Linzer Intermezzo mit Nespresso

 

 

Wer mit dem Flixbus nach Linz fährt und nicht bis zum Hauptbahnhof chauffiert wird, dessen erster Eindruck der Stadt ist das Kraftwerk an die Industriezeile. Kein malerischer Ort, eher, wie man sich an Schimanskis Duisburg der 80er Jahre erinnert. Die Industrie-Silhouette im Hintergrund vervollständigt das Bild und man wähnt sich statt in der Hauptstadt Oberösterreichs im Ruhrpott gelandet zu sein.

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Doch mit diesem ersten Eindruck tut man Linz bitter Unrecht. Natürlich, Industriegebiete – wie hier der Handelshafen und das dazugehörige Hafenviertel – sehen nirgendwo besonders chique aus. Linz kann aber auch anders: in der Inneren Stadt mischen sich historische Altbauten – wie etwa am Hauptplatz – mit der Moderne. Oft existiert beides in unmittelbarer Nachbarschaft – und verträgt sich.

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Der Hauptbahnhof ist so ein Platz, der eher der Moderne gewidmet ist. Alles wirkt etwas überdimensioniert und zu bestimmten Zeiten – wie etwa spät Abends – regelrecht entvölkert und verlassen. Trotzdem ist diese Art der Stadtgestaltung mutig und zukunftsorientiert, wie der zentrale Busbahnhof. Mit Bus und Trambahn, dort Bim genannt, kommt man schnell und bequem durch die Stadt. Das Tagesticket für 4,80 Euro ist lohnend!

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Mein Quartier hatte ich am Rande der Inneren Stadt knapp oberhalb des Volksgartenviertels und in Sichtweite des Kapuzinerklosters. Es war ein kleines Appartement einer Kette mit dem Namen Limehome. PIN für Haus- und Appartementtüre gibt es per Mail. Hier könnte man es durchaus auch länger aushalten: Kühlschrank, Herd, Wasserkocher, Toaster und eine DeLonghi Kaffeemaschine für Nespresso-Kapseln. Ich bin ja schon aus Umweltschutzgründen gegen Kaffeekapseln, nutze aber die Gelegenheit um Gerät und Kaffee einmal zu testen.

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Was soll ich sagen? Auch, wenn es kein richtiger Espresso ist, dafür erzeugt die Maschine für meine Begriffe zu wenig Druck, ist das Ergebnis doch sehr nahe dran, durchaus Trinkbar und vom Geschmack her ausgewogen und aromatisch. Kein Wunder, dass diese Geräte gerade gehypt werden und zu Weihnachten zu den Topsellern gehörten. Wer ohne größere fachliche Ambitionen sich und anderen von Zeit zu Zeit einen passablen Espresso kredenzen möchte, der liegt hier richtig. Für den Dauerbetrieb in Büros oder privat ist der Kaffee schlicht zu teuer und der Abfall immens.

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Für „mein Appartement“ war diese Maschine allerdings eine willkommene Ergänzung. Und das Appartement selbst war der ideale Ausgangspunkt für meine Unternehmungen in Linz. Vier Cafés und Kaffeehäuser in Linz habe ich schon vorgestellt, drei weitere warten noch darauf. Danach wird es Zeit für ein kleines Fazit über die Kaffeehausszene der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Zu, Linzer Kaffeehaus Traxlmayr geht es hier, zum Kaffee Glockenspiel hier! Mehr über die Konditorei Jindrak findet sich hier! Morgen geht es in die k.u.k. Hofbäckerei!

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