Kaffee Kochen mit der Santos

Mein Einstieg in die Welt der Kaffeezubereitung begann unter anderem mit Bodum. Dort gab es nicht nur zeitlos schöne Tassen und anderes Zubehör, es gab auch French Press und die Santos. Die Santos – heute Pebo – ist ein Vakuum-Kaffee-Bereiter. Wie das funktioniert schauen wir uns heute an.

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Die Santos besteht aus einer Klaskanne und einem Aufsatz, einer Glasschale mit einem Glasröhrchen. In dem Glasröhrchen wird der eigentliche Filter eingespannt. Der Filter verhindert nachher, dass der Satz in den Kaffee kommt.

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In die Kanne unten kommt – gefiltertes – Wasser. In den Aufsatz kommt der gemahlene Kaffee, laut Gebrauchsanweisung pro Tasse ein Bodum-Kaffeemaß, also etwa sieben Gramm. Jetzt kommt das Ganze auf die Herdplatte.

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Beginnt das Wasser zu Kochen wird es durch das Rörchen in den oberen Behälter gedrückt. Oben vermischt sich das siedende Wasser mit dem Kaffeemehl, unten bleiben etwa zwei Zentimeter Wasser in der Kanne.

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Nach etwa zwei bis drei Minuten nimmt man die Santos von der Herdplatte und stellt sie am besten auf ein gefaltetes Küchentuch oder auf Topflappen. Der Untergrund darf nicht zu kalt sein, damit die Kanne durch mögliche Spannungen durch zu hohe Temperaturunterschiede keinen Schaden nimmt. Die Kanne kühlt ab. Dadurch entsteht ein Vakuum, dass den Kaffee nun wieder nach unten saugt.

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Unten in der Kanne ist nun der fertige Kaffee, oben in der Schale verbleibt der Satz. Jetzt vorsichtig den oberen Teil rausziehen und zum Abkühlen anstellen – der aromatische Kaffee in der Kanne ist jetzt servierbereit.

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Diese Form des Vakuum-Kaffee-Bereiters ist auch bekannt als Glaskolben-Kaffeemaschine, Perkolator, Cona-Kanne oder Sintrax. Letztere stammt aus den 1960er-Jahren und stammt aus der Werkstatt des Bauhauses. Die Methode selbst ist übrigens älter: der erste Vakuumbereiter lässt sich im Jahr 1830 datieren. Allen gemeinsam ist, dass bereits der Vorgang des Kaffee-Kochens spektakulär ist. Und das Ergebnis ausgesprochen schmackhaft ist.

 

Quellen: Bodum, Crema.

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