Zahl der Woche: 28,9 % vermeiden Einwegbecher

Gut ein Drittel derjenigen, die regelmäßig Kaffee-to-go trinken, bringen ihren eigenen Becher mit. Damit ist die Zahl zwischen 2018 und 2020 um 53 % gestiegen. Waren es 2018 noch 18,9 %, also knapp ein Fünftel, so sind es heuer bereits 28,9 %. Deutlich gefallen ist die Zahl derer, die Einwegbecher bevorzugen. Mit 35,8 % gegenüber 65,3 % vor zwei Jahren ist das ein Schwund von 45 %! Allerdings sind nicht alle Kaffeetrinker bereit, ganz auf Einwegbecher zu verzichten. 35,3 % gaben an beides zu benutzen.

In Deutschland fallen jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke an. Das sind 34 Stück pro Kopf, auch wenn gar nicht jeder aus Einwegbechern trinkt. Die Menge entspricht 28.000 Tonnen – und, das kann man sich vorstellen, das ist ein Müllvolumen von acht Millionen Restmüllbehältern im öffentlichen Raum. Dabei könnte ausgerechnet Corona den positiven Müllvermeidungstrend gestoppt haben. Wegen der Ansteckungsgefahr sind viele Anbieter von Kaffee zum Mitnehmen wieder dazu übergegangen nur noch eigene Gebinde zu befüllen.

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So droht die Corona-Krise zur Müllkrise zu werden. Dabei gibt es heute viele Alternativen, die den Verzicht auf Einwegbecher leicht machen. Mehrer Anbieter von Becher-Pfand-Systemen, wie zum Beispiel Recup, sind bereits auf dem Markt. Die Deutsche Umwelthilfe zum Beispiel fordert: Auch die Städte und Kommunen müssen ihren Beitrag zur Umsetzung von Mehrwegsystemen für Getränkebecher und Menüboxen leisten. Beispielsweise fördert die Stadt Tübingen Gastronomen, die von to-go-Einwegverpackungen auf Mehrwegsysteme umstellen, mit finanziellen Zuschüssen von bis zu 75 Prozent für den Kauf von Mehrweggeschirr und Gewerbespülmaschinen.

Wie man aus der Statistik klar ablesen kann ist der Verbraucher bereit auf Mehrwegalternativen umzusteigen – oder nach Möglichkeit auf den eigenen Becher zurück zu greifen. Ist das auch noch ein Thermobercher, dann bleibt der Kaffee sogar länger warm. Außerdem können Einwegbecher und deren Beschichtung chemische Rückstände enthalten, die sich im heißen Getränk lösen – und das ist auch nicht gesund!

 

Andere Zahlen der Woche:

34,1 % der Deutschen trinken täglich nachhaltigen Kaffee

54,1 % lassen sich vom Kaffee trösten

21,7 % der Deutschen trinken drei Tassen Kaffee am Tag!

22,2 % der deutschen Kaffeetrinker haben einen Vollautomaten

 

Quellen: Tchibo Kaffereport, Tchibo, Statista, Brand eins, Deutsche Umwelthilfe.

3 Gedanken zu “Zahl der Woche: 28,9 % vermeiden Einwegbecher

  1. Ich verstehe das nicht, solche Kernfragen müssen doch eigentlich nicht lange diskutiert werden. Da holt man(n) oder eben Frau sich einen Edelstahl-Thermobecher und gut ist. Und Ansteckungsgefahr?

    Bei Shell bestellt man sein Heißgetränk, die füllen es zunächst in einen shell-eigenen Becher und füllen aus diesem Becher – kontaktlos – in das vom Kunden gereichte Gefäß um. Wo ist da ein Problem?

    Aber es ist halt wie immer, in Deutschland geht das so einfach nicht und selbst wenn, dann kommen irgendwelche hirnrissigen Gesetzte, zur Not seitens der EU.

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  2. Ja, es könnte so einfach sein. Allerdings liegt die Verantwortung für die Einhaltung von Hygienevorschriften beim Anbieter. Seit Corona sind da viele einfach sehr vorsichtig geworden und wollen deshalb keine mitgebrachten Becher befüllen. Hoffentlich ändert sich das bald wieder.

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