Filterkaffee mit der Maschine – aber richtig!

Er ist unangefochten Deutschlands Kaffee Nummer eins: der Filterkaffee. Der ist bei uns so beliebt, dass er andernorts als typisch deutsch gilt. Und tatsächlich: knapp zwei Drittel von Deutschlands Kaffeetrinkern bekennen sich zum klassischen Filterkaffee – zum überwiegenden Teil in ebenso klassischen Kaffeemaschinen hergestellt.

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Diese Vorliebe hat schon etwas von einem Alleinstellungsmerkmal. In Österreich sind es mit einem Drittel deutlich weniger, in Polen trinkt gerade einmal ein Viertel Filterkaffee, ein Fünftel bleibt es im Nachbarland Tschechien und in der Schweiz bleibt gerade noch einmal ein Sechstel übrig. Der stärkste Konkurrent zum Filterkaffee in Deutschland ist übrigens der Cappuccino, doch der bringt es nur auf knapp über 40%…

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Im Unterschied zum Handfilter läuft bei den üblichen Kaffeemaschinen das heiße Wasser allmählich durch das Kaffeemehl. Die gurgelnden Laute, die die Maschine dabei macht, dürften für viele eine Kindheitserinnerung sein. Doch bedeutet Filterkaffee aus der Maschine nicht zwingend schlechten Kaffee. Mann kann das Beste aus der Maschine herausholen, wenn man ein paar Punkte beachtet:

  1. Immer frisches Wasser verwenden. Ist das Wasser sehr kalkhaltig sollte man das Wasser vorher Filtern, denn zu viel Kalk verhindert, dass sich die Aromen im Kaffee entfalten.
  2. Am besten frisch gemahlenen Kaffee verwenden. Dabei sollte der Kaffee mittelfein gemahlen werden.
  3. Möglichst geschmacksneutrales Filterpapier verwenden. Die paar Cent mehr machen sich schnell durch einen besseren Geschmack bemerkbar.
  4. Auf einen Liter Wasser etwa 60 Gramm Kaffeepulver nehmen. Wer keine Wage hat: der gute, alte Kaffeemesslöffel tut es auch. Viele Hersteller von Kaffeemaschinen packen ihn ihren Maschinen bei.
  5. Jetzt einschalten und das Wasser durchlaufen lassen. Timer, mit denen man die Kaffeemaschine für den nächsten Morgen programmieren kann, sind zwar bequem, dass Kaffeepulver verliert aber an Aroma.
  6. Kaffee immer frisch gebrüht servieren! Warmhalteplatten sind zwar praktisch, der Kaffee verliert aber schnell an Geschmack und kann sogar bitter werden!
  7. Kaffeemaschinen regelmäßig reinigen und rechtzeitig entkalken. Reinigungstabletten und professionelle Entkalker gibt es im Fachhandel.

Dass das letzte Wort beim Thema Filterkaffeemaschine noch nicht gesprochen ist, belegen die zum Teil recht teuren Maschinen der neuesten Generation. Da ist auch für Liebhaber und Puristen das richtige Modell dabei. Und nachhaltiger als Kapselkaffee ist der Klassiker unter den Kaffeemaschinen auch. Und wenn man auf gutes Wasser und Qualität beim Kaffee achten, dann stimmt auch das Ergebnis.

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Bildrechte: Jan Stockmann/jastomedia/pixelio.de, Tchibo, ro18ger/pixelio.de, Karin Schmidt/pixelio.de; Quellen: Tchibo, Statista, Brand eins, Deutscher Kaffeeverband, Welt.

 

 

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