Tausendkilometer-Outdoor-Kaffee

Ein richtiges Outdoor-Erlebnis für echte Männer: Schneesturm, arktische Temperaturen, unwegsames Gelände. Unter diesen widrigen Umständen wollte ich meine Kaffee-Überlebensausrüstung testen. Wird es mir gelingen mit diesem Setting einen Kaffee zu kochen?

Inspiriert wurde ich von meinem Blogger-Kollegen Alex und seinem Blog Tausendkilometer. Unermüdlich und bei jedem Wetter schwingt sich mein heimlicher Outdoor-Held in den Fahrradsattel. Über 40.000 Kilometer – eine Erdumrundung! – hat er so schon zusammenbekommen. Dabei lässt er uns Leserinnen und Leser nicht nur an seinen Ausfahrten teilhaben, er berichtet auch regelmäßig über sein Material. Kernstück der Ausrüstung: eine „angepasste“ Bialetti-Mokkakanne. Denn ohne Kaffee, da sind wir uns beide einig, geht es nicht.

Meine Ausrüstung stammt hauptsächlich aus einem Ebay-Kauf vor vielen Jahren. Ein Kochgeschirr aus schwedischen Armeebeständen mit Spirituskocher, Flasche und Windschutz. Offenbar ein Glückskauf, denn eben bei der Internet-Recherche habe ich Sets dieser Art für 120 € und mehr gesehen. Ich weiß nicht mehr genau was ich bezahlt habe, aber mehr wie 20 € dürften es nicht gewesen sein.

Entnimmt man das Kochgeschirr, dann gibt es einen stabilen Windschutz und einen Spirituskocher aus Messing. Für die Kaffeezubereitung habe ich meine kleinste Bialetti ausgesucht, weil sie sich zusätzlich zum Spirituskocher in meinem Kochgeschirr verstauen lässt. Eine Kaffeedose, eine Wasserflasche aus Alu, ein Feuerzeug und ein Trinkbecher komplettieren meine Outdoor-Ausrüstung.

Jetzt musste ich nur noch auf schlechtes Wetter warten – um dann natürlich daheim zu bleiben. Ich bin ja nicht doof. Auch erspare ich es mir das Zeug durch die Gegend zu schleppen. Für meinen Test müssen mein Balkon bei 0°C und Sonnenschein reichen. Den Schneesturm im Gebirge könnt Ihr Euch, wenn Ihr wollt, ja dazu denken.

Und los geht’s: Kochgeschirr aus dem Windschutz nehmen, Brenner und Bialetti entnehmen. Brenner aufschrauben und platzieren, anzünden, Auflagefläche aufklappen. Dann die Bialetti befüllen, erst Wasser, dann Kaffee, zuschrauben, auf die Flamme stellen. Der Aufbau hat etwa 2 1/2 Minuten gedauert, nach weiteren 7 1/2 Minuten blubbert der Kaffee in der Kanne. Also alles zusammen knappe 10 Minuten inklusive Aufbau. Eine gute Zeit? Dass könnte uns nur Alex verraten.

Meinem Kaffee und mir waren 0°C zu kalt und trotz Morgensonne genoss ich meinen Mokka auf der anderen, der warmen Seite der Balkontüre. Meine Outdoor-Ausrüstung hat den Test also bestanden. Vielleicht bekomme ich ja bald mal Gelegenheit das in freier Wildbahn zu probieren. Bei Schneesturm im Gebirge? No way! Aber ein lauer Sommerabend am Strand wäre denkbar…

11 Gedanken zu “Tausendkilometer-Outdoor-Kaffee

  1. Da bekommt man richtig Lust. – Obwohl ich mir längere Touren nicht mehr zutraue. schaue ich mir doch bei Globetrotter* voller Begeisterung immer wieder all die praktischen Sachen an. mit denen man sich so ausstaffieren könnte, als wolle man den Rest seines Lebens „aus dem Rucksack“ zubringen.
    *unbezahlte Werbung!

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  2. Ja was les ich denn da!? Ich meine ich hätte da was im Hinterstübchen wo man diese Arme-Set-Up gebraucht kaufen kann. Neu dürfte es tatsächlich so „teuer“ sein. Aber was ist schon teuer wenn es um einen guten Café/ Espresso geht?

    Ach ja und so eine Tour muß ja nicht lang sein, sie sollte vor allem entspannt und draußen sein. Dicke Socken, eine warme Mütze und auch sonst gut gekleidet geht das auch im Winter. Hatte München nicht auch ein paar nette Parkanlagen?

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      1. Nein, ich dachte ja nicht an verkaufen, mir ist nur eingefallen, daß es da so ein Set gibt. 😉 Wie kannst Du nur auf die Idee kommen, daß ich meine man würde ein Espresso Set verkaufen wollen?! *schüttel unverständlich den Kopf*

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