Korfiotisches Kaffee-Tagebuch: Coffee Island, Plateia Georgiou Theotoki

Dieser Platz könnte die späte Rache eines ehemaligen römischen, venezianischen oder italienischen Besatzers, sieht er doch so aus, als hätte man den chaotischsten und verkehrsreichsten Platz aus Mailand mutwillig in diesen sonst friedlichen Ort verpflanzt. Wie schon erwähnt sind die Autofahrer hier deutlich – höflich ausgedrückt – sportlicher und agiler, als ich es auf Kos gewohnt war. Das mag auf der Insel Korfu ja im Großen und Ganzen ja ganz gut funktionieren, hier, auf dem Plateia Georgiou Theotoki, tut es das nicht!

Dabei ist der Platz ganz hübsch: Cafés und kleine Geschäfte an den Seiten, ein kleiner Park in der Mitte und eine zentrale Omnibushaltestelle. Umrahmt von gefälligen, zum Teil etwas älteren Gebäuden könnte sich dieser Platz in einer italienischen oder südfranzösischen Stadt befinden. Nachteilig ist nur, dass man praktisch fast immer über diesen Platz muss und das unabhängig davon, wohin man will.

Kommt man von Norden und will zum Zentrum, Achilleion, Flughafen oder nach Süden oder Westen, dann muss man zwangsläufig durch das Chaos. Doch in diesem Fall hat man noch Glück, muss man doch nur kurz über eine der beiden Schmalseiten über den Platz und kann sich dann sofort nach rechts in die erste Gasse verdrücken. Will man zum Zentrum (und wenn man den nicht ausgeschilderten Weg über den Hafen nicht kennt), muss man ganze drei Seiten des Plateia Georgiou Theotoki umfahren. Beziehungsweise umstauen, denn hier fließt der Verkehr nicht, er stockt. Hilfreich ist hier eine gewisse Rücksichtslosigkeit, die man den anderen Verkehrsteilnehmern idealer Weise an den Tag legt – schließlich will man sich ja nicht unbedingt als Tourist zu erkennen geben! – und der Glücksfall, dass es hier keine Radfahrer gibt, die man beschädigen könnte.

Von Gardiki bin ich zügig über Gastoúri und Kanáli nach Kérkyra gekommen, trotz des Berufsverkehrs. Nach dem Kreisel am Flughafen wird es etwas verwinkelt und man kommt unweigerlich zum Plateia Georgiou Theotoki. An der Ecke zur Polichroniou Kostanta, der Straße, die nach Norden führt, ist eine der zwei Filialen der griechischen Kaffee-Franchise-Kette Coffee Island. Letztes Jahr auf Kos habe ich bereits Bekanntschaft mit diesem Unternehmen gemacht.

Hier war die Auswahl deutlich überschaubarer, als auf Kos, trotzdem warteten hier einige exquisite Kaffeespezialitäten auf mich: neben vier Variationen des Themas „Griechischer Mokka“ auch ein Kaffee mit „Chocolate Flavour“ und ein „Guji single estate“ aus Äthiopien. Über die Details meine Einkaufs wird es noch zu berichten geben! Was liegt näher, als einen so kaffee- und ereignisreichen Tag mit einem Espresso von Coffee Island zu beschließen? Hab ich gemacht! Jetzt reicht es wirklich für heute.

Bald geht das „Korfiotische Kaffee-Tagebuch“ weiter…

2 Gedanken zu “Korfiotisches Kaffee-Tagebuch: Coffee Island, Plateia Georgiou Theotoki

  1. Diese Cafés sind alle so weit weg, und hier ist alles zu. Das wird mich nicht hindern, mir gleich auch noch einen Kaffee zu machen. Und was die Radfahrer angeht, ich sehe da zwei angeschlossene Fahrräder auf dem dritten Foto. *lacht*

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