Kaffeelikör Kahlúa

Als ich vor etwas über 30 Jahren mit dem Mixen von Cocktails begann, da hatte sich Kalúa schon als Nummer eins unter den Kaffeelikören auf dem Weltmarkt durchgesetzt. So kam es, dass der Markenname schon fast als Synonym für Kaffeelikör galt. Ein Grund, weshalb ihn jeder Hobby-Mixer in seiner Hausbar haben musste, war schon alleine der Black Russian, ein After-Dinner-Drink mit Wodka und Kaffeelikör im Verhältnis 2:1, der auf Gustave Tops, den langjährigen Barchef des Brüsseler Hotels Metropole, zurückgehen und erstmals in den 1950er Jahren serviert worden sein soll, angeblich zu Ehren der amerikanischen Botschafterin Perle Mesta. 15 Jahre später wurde der White Russian erstmals schriftlich erwähnt, ein Black Russian erweitert um leicht geschlagene Sahne, die aber noch flüssig ist und über einen Barlöffel langsam eingegossen wird, so dass sich die Schichten nicht mischen.

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Vor zwei Jahrzehnten hat der White Russian – und damit der Kahlúa – durch den Film „The Big Lebowski“ eine weit größere Bekanntheit erlangt. Die Coen-Brüdern ließen den Protagonist des Films Jeffrey Lebowski alias „The Dude“ (gespielt von Jeff Bridges) in 117 Minuten den Cocktail genau neun mal mixen. Und zwar jedes Mal mit Kahlúa. Der Film wurde Kult, White Russian wurde Kult, Kahlúa kam in die Hausbars der Welt. Dabei gibt es den Likör schon seit 1936, als sich – so die offizielle Darstellung auf der Webseite der Firma – vier mexikanische Freunde entschieden haben, richtig guten Schnaps zu machen. Also pflanzten sie Zuckerrohr und Arabica-Bohnen an, brannten Rum, rösteten Kaffee und machten am Ende Kaffeelikör aus den Zutaten. Die auffällige Flasche mit dem gelben Etikett dürfte ihr Übriges zum Erfolg beigetragen haben.

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Dabei gibt es noch andere Kaffee-Liköre auf dem Markt. Die bekanntesten dürften Tia Maria, Baileys Irish Coffee Likör, Kosakenkaffee und Sheridan’s sein. Und auch die Zutaten variieren: Rum, Tequila oder Whiskey, Mokka oder Espresso, die Angebote sind vielfältig. Eines haben sie aber alle gemeinsam: einen intensiven Kaffeegeschmack und eine mehr oder weniger dominierende süße. Damit ist Kaffee-Likör ein guter Digestiv nach reichhaltigem Essen. Und Kahlúa seit über 40 Jahren Marktführer.

 

Quellen: Wikipedia, Unternehmensseite, Cocktailbart,

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