Tag des Kaffees 2019: Coffee Fairday

Unser Kaffee ist durch Dumpingpreise und die Folgen des Klimawandels bedroht. Viele der Kaffeeproduzierenden leben in bitterer Armut. Sie verlassen ihre Felder, weil sich der Anbau nicht mehr lohnt, obwohl Kaffee zu den wertvollsten Rohstoffen der Erde gehört. Heute ist der nationale und internationale Tag des Kaffees. Und ein Grund sich mit dem Thema „Fairer Kaffee“ zu befassen!

In den vergangenen 15 Jahren ist die globale Produktion um mehr als 20 Prozent gewachsen. Weltweit werden mehr als zwei Milliarden Tassen Kaffee täglich getrunken, was einem Umsatz von rund 180 Milliarden Euro pro Jahr entspricht. Damit gehört Kaffee zu den wertvollsten Rohstoffen dieser Erde. Während arabische Ölscheichs von ihrem Rohstoff profitieren, erhalten Kaffeebäuerinnen und -bauern so gut wie nichts von den riesigen Erlösen.

Fairtrade Coffee Indonesia

Im Gegenteil: Das schwarze Gold treibt sie in bittere Armut. Bei dem aktuellen Weltmarktpreis von rund einem US-Dollar für ein Pfund Rohkaffee, erhalten nicht-Fairtrade-zertifizierte Produzenten in Honduras, eines der wichtigsten Kaffee-Importländer für Deutschland, rund 130 US-Dollar für einen Sack Kaffeebohnen. Ihre Produktionskosten liegen jedoch bei rund 180 US-Dollar. Verkaufen Kooperativen ihren Kaffee zu Fairtrade-Bedingungen erhalten sie mindestens 210 US-Dollar – für Biokaffee sogar 250 US-Dollar.

Es zeigt sich: Der Kaffeemarkt ist ungerecht. Und er ist Teil eines Systems, das Rohstoffe billig einkauft und damit Armut in Kauf nimmt. Der lukrativere Teil der Produktionskette, nämlich das Rösten, findet hingegen fast ausschließlich in den reichen Industrienationen statt. Wer zum Beispiel Armut oder Fluchtursachen wirksam bekämpfen will, der muss faire Preise für Rohstoffe zahlen und die rohstoffproduzierenden Länder an der Weiterverarbeitung – und damit am Gewinn – beteiligen.

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Dabei kann jeder Kaffee fair machen! Das beginnt beim persönlichen Kauf von fair gehandeltem Kaffee und geht weiter in Job, Schule oder Uni, im Verein und auf der Straße. Vielleicht sollte man den Tag des Kaffees zum Anlass für ein persönliches Umdenken nutzen. Fair gehandelter Kaffee schmeckt nicht automatisch besser – aber er hinterlässt einen besseren Nachgeschmack…

Morgen verrät Coffeenewstom, was er faires am heutigen Coffee Fairday gemacht hat.

 

Bildrechte: Titelbild Deutscher Kaffeeverband, Textbilder Nathalie Bertrams/Fair Trade Deutschland, Santiago Engelhardt/Fairtrade Deutschland; Quelle: Fair Trade Deutschland.

Zu den Hintergründen des Tages des Kaffees geht es hier!

Zum Rezept für den Lighthouse Coffee, dem offiziellen Kaffee-Drink zum Tag des Kaffees 2019, geht es hier!

Warum Bürokaffee so wichtig ist steht hier!

 

 

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