#heyoftheday

Suspended Coffee hat Konkurrenz bekommen: Hey! Dabei geht es darum denen, die sich sonst keinen Kaffee oder kein Sandwich leisten können, genau dieses zu ermöglichen. Die Idee von Hey: zusätzlich zum eigenen Verzehr oder Einkauf bezahlt man noch einen weiteren Kaffee oder ein weiteres Stück Kuchen. Der Bon dazu wandert am Tresen zum Hey-Spendierbrett und wird dort angepinnt. Wer das Angebot nutzen möchte nimmt sich einfach einen dieser Bons und löst ihn ein. Vielleicht kennt der eine oder andere dieses Prinzip als „Suspended Coffee“, „Aufgeschobener“ oder „Caffè Sospeso“.

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Der „Caffè Sospeso“ entstand um 1900 in Italien, besser gesagt in Neapel. Dort etablierte sich in vielen Bars der Stadt der Brauch, außer dem eigenen Kaffee auch einen weiteren Kaffee für Bedürftige zu bezahlen. Einheimische führen die Tradition darauf zurück, dass die Neapolitaner in der Geschichte oft auf sich selbst gestellt gewesen sind und so gewohnt waren den Mangel an politischer Führung auszugleichen In Neapel lebt die Tradition bis heute fort. Allerdings ist sie meist nur in der Altstadt zu finden und erfüllt nur noch begrenzt eine soziale Funktion. Besonders um die Weihnachtszeit wird sie lebhaft praktiziert.

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Bestellt man seinen Kaffee, ordert man einfach einen „Aufgeschobenen“ dazu. der erscheint dann zwar auf der Rechnung, nicht aber auf dem Tisch. Manche Cafés vermerken verfügbare Gratis-Kaffees auf Zetteln in großen gläsern, auf Pinnwänden oder als Vermerk auf Kreidetafeln. Inzwischen gibt es – den sozialen Medien sei Dank – ähnliche Angebote weltweit!

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Mitmachen ist einfach: das Hey-Spedierbrett zum Aufstellen gibt es für 10 Euro im Monat. Mit diesem Beitrag werden Werbematerialien und Öffentlichkeitsarbeit finanziert. Außerdem gibt es einen Eintrag auf hey.one. Als Münchner freut es mich, dass so viele hiesige Unternehmen bereits mitmachen und noch mehr, dass gerade viele dabei sind, über die hier im Blog schon berichtet wurde: Bäckerei Neulinger, Konditorei-Café Kustermann, Brioche Dorée, Karnoll’s Back- und Kaffeestandl, Caffè Piemonte, Rösterei Emilo und gangundgäbe. Coffeenewstom meint: zur Nachahmung empfohlen!

 

Bildrechte: Susanne Eckes (hey GmbH).

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