Bio Kaffee von Tchibo: Brunnen für Äthiopien

Mit Kaffeetrinken Gutes tun? In einer Gesellschaft, deren Handel und Handeln in weiten Teilen von Dumpingpreisen und Ausbeutung geprägt ist, wird das Kundenvotum durch überlegte Kaufentscheidung immer wichtiger. Da ein unter anderem von Tchibo gefordertes Lieferkettengesetz, dass die Einhaltung der Menschenrechte vom Anbau über Transport und Röstung bis zum Verkauf garantieren würde, bisher nicht umgesetzt wurde, bleibt dem Verbraucher nur das eine: beim Kauf nach Möglichkeit auf Produkte zu achten, die fair angebaut und hergestellt wurden.

Dabei macht der Hamburger Kaffeeröster immer wieder mit fairen Kaffees auf sich aufmerksam, bei denen man nicht nur genau nachverfolgen kann, woher sie kommen, sondern auch erfährt, wem der geringe Mehrpreis direkt zugute kommt. Eines dieser Projekte, mit denen Tchibo seit Jahren Kaffeefarmer vor Ort in den Ursprungsländern unterstützt, steht unter dem Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die äthiopischen Kleinfarmer, deren Bohnen Tchibo für den neuen Bio Kaffee bezieht, hatten einen klaren Wunsch: besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Daher sind derzeit zwei Brunnen im Bau. Diese Unterstützung wird unter anderem aus dem Verkauf des Bio Kaffees mitfinanziert. „Wer den Tchibo Bio Kaffee kauft, kommt nicht nur in den Genuss eines hochwertigen Kaffees, sondern verbessert gemeinsam mit Tchibo langfristig die Lebensqualität der Kaffeefarmer*Innen und deren Familien“, erklärt Aida Brito, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Tchibo.

Äthiopien ist, gemeinsam mit dem Südsudan, als Geburtsland des Arabica-Kaffees bekannt. Das im Nordosten Afrikas gelegene Land hat wenige, große Farmen auf denen Kaffee angebaut wird. Dennoch findet es sich unter den Top 10 der weltweiten Kaffeeproduzenten. Grund dafür ist, dass der Kaffee hier hauptsächlich in Waldgärten wächst. Äthiopische Kaffee-Farmer*innen verfügen oft nur über eine kleine Anbaufläche, die nicht selten ihr eigener Garten ist. Insgesamt sind in Äthiopien 15 Millionen Menschen am Kaffeeanbau beteiligt.

Die „wilde Anbauweise“ führt unter anderem dazu, dass äthiopischer Kaffee, im Gegensatz zu den meisten anderen Kaffees, nur selten einer eindeutigen Varietät zugeordnet werden kann. Stärker als über die Varietät lassen sich äthiopische Kaffees daher über ihre Herkunftsregion beschreiben – genau genommen also über den regional verschiedenen Mix von Heirloom Varietäten. Beispielsweise sind Kaffees aus der Region Sidamo oft sehr floral mit Steinfrucht-Aromen während Kaffees aus Guji eher fruchtiger und beeriger schmecken. Aus Guji kommt auch der neue Bio Kaffee von Tchibo und ist im Geschmack eher bei den floralen Aromen anzusiedeln. Hier im Westen Äthiopiens startete Tchibo mit seinem Wasserversorgungsprogramm.

Bis zu 17.000 Menschen und auch deren Tiere werden in der Kaffeeanbauregion Guji von der neuen Wasserversorgung durch die Brunnen profitieren: Von sauberem Trinkwasser, kürzeren Wegen und vor allem mehr Wasser. Denn bisher – das haben Studien ermittelt, die Tchibo in Auftrag gegeben hat – standen den Menschen vor Ort gerade einmal täglich 7,3 Liter Wasser pro Kopf zur Verfügung. Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation hat 20 Liter pro Tag als durchschnittliche Menge pro Person ermittelt.

Zudem mussten die Bewohner der Dörfer Anferara und Adola bisher das Wasser von weit her aus Seen und Flüssen schöpfen und transportieren. Um die Wasserversorgung zukünftig in Eigenregie sicherstellen zu können, wurde eigens ein Wasser-Komitee gegründet. Dessen Mitglieder wurden geschult, um die Brunnen reparieren zu können. Das Geld für nötige Reparaturen wird das Wasser-Komitee aus dem Verkauf des Trinkwassers erwirtschaften.

Doch nicht nur die schlechte Wasserversorgung der Menschen ist ein Problem. Zusätzlich sind die hygienischen Standards vor Ort ungenügsam und die COVID19-Pandemie verschärfte die Situation in der Region weiterhin zusätzlich. Traditionsbedingt wird beim Kaffeeanbau eng zusammengearbeitet und die Arbeit geteilt. Dabei ist die persönliche Hygiene und die Einhaltung von Abständen entscheidend.

Um die Menschen im Anbaugebiet in diesem Bereich ebenfalls zu unterstützen, wird mit jeder verkauften Bio Kaffee Packung weitere Unterstützung in Form von Sanitäranlagen, Hygiene-Paketen mit Seife und Desinfektionsmitteln sowie Hygiene-Schulungen zum Beispiel zum richtigen Händewaschen für die Gemeinde realisiert. Wer also den Tchibo Bio Kaffee kauft, unterstützt damit direkt das Projekt, durch das die Lebensqualität der Menschen in den Anbaugebieten verbessert wird.

Der fein-blumige Bio Kaffee aus Äthiopien ist als Ganze Bohne oder gemahlen in der 250 Gramm Packung für 4,90 Euro in den Tchibo Shops, auf tchibo.de und in vielen Supermärkten erhältlich.

Bildrechte: Tchibo; Quellen: Tchibo Newsroom, Hoppenworth und Ploch.

2 Gedanken zu “Bio Kaffee von Tchibo: Brunnen für Äthiopien

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