3 Kaffees aus der Kühltheke im Vergleich

Die Kühltheke unserer Supermärkte sind ein hart umkämpftes Feld. Hier wird besonders hart um den Konsumenten geworben, mit großen Gefühlen, Öko-Versprechen und Gesundheit. Coffeenewstom schaut sich heute einmal drei aktuelle Kaffeeprodukte näher an und versucht einen fairen Vergleich.

 

Jacobs Eiskaffee Typ Cappuccino Milka

„So schokoladig – so lecker! Ob für zwischendurch oder unterwegs: Die Kombination aus köstlichem Kaffee und dem Geschmack von zartschmelzender Milka Schokolade erfrischen dich in jeder Situation. Erlebe eine coole Zeit – mit dem Jacobs Cappuccino Milka.“ So vollmundig kündigt die Jacobs-Unternehmensseite das neue Produkt an. Mit im Programm: Jacobs Eiskaffee Typ Cappuccino und Jacobs Eiskaffee Typ Latte Macchiato Baileys.

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Werfen wir einen Blick auf die Inhaltsstoffe: „Magermilch (69%), Kaffeezubereitung (14.2%) (Wasser, löslicher Bohnenkaffee), Schlagsahne, Zucker, fettarmer Kakao, Aromen, Säureregulator (E339), Verdickungsmittel (E412, E407).“ Immerhin, der Bohnenkaffee ist Rainforest Alliance Certified. Als positiv ist auch zu bewerten, dass ein Teil der Becher-Verpackung aus Pappe ist. Sie lässt sich entfernen und getrennt wiederverwerten. So wird Plastikabfall eingespart. Trotzdem: der überflüssige zusätzliche Deckel für die To-go-Anmutung bleibt! Insgesamt haben wir es mit 16,4 g Abfall zu tun, davon sind 5,2 g Papier.

 

Caffè mit Sojamilch von Alpro brasilianischer Kaffee & Mandel

Sojamilch ist in, Sojamilch ist hipp, Sojamilch ist 100 % pflanzlich und zudem fett- und zuckerarm. Und sie ist vor allem eines, nämlich nicht tierisch. Ob Sojamilch allerdings tatsächlich nachhaltiger ist, wenn für deren Anbau gerade der brasilianische Regenwald abgefackelt wird, mag ich nicht zu beurteilen. Alpro bietet seinen Kaffee-Sojamilch-Mix in vier Geschmacksrichtungen in die Kühlregale der heimischen Supermärkte. Den Caffè von Alpro gibt es als Kolumbianischen Kaffee & Hafer, Äthiopischen Kaffee & Soya Karamel, Peruanischen Kaffee & Kokosnuss und den von mir probierte Brasilianischen Kaffee & Mandel.

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Die Zutatenliste ist überschaubar: Kaffee (53%) (Wasser, Kaffee-Extrakt), Wasser, Zucker, Mandeln (1,5%), Zichorienwurzelfasern, Säureregulatoren (Kaliumphosphate), Meersalz, Aromen, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan). Der Kaffee ist zertifiziert von Rainforrest Alliance, einer internationalen Umweltschutzorganisation, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt und für eine nachhaltige Lebensgrundlage einsetzt und stammt aus brasilianischem Single Origin Anbau. Dank des überflüssigen To-go-Deckels bringt diese Kalter-Kaffee-Variante ganze 16,5 g Müll auf die Wage. 5,2 g sind allerdings Pappe, die wir vom Becher lösen können.

 

Caffè Latte in der Colombia Edition von Emmi

Kleine Betriebe. Hohe Berge. Großer Geschmack: Emmi Caffè Latte Colombia Edition bringt die komplette Aromavielfalt der Arabica-Bohne in den Becher. Langsam und dunkel geröstet, so entsteht der einmalige und typische Kaffee-Geschmack Kolumbiens. Hochkultur zum Trinken also.“ 

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Werfen wir einen Blick auf die Zutaten-Liste: „teilentrahmte Milch 79 %, Arabica-Kaffee 18 %, Zucker, Stabilisator Natriumphosphat, Verdickungsmittel Carrageen.“ Der Arabica-Kaffee ist darüber hinaus Rainforest Alliance Certified, stammt von kleinen Farmen und, so der Hersteller, langsam und dunkel geröstet. Müllmäßig mit 18,3 g Plastik ein echtes Schwergewicht!

 

Fazit

Der Jacobs Eiskaffee Typ Cappuccino Milka hat mit seinem Namen nicht viel zu tun. Leider überwiegen beim Geschmack Süße und Kakao, gegen die sich der Kaffee nicht durchsetzen kann. Deshalb kann dieses Produkt leider nicht ganz überzeugen. Einzig positiv ist der Umweltaspekt durch die Müllvermeidung. Auf den unnötigen Plastikdeckel will man aber nicht verzichten.

Der Geschmack Caffès mit Sojamilch von Alpro ist mir etwas zu süß und – trotz einem Kaffeeanteil von über 50% – zu nichtssagend. Außerdem lässt mich der kurze Genuss mit einer nicht unerheblichen Menge Müll zurück. Hier aber beruhigt mich der Hersteller: „Der gesamte Alpro Caffè Becher ist recycelbar und weist, im Vergleich zu den meisten anderen gekühlten Kaffees, eine gute Ökobilanz auf.“ Mag sein, für mich aber kein Kaufgrund.

Ausgerechnet der Kaffee-Drink mit dem meisten Abfall kann vom Geschmack her am meisten überzeugen: der Caffè Latte in der Colombia Edition von Emmi. Der Geschmack ist intensiver als bei den anderen zwei Produkten und der Kaffee scheint hier zumindest geschmacklich die Hauptsache zu sein – und das trotz seines relativ geringen Anteils von 18 %. Im Endergebnis ist dieser Caffè Latte ein gelungenes Produkt – nur mit leider viel zu viel Abfall.

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Quellen: Produktinformation, Herstellerseiten.

 

 

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