Dallmayr und Menschen für Menschen: mit Kaffeeanbau aus der Armut

Alois Dallmayr Kaffee und die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe haben vor kurzem die Durchführung eines gemeinsamen Projektes in Äthiopien vereinbart, um eine neue Kaffeeregion in Äthiopien ganzheitlich zu unterstützen. Unterstützt wird das Vorhaben, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, auch vom Freistaat Bayern.

Mit dem Projekt im äthiopischen Bezirk Dano innerhalb der Region West Shoa sind gleich mehrere Ziele verbunden. So sollen damit u. a. neue Wertschöpfungsketten in Äthiopien aufgebaut werden und nachhaltige Perspektiven, besonders für arbeitslose Jugendliche, geschaffen werden. Durch die Produktivitätssteigerung erhalten die Bauernfamilien, unter Einhaltung der kleinbäuerlichen Struktur, mehr Einkommen.

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„Wir werden gemeinsam in den nächsten Jahren eine neue Kaffee-Region in Äthiopien entwickeln. Es ist eine ideale Kombination von Kaffee-Expertise und Erfahrung in Äthiopien durch die Firma Dallmayr und unsere lokale operativer Erfahrung sowie die soziale Verantwortung und der Bezug zu der ländlichen Bevölkerung“, beschreibt Dr. Sebastian Brandis, Sprecher des Vorstands von Menschen für Menschen, die Vorteile des gemeinsamen Projekt.

Die Region Dano eignet sich aufgrund der Höhen-, Klima- und Bodenressourcen hervorragend für den Kaffeeanbau. Derzeit wird erst auf etwa 400 Hektar Kaffee angebaut. Mit dem wachsenden Interesse der Bauern und durch die Maßnahmen von Menschen für Menschen wird erwartet, dass die Kaffeefläche in fünf Jahren auf rund 1.000 Hektar und in 10 Jahren auf mehr als 2.000 Hektar wächst. Im ersten Schritt werden über 1.200 Bauernfamilien, 40 Jugendliche, 40 Gelegenheitsarbeiter und 100 Experten an dem Projekt beteiligt sein.

Äthiopien ist nicht nur ein wichtiges Land für den Kaffeeanbau. Viele ursprüngliche Sorten – notwendig für neue Kreuzungen – findet man nur hier. Allerdings leben hier auch die ärmsten Kaffeebauern. Erst im April hat Christian Ude, Münchens Alt-Oberbürgermeister und Vorsitzender des Stiftungsrates von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe auf den seit einem Jahr deutlich sichtbaren und rasanten Wandel in Äthiopien hingewiesen sowie gleichzeitig mehr Unterstützung für das Land gefordert.

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„Wenn wir wollen, dass Äthiopien weiter friedlich bleibt und demokratischer wird, wenn wir wollen, dass Äthiopien zu einem stabilen Faktor in Afrika wird und wenn wir wollen, dass es den Menschen dort langfristig besser geht, dann braucht Äthiopien gerade jetzt unsere Hilfe“, betonte Christian Ude. „In Äthiopien gibt es, seit dort der Premierminister Abiy Ahmed Ali regiert, einen wahrnehmbaren Wandel. Diese positive Entwicklung müssen wir aus Deutschland und Europa unterstützen. Ich bin überzeugt, dass eine effektive und abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit – auf Augenhöhe und unter Mitwirkung der Betroffenen – nachhaltige Perspektiven für die Bevölkerung vor Ort schaffen und fördern kann.“

Christian Ude engagiert sich sehr für Äthiopien. Erst kürzlich überreichte der ehemalige Münchner Oberbürgermeister vor Ort und persönlich der äthiopischen Langstreckenläuferin Tirunesh Dibaba die Ernennungsurkunde zur Botschafterin für Menschen für Menschen. Tirunesh Dibaba ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Langstreckenläuferinnen der Welt. So hat sie bereits drei Goldmedaillen bei Olympia, fünf WM-Titel sowie viermal Gold bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften gewonnen. Mit 14:11,15 Minuten hält sie auch den 5.000-Meter-Weltrekord.

Tirunesh Dibaba aus Äthiopien zur Botschafterin

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Tirunesh Dibaba uns als Botschafterin bei unserer Arbeit künftig unterstützt. Sie kennt unsere Arbeit in Äthiopien aus eigener Anschauung. Sie ist authentisch und wird uns hervorragend, nicht nur in ihrem Heimatlandland, sondern auch weltweit, vertreten. Tirunesh Dibaba ist nicht nur eine außergewöhnliche und erfolgreiche Athletin. Sie weiß, dass man für den Erfolg hart arbeiten und auch aus Niederlagen Kraft schöpfen muss, um im Leben weiter voran zu kommen. Diese bewundernswerte Frau engagiert sich, neben ihrem täglichen Sportpensum, auch vorbildlich für die Menschen in Äthiopien“, sagte Christian Ude bei der Übergabe der Urkunde. Tirunesh Dibaba wird sich besonders um die Themen Bildung, Frauenförderung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Jugendliche kümmern.

Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen derzeit setzt die Maßnahmen in elf Projektgebieten mit rund 620 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

Spendenkampagne für Menschen für Menschen auf Klassik Radio

Auch im Jahr 2019 darf die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe (München) das DZI-Spendensiegel führen. Seit 1993 trägt die Hilfsorganisation ununterbrochen dieses Spenden-Gütesiegel. Das DZI Spenden-Siegel ist das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen. Es belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht. Siegel-Organisationen verpflichten sich freiwillig, die DZI-Standards zu erfüllen und damit höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Sie sind leistungsfähig, arbeiten transparent, wirtschaften sparsam, informieren sachlich und wahrhaftig und haben wirksame Kontroll- und Aufsichtsstrukturen. Auf diese Weise gewährleisten sie, dass die ihnen zufließenden Spenden den gemeinnützigen Zweck erfüllen. Rund 230 Organisationen tragen zurzeit das DZI Spenden-Siegel.

Mehr über die Äthiopienhilfe von Menschen für Menschen:

Kaffeeanbau für ein besseres Leben.

Wie Kaffee in Äthiopien hilft! 

Wie die Äthiopienhilfe 5.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgen will, finden sie hier. Wie Sara Nuru mit fair gehandeltem Kaffee in ihrer Heimat hilft steht hier. Über die Vorteile eines nachhaltigen Kaffeeanbaus berichten wir hier.

Mehr über Dallmayr steht hier und hier.

 

Bildrechte: obs/Rainer Kwiotek/Zeitenspiegel/Die Stiftung Menschen für Menschen, obs/Menschen für Menschen (4x); Quellen: ots/Original-Content von: Die Stiftung Menschen für Menschen, übermittelt durch news aktuell, PM vom 03.05.2018, 03.04.2019, 23.03.2019 und 20.12.2018, DZI.

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