Griechisches Kaffee-Tagebuch: Panorama über Póthia auf Kalymnos

Kaum zu glauben: Nur wenige Seemeilen von Kos entfernt, bietet Kalymnos ein völlig anderes Bild! Und es ist mehrere Grad heißer als auf dem ungleich größeren Nachbarn. Der Hafen von Kalymnos gehört zur einzigen größeren Stadt der Insel Póthia. Die Häuser von Pothia erinnern an Symi, kein Zufall, waren es doch Gast-Schwammtaucher der ebenfalls naheliegenden Insel, die sich hier angesiedelt und mitgebaut haben. Pastellfarbene Häuser reihen sich entlang der belebten Uferpromenade. Und auch die italienischen Besatzer haben mit Gebäuden im venezianischen Stil der Insel ihren kulturellen Stempel aufgedrückt. Die drittgrößte Stadt der Dodekanes ist übrigens auch im Winter belebt.

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Über den Schiffsanleger gelangt man sogleich in das Zentrum des Hafens , die Uferstraße, an der sich tagsüber und abends das Leben abspielt. Hier sind die Restaurants und Cafés und die meisten der wenigen Hotels der Insel. Der Großteil der Touristen kommt mit den Ausflugsbooten – und verschwindet auch wieder mit ihnen.

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Mein Hotel, das Hotel Panorama, liegt oberhalb der Stadt. Mein Zimmer ist zweckmäßig und einfach aber sauber und auch hier erleichtert mir ein Kühlschrank das Dasein. Vor dem Zimmer eine kleine Terrasse mit eben jenem Blick über die Stadt. Kaum ist ein besserer Ort für meinen griechischen Morgenkaffee denkbar.

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Die Insel habe ich gestern erkundet und umrundet, habe das Kastell Chrysocherias erstiegen, was weit über der Stadt thront und einst dem Johanniterordengehörte. Dann am Flughafen vorbei und den Blick über Mirties, Masouri und die kleine Nachbarinsel Telendos genossen. Weiter die Küste hinauf an der Festungsruine Kastello vorbei bis Arginonta und nach kurzer Stärkung mit gegrilltem Käse über die Passstraße nach Vathis und zurück zum Hafen.

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Die Straßen hier sind besser als auf Kos. Vor allem wurde hier mehr Split zugesetzt, so dass die Fahrbahn mehr Grip hat. Hier macht Rollerfahren richtig Spaß und der Verkehr ist so gering, dass man mit seinem 50 bis 60 km/h hier niemandem im Weg umgeht. Genug Koffein hatte ich ohnehin noch im Blut!

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So sitze ich hier über der Stadt und genieße meinen Morgenkaffee, den mir mein Hotelier gekocht hat. Geweckt hat mich übrigens Kanonendonner, dass ich schon dachte, die Türken greifen an. Ich rede hier nicht von Böllern, ich Rede vom tosenden Lärm echter Geschütze. Es waren nicht die Türken – in der Stadt gibt es eine Hochzeit.

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Überhaupt sind es die verschiedensten Geräusche, die der Wind vom Meer zu mir herauf weht: da heulen Hunde im Chor, da tönen die Glockenspiele der Kirchen herüber, da hört man die Liturgie orthodoxer Priester und dann der Jubel der Hochzeit. Man könnte endlos hier sitzen und lauschen. Doch es gibt noch mehr Kaffee, der auf Kalymnos getrunken werden muss…

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Zum Beispiel im Ciao Café Kalymnos!

Zurück zur Fähre geht es hier!

Hotel Panorama, Ammoudara, Kalymnos, Griechenland.

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