Ist Zucker böse?

Das neue Jahr steht vor der Tür. Was liegt da näher, als sich gute Vorsätze für 2020 zu machen? Endlich mehr Sport? Weniger Internet? Und vor allem: weniger Zucker??? Muss ich für eine gesunde Ernährung etwa den Zucker in meinem Kaffee weglassen?

Unser Gehirn braucht Energie und folglich verwertbare Energielieferanten. Und dafür kommen zwei verschiedene Energielieferanten in Frage: Glukose und sogenannte Keto-Gruppen. Glukose ist das, was unser Gehirn naturgemäß verbraucht. Ist unser Körper aber unterzuckert, so verwandelt er Fette in Keto-Gruppen, damit unser Gehirn diese Alternative weiterverwenden kann. Das kann auf Dauer dem Gehirn schaden, vor allem bei Kindern. Doch zu viel Zucker schadet auf Dauer auch. Doch warum begegnet uns so viel Zucker im Alltag?

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Die Orange zum Beispiel schmeckt süß enthält Zucker. Unnötig wäre es, die Orange mit zusätzlichem Zucker zu genießen. Das allerdings passiert, wenn man Säfte trinkt, die zusätzlich mit  Zucker gesüßt wurden, denn Zucker ist oft billiger, als das eigentliche Produkt selbst. Und nicht nur dort finden wir unnötigen und zum Teil versteckten Zucker, wie in Wurst, Ketchup, Fertiggerichten oder Chips. Daher die Empfehlung, den täglichen Energiebedarf maximal zu einem Anteil von 10 Prozent in Form von Zucker decken.

Ein Gramm Zucker enthält vier Kilokalorien, entsprechend sollten bei einer Kalorienaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag durchschnittlich nur etwa 50 g Zucker verzehrt werden. Dieser Wert gilt für Frauen, Männer dürfen etwas mehr, nämlich 65 g Zucker pro Tag zu sich nehmen. Die neuen Richtlinien der WHO sind allerdings noch strenger. Da werden höchstens 5 Prozent Zucker an der Gesamtkalorienmenge empfohlen. Das entspricht dann nur ca. 25 g Zucker am Tag.

50 g Zucker finden sich beispielsweise in zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Süßigkeiten. Die empfohlene Tagesmenge entspricht etwa 100 g Gummibärchen oder 90 g Vollmilchschokolade. Zucker ist jedoch nicht nur in Süßigkeiten enthalten, das süße Genussmittel verbirgt sich unter anderem auch in Fertigprodukten, Säften, Soßen oder Softdrinks. Vor dem Lebensmitteleinkauf lohnt sich also ein Blick auf das Etikett mit der Zutatenliste. Je weiter vorne Zucker auf der Liste genannt wird, desto mehr ist in einem Produkt enthalten.

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die Deutsche Adipositas-Gesellschaft und die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfehlen nicht mehr als 50 g Zucker pro Tag zu essen oder zu trinken. Das ist zwar etwas mehr, als der WHO lieb ist, aber bedeutend weniger, als wir gewöhnlich zu uns nehmen. Wer also Zucker einsparen möchte, der braucht nicht nicht beim morgendlichen Kaffee damit anfangen. Ein Stück Würfelzucker entspricht in etwa 3 g. Doch eines gibt es trotzdem zu bedenken: ein Kaffee mit Zucker wird vom Körper als kleine Zwischenmahlzeit wahrgenommen, ein Kaffee ohne Zucker nicht. Das ist wichtig für unseren Insulin-Haushalt. Wer also gesund leben möchte, der trinkt gezuckerten Kaffee vor allem während oder direkt nach den Mahlzeiten. Das gibt dem Körper mehr Zeit, das Insulin im Blut wieder abzubauen.

Die Menge macht das Gift und deswegen sollte man sich über den zusätzlichen Zucker informieren statt den Zucker grundsätzlich zu verteufeln. Die Regel sollte sein: Zucker ja, Zuckerzusatz nein! Und wer trotzdem seine Pfunde nicht loswird: am Zucker im Kaffee liegt es nicht. In diesem Sinne: angenehme Vorsätze!

Mehr zum Thema Zucker gibt es hier! Mehr zum Thema Kaffee und Gesundheit steht hier!

Quellen: Oyá GbR via LivePR, Edeka, Wikipedia, Ärzte Zeitung. Bildrechte: knipseline/pixelio.de, Rolf Handke/pixelio.de, günther gumhold_pixelio.de.

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