Kaffee im Stau: Corona-Sommer 2020

Urlauber aus 16 Bundesländern sind aktuell auf dem Weg in die Sommerferien oder schon wieder nach hause. Deshalb muss vielerorts mit überfüllten Autobahnen, endlosen Staus und langen Wartezeiten gerechnet werden. Damit der Urlaub nicht gleich mit Dauerstau beginnt, raten ADAC und der Versicherer CosmosDirekt die Reiseroute vernünftig zu planen. Hierbei spielt natürlich auch Kaffee eine Rolle.

Wichtig dabei sind vor allem Reiseroute und Reisetermin! Geeignete Tage sind Dienstag und Mittwoch, die denkbar schlechtesten Freitag und Samstag, rät der ADAC. Bei der Rückreise sollte man auch das Wochenende meiden. Wer am Wochenende starten muss, sollte sich vorher über die Baustellen- und Stausituation auf der Reiseroute und mögliche Alternativen informieren. Tankstopps, Kaffee- und Erholungspausen und Besichtigungen auf der Route gehören ebenfalls zu einer gut geplanten Ferienreise.

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Auch im benachbarten Ausland überwiegen inzwischen die Staus auf den Heimreiserouten im Vergleich zu jenen auf den Anreisespuren. Auf den klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route, den Fernstraßen zu und von den italienischen, kroatischen und französischen Küsten sollten Autofahrer ein Zeitpolster einplanen. Besonderheit Italien: Traditionell beginnt hier am Wochenende vor dem Ferragosto-Feiertag an 15. August der Ansturm auf die Küsten. Wegen Corona könnte dieser Ansturm geringer ausfallen als üblich.

Weiterhin stark staugefährdet sind die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer. An den Grenzen zu Dänemark, zwischen Österreich und Slowenien sowie zwischen Slowenien und Kroatien ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen – auch wegen Covid-19-Kontrollen!

Tankstelle

Besonders clever ist es, schon die Reise zum Ferienort als Event zu gestalten. Denn geht auf Autobahn und Ausweichstrecke nichts mehr, dann kann es nervenschonender sein, einen Abstecher zu machen und erst dann weiter zu reisen, wenn die Straßen wieder leerer sind. Droht der Stau, dann lässt sich schnell ein schönes Café in einer nahen Stadt googeln oder man besucht eine Rösterei am Wegesrand. Zur Not tut es natürlich auch ein Truck-Stop oder eine Tanke. Nimmt man seinen eigenen Becher mit, dann kann man auch noch etwas Gutes für die Umwelt tun, denn man vermeidet Einwegmüll.

Gefährlich kann es allerdings werden, wenn man versucht mangelnde Ruhezeiten durch Kaffee, Cola & Co zu kompensieren. Auch, wenn Kaffee als Deutschlands Wachmacher Nummer eins gilt, ersetzen kann man Schlaf damit nicht. Besser ist es daher die Kaffeepause richtig zu genießen, von der Weiterfahrt sollte man sich aber auch etwas bewegen, zum Beispiel ein paar Schritte laufen.

Schild Sekundenschlaf

„Autofahrer sollten Warnsignale wie diese sehr ernst nehmen, denn Müdigkeit kann zu schweren Unfällen führen, vor allem wenn man bei hohem Tempo von der Fahrbahn abkommt“, sagt Frank Bärnhof, Reise-Experte von CosmosDirekt. Wie gefährlich ein Blindflug sein kann, zeigt folgende Rechnung: Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h legt ein Auto eine Strecke von 36 Metern in der Sekunde zurück. Einer früheren forsa-Umfrage zufolge sind bereits 30 Prozent der deutschen Autofahrer schon einmal kurzzeitig am Steuer eingeschlafen.

Gegen den gefürchteten Sekundenschlaf hilft ein kurzes Powernapping, denn eine Tasse Kaffee reicht oft nicht, um schnell wieder fit zu werden. Der ADAC weist darauf hin, dass nicht jeder Autofahrer für Nachtfahrten geeignet ist. Will man nachts in den Urlaub starten, dann sollte man vorher unbedingt ausgeschlafen sein. Nur so ist eine Anreise über Nacht sinnvoll, da man unter Umständen langen Staus und der Mittagshitze entgehen kann. Auf jeden Fall sollte man aber viel trinken. Gemeint ist, neben Kaffee natürlich, vor allem viel Wasser oder Mineralwasser.

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Neu in diesem Jahr dürften die zusätzlichen Corona-Kontrollen an den Grenzen sein. An den Grenzen zu Dänemark, zwischen Österreich und Slowenien sowie zwischen Slowenien und Kroatien  sind die Personenkontrollen derzeit besonders intensiv, weshalb mit besonders langen Wartezeiten zu rechnen ist. Besser man plant diese Wartezeiten schon vor Fahrtbeginn mit ein. Außerdem ist es sinnvoll sich unbedingt vor der Reise über Corona-Regeln im Urlaubsland und die momentane Lage an den Grenzen zu informieren. Mehr Informationen zu Staus und Wartezeiten an der Grenzen gibt es zum Beispiel auf den Seiten des ADAC.

Gerät man trotz guter Planung in den Stau, dann sollte man das Beste daraus machen! Begreift man die Fahrt in den Urlaub schon als ein Teil davon, fallen auch ungeplante Störungen leichter und man kommt dennoch erholt ans Ziel. Allerdings ist eine Reise ohne Kaffee zwar theoretisch möglich, aber sinnlos…

ADAC Stauprognose für 7. bis 9. August

 

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Bildrechte: zinkevych/Fotolia.com, Aral AG (2x), bluedesign/Fotolia.com, Gabi Eder/pixelio.de, obs/ADAC/ADAC e.V; Quellen: Quellen: ots, Original-Content von: ADAC und CosmosDirekt, übermittelt durch news aktuell.

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