Der große Milchschaum-Test

Milch gehört zu Kaffee wie der Eiffelturm zu Paris, der FC Bayern zu München oder Plisch zu Plum. Egal ob Cappuccino, Latte macchiato oder Caffè Latte, dem schlichten Milchkaffee, für viele Kaffeegetränke brauchen wir Milch. Und das so kunstvoll, dass wir inzwischen schon von Latte Art sprechen, wenn uns der Barista schöne Bilder in die Tasse zaubert.

Das mit der Milch im Kaffee ging so ungefähr 500 Jahre ganz gut, doch seit kurzem geistern zahlreiche… ähm… sagen wir einmal milchähnliche Getränke durch die Caffè-Bars. Und das führte zu verschiedenen Hypes, wie zum Beispiel in der bereits legendären New Yorker Hafermilchkrise im letzten Winter, Coffeenewstom berichtete!

Was ist dran, an dem gehypten Milchersatz? Und kann er es mit dem Naturprodukt wirklich aufnehmen? Coffeenewstom macht den Test! Wir testen die Alpro Barista Soja, Oatly Hafermilch Barista Edition und Weihenstephan frische Milch 3,5% und vergleichen Aufschäumverhalten, Cremigkeit und Geschmack. Alle drei Produkte wurden sowohl mit der Damplflanze meiner De’Longhi Dedica Style EC 685, als auch De’Longhi Alicia Latte, also einem elektrischen Milchaufschäumer zu Milchschaum verarbeitet. Und das ist das Ergebnis:

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Platz 3: Alpro Barista Soja

Mit der Alpro Barista Sojamilch lässt sich mühelos ein sehr gutes Ergebnis erzielen: Der Milchschaum ist cremig und locker und von der Konsistenz von geschäumter Kuhmilch nicht zu Unterscheiden. Bleibt noch der Geschmack Denn die Sojabohne lässt sich klar herausschmecken. Nicht, dass das unangenehm wäre, aber da stößt das Sojaprodukt an seine Grenzen. Auch im Cappuccino schmeckt man den Unterschied zur Milch. Wer das in Kauf nimmt, oder vielleicht sogar mag, der ist mit dem Barista Sojadrink von Alpro gut bedient, doch mit dem typischen Sojageschmack reicht es nur für Platz 3.

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Platz 2: Oatly Hafermilch Barista Edition

Barista Edition ist reich an ungesättigten Fetten. In der Ernährung gesättigte gegen ungesättigte Fette auszutauschen hilft, den Cholesterinspiegel im Blut auf normalem Niveau zu halten“, so der Hersteller. In der Tat eignet sich die Hafer-Milch für den Cappuccino. Der Schaum ist etwas cremiger, als von der Kuhmilch gewohnt, aber er besticht durch einen unaufdringlichen Geschmack, der gut zum Kaffee schmeckt, ohne dabei einen starken Eigengeschmack zu entwickeln. Beruhigt das Öko-Gewissen, kostet aber doppelt so viel wie Milch und ist nicht überall zu bekommen. Daher nur Platz 2.

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Platz 1: Weihenstephan frische Milch 3,5%

Milch ist eben Milch. Obwohl inzwischen einige behaupten, Milch sei nicht für Menschen gemacht und deshalb auch nicht mehr zeitgemäß. Doch nur Milch schäumt und schmeckt wie Milch. Oatly ist ein guter pflanzlicher Ersatz, aber eben nur ein Ersatz und Sojamilch schmeckt eben zu streng nach Soja. Weshalb ich für mich jederzeit Milch bevorzugen würde. Und es auch tue. Und Milch kommt ganz ohne – teurere! – Barista Edition aus. Die Milch macht’s.

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Fazit

Für welches Getränk man sich für seinen Milchkaffee entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Wie bereits ausgeführt sind Ersatzprodukte zwar inzwischen ganz gut, aber eben nur Ersatz. Wer sich aus Gesundheits- oder Tierwohlgründen gegen Kuhmilch entschieden hat, der ist mit der Hafermilch von Oatly gut bedient – und nimmt dafür sicherlich den höheren Preis in Kauf. Ich persönlich bleibe bei Milch!

 

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