„Der Duft der Kindheit“ – Sara Nuru und ihr Buch

Sara Nuru? Ist das nicht die… ? Genau! Das Supermodel. Die erste Gewinnerin von Germany’s Next Topmodel mit afrikanischen Wurzeln und dunkler Haut. Die die Werbung für Dallmayr-Kaffee gemacht hat. Die doch so viel Soziales macht. Genauer gesagt für „Menschen für Menschen“, der Stiftung des Schauspielers Karlheinz Böhm für Menschen in Äthiopien. Das ist aber nicht alles: 2016 gründete Nuru gemeinsam mit ihrer Schwester Sali die Firma „nuruCoffee“. Das Unternehmen verkauft Kaffee aus Äthiopien und unterstützt mit ihrem Verein „nuruWomen“ äthiopische Frauen mit Mikrokrediten als Starthilfe für ein Geschäftsmodell. Seit 2018 ist sie Botschafterin des Entwicklungsministeriums für nachhaltige Entwicklung.

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Gestern stellte Sara Nuru ihr Buch vor. Als wäre ihre Vita nicht schon Kaffeebezug genug, fand die deutschlandweit erste Lesung im Deutschen Museum in München direkt unterhalb der Sonderausstellung „Kosmos Kaffee“ statt. Am Büchertisch wurde von ihrer jüngeren Schwester auch Nuru-Kaffe verkauft und im Anschluss an die Lesung wurde eine äthiopische Kaffee-Zeremonie zelebriert – der Duft in der Pfanne gerösteter Kaffeebohnen zog sich schon lange durch den Saal. Laut Sara Nuru der Duft der Kindheit. Ihre Mutter hätte jeden Mittwoch diese Zeremonie abgehalten.

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Sara Nurus Buch trägt den Titel „Roots“, also Wurzeln. Dass sie ihre Wurzeln gleich in zwei Kulturen geschlagen hat, daraus macht sie keinen Hehl. Vieles an ihr findet sie selbst typisch deutsch, anderes äthiopisch. Nurus Kaffee hingegen ist rein äthiopisch, ein Origin aus Sidamo, einer Region ganz im Süden des Landes. Nicht nur bringt der Kaffee einige Menschen in Lohn und Brot, ein Teil des Gewinnes – wie auch ein Teil des Bucherlöses – geht in Form von Mikrokrediten an die Menschen dort zurück.

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Das alles kann die Lesung aber nur unzureichend beschreiben. Denn das Erlebnis ist Sara Nuru selbst. Eine junge Frau, mitten im Leben, von erschütternder Freundlichkeit, von einer einer ansteckenden positiven Art. Wenn sie von ihrer Familie erzählt, oder aus dem Buch über sie vorliest, dann wird so manches Auge feucht. Trotz allem Erfolg ist sie bodenständig und unprätentiös, nimmt sich Zeit mit jedem, aber auch wirklich jedem, der für ein Autogramm oder eine Buchwidmung ansteht, ein paar Worte zu wechseln. Und sie beantwortet gerne Fragen. Zum Beispiel die Frage, wie sie ihren Kaffee am liebsten trinkt: schwarz, ohne Milch und Zucker. Denn guter Kaffee braucht das nicht.

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Bildrechte: Coffeenewstom (4x), Menschen für Menschen.

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