann und so auch keinen Gutschein mehr bekommt.

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Zum einen darf die Quittung nun nicht mehr älter als 48 Stunden sein – eigentlich! Ich komme gleich darauf zurück. Zum anderen gibt man nun nicht einfach wie gewohnt den 12-stelligen Code ein, man soll den Kassenbon so fotografieren, dass Code und Preis erkennbar sind und hochladen. In der Praxis erkennt das Programm den Code aber nicht richtig. Nun kann man „per Hand“ den Code berichtigen. Lustiger Weise versucht das Programm während dessen auch den richtigen Code zu finden. Es kann daher sein, dass der Code mehrfach berichtigt werden muss, weil das Programm, während man die Buchstaben- und Zahlenfolge berichtigt, seinerseits die Ziffern ebenfalls ändert. Ein Geduldsspiel.

Nun die nächste böse Überraschung: bei meinem Test wurden zwei von drei Quittungen, obwohl keine 48 Stunden alt, als ungültig zurückgewiesen. Damit keine Bewertung möglich und natürlich auch kein Gutschein. Erst die dritte Quittung wurde akzeptiert. Fazit: die neue Funktion mit dem Fotoupload bietet keine Erleichterung, sondern erhöht den Schwierigkeitsgrad. Bis man die Quittung fotografiert und hochgeladen und natürlich den fehlerhaft erfassten Code berichtigt hat, hätte man den Code viel einfacher und bequemer händisch eingegeben. Außerdem weist das Programm nun viele Codes einfach und ohne jede Begründung ab. Zwangsläufig gewinnt man den Eindruck, McDonald’s ist weder an einer Bewertung, noch an der Ausgabe des Gratiskaffees interessiert! Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Wenn sie den Gratiskaffee sparen wollen, dann sollen sie ihn einfach nicht mehr ausloben. Das wäre transparent und fair.

 

Bildrechte Titelbild: Bild von akiragiulia auf Pixabay.

 

7 Gedanken zu “McDonald’s: Gratis-Kaffee mit Hindernissen

  1. Ganz ehrlich, MC und auch die andere BK Kette haben in den letzten Jahre sowas von abgebaut. Schrecklich, das da überhaupt noch Leute hinrennen. Aber sind ja wohl meistens die Kids mit ihren Eltern oder jene Kids, die es nicht besser kennen. Inzwischen bekommt man in einem Haufen an Frittenschmieden besser Burger als bei denen.

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    1. Ich gebe zu, dass für mich als Taxifahrer das Restaurant zu goldenen Möwe häufiger der Nahrungsaufnahme dient, als mir lieb ist. Allerdings habe ich auf meinem Smartphone die entsprechende App, über die ich regelmäßig Rabatte bekommen. Zum regulären Preis habe ich in den letzten zwei Jahren so gut wie gar nichts gekauft. Ist auch mit dem Nachlass noch teuer genug, aber gerade jetzt, wo so viel zu hat, manchmal vertretbar.

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      1. Ich kenn das, hab ja auch ein paar viele Jahre Montage gemacht. Mal eben fix zwei XXL Menüs in den Wanst verladen war kein Ding.

        Vor zwei od er drei Jahren hatte ich dann aber das erste mal dieses zweifelhafte Vergnügen einen derartig geschmacklose aber vor allem trockenen Burgen essen zu dürfen. Da dachte ich noch, hat der Bräuer mal einen miesen Tag gehabt, kann ja mal vorkommen. Etwas weniger als ein Jahr später dann aber genau die gleiche Erscheinung.
        Mir ist bis heute ein Rätsel, wie man Burgerbrötchen so trocken bekommt und selbst die Bulette so geschmacklos? Ich meine das Zeug besteht doch eigentlich nur aus Geschmackszusatzstoffen. Aber eventuell stehen die geschmacklichen Zutaten heute auf dem Index. *lach* Für mich ist klar, die guten Zeiten sind vorbei.

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        1. Das mit der Schnelligkeit zusammen mit der hohen Verfügbarkeit ist halt verführerisch. Ich mache daheim meiner Meinung nach billigere und bessere Burger alleine mit Zutaten aus dem Penny. Aber die muss man ja machen. Trotzdem: Royal Käse und Big Tasty Bacon sind Legende. Und eigentlich ungesund…

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  2. Ach noch ganz vergessen, Du hast Ärger mit dem kostenlosen Kaffee (oder was das auch immer sein soll), ich komme schon mit dem normalen bestellen nicht wirklich klar. Früher ist man an eine Kasse gegangen, hat dort einen echten Menschen vor sich gehabt, der hat einen freundlich begrüßt, man hat seine Bestellung aufgeben und bezahlt und dann alles bekommen. Heute? Im digitalen Zeitalter angekommen, braucht man mindestens Päpohl *grins* um eine virtuelle Fläche zu bedienen.

    An dem Punkt fällt mir immer der Film Falling Down ein, die Burger Szene… 😉

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    1. Geht aber auch ohne Sturmgewehr. Meistens fahre ich eh nur durch den McDrive, außer die Schlange ist zu lang, dann gehe ich rein. Ich könnte auch über App bestellen und mit Karte, also online, bezahlen, McD geht aber prinzipiell aus meinem Trinkgeld-Fond. Und die Filialen, die für mich in Frage kommen, verfügen noch über eine altmodische Kasse mit Mensch!

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