Alpro: Caffè „Plant-Based Baristas“ aus der Kühltheke

Milch gehört zu Kaffee wie der Eiffelturm zu Paris, der FC Bayern zu München oder Plisch zu Plum. Egal ob Cappuccino, Latte macchiato oder Caffè Latte, dem schlichten Milchkaffee, für viele Kaffeegetränke brauchen wir Milch. Aber muss es unbedingt Kuhmilch sein? Nicht, wenn es nach dem belgischen Hersteller von Sojaprodukten Alpro geht!

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Alpro ist mit einem Jahresumsatz von mehr als 385 Millionen Euro der europäische Marktführer für Lebensmittel auf Sojabasis. Das Unternehmen stellt den europäischen Zweig des US-amerikanischen Unternehmens WhiteWave Foods dar und gehört damit zu Danone. Zu den Marken des Unternehmens zählen Alpro und Provamel. Sojamilch gibt es schon lange auf dem Markt, seit etwa einem Jahr allerdings mit einer Sojamilch in Baraista-Qualität – Coffeenewstom hat sie bereits getestet.

Im Kühlregal gibt es unter den Kaffeegetränken derzeit zwei Produkte aus dem Hause Alpro: „Brasilianischer Kaffee & Mandel“ und „Äthiopischer Kaffee & Soya Karamell“ (sic!). Doch halten die beiden Kaffe-Getränke das, was sie versprechen, nämlich ein nachhaltiges und gesundes Produkt zu sein? 

Die Zutatenliste ist überschaubar: Kaffee (53%) (Wasser, Kaffee-Extrakt), Wasser, Zucker,  Zichorienwurzelfasern, Säureregulatoren (Kaliumphosphate), Meersalz, Aromen, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan), sowie Mandeln (1,5%) im einen und karamellisierter Zucker (2,5%) und Karamellaroma im anderen Fall. Der Kaffee ist zertifiziert von Rainforrest Alliance, einer internationalen Umweltschutzorganisation, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt und für eine nachhaltige Lebensgrundlage einsetzt und stammt aus brasilianischem beziehungsweise äthiopischem Single Origin Anbau. Dank des überflüssigen To-go-Deckels bringt diese Kalter-Kaffee-Variante ganze 16,5 g Müll auf die Wage. 5,2 g sind allerdings Pappe, die wir vom Becher lösen können.

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„Der gesamte Alpro Caffè Becher ist recycelbar und weist, im Vergleich zu den meisten anderen gekühlten Kaffees, eine gute Ökobilanz auf. Dadurch, dass dieser mit einer Hülle aus Kartonpapier versehen ist, wird zum Beispiel weniger Kunststoff verwendet“, verrät mir die Webseite des Unternehmens. Das erklärt mir allerdings nicht, weshalb der Kaffee-Mix zusätzlich zur Alu-Abdeckung noch einen „To-go-Deckel“ braucht. Vielleicht um die „Coffee-to-go-Anmutung“ zu vervollständigen. Aus meiner Sicht überflüssig und verzichtbar. Der Geschmack ist mir etwas zu süß und – trotz einem Kaffeeanteil von über 50% – zu nichtssagend. Außerdem lässt mich der kurze Genuss mit einer nicht unerheblichen Menge Müll zurück. Das geht besser!

 

Quellen: Produktinformation, Unternehmensseiten, Wikipedia.

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