Tchibo und Fairtrade: Kaffeefarmer-Projekt in Honduras

Während Tchibo bei seinen  klassischen Marken, wie der „Feinen Milde“, die Preise senkt und so den momentan niedrigen Weltmarktpreis an die Verbraucher weiter gibt, bleiben bei den Premium-Marken die Einkaufspreise stabil. Die Nutznießer höherer Einkaufspreise sin in erster Linie die Kaffeebauern. Jetzt startet Tchibo zusammen mit Fairtrade Deutschland ein umfangreiches Projekt in Honduras. „Gemeinsam mit Fairtrade verbessern wir die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kaffeebauern, Erntehelfern und ihren Familien. Gleichzeitig investieren wir in eine nachhaltige Kaffee-Lieferkette. Unser Engagement in Honduras ist ein weiterer Schritt auf unserem ambitionierten Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit „, so Nanda Bergstein, Direktorin Unternehmensverantwortung bei Tchibo.

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Neben Tchibo und Fairtrade Deutschland sind die CLAC, die Fairtrade-Produzentenorganisation Lateinamerikas, sowie ein Tchibo Partner vor Ort im Joint Forces Projekt eingebunden. „Wir freuen uns über das erneute Engagement von Tchibo, nach Brasilien nun auch Fairtrade Kleinbauern in Honduras zu unterstützen“, so Dieter Overath, Vorsitzender Transfair/ Fairtrade Deutschland. Honduras ist eines der wichtigsten Herkunftsländer für Fairtrade-zertifizierten Kaffee in Deutschland. Die Kleinbauernfamilien haben jedoch mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen.

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Kitas für die Kinder, Maschinen und Schulungen für die Erwachsenen: mit diesen Maßnahmen sollen die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kaffeefarmer in den unterstützten Kooperativen Schritt für Schritt verbessert werden. Das Ziel ist es die Arbeits- und Lebensbedingungen auf den drei Kaffee-Kooperativen Copranil, Probeca und Cocrebistol zu verbessern. Insgesamt profitieren 262 Kleinbauernfamilien und 500 Erntehelfer und Erntehelferinnen von dem Programm. Vorbild ist das erfolgreiche Tchibo Joint Forces und Fairtrade Projekt in Brasilien, das von 2015 bis 2018 durchgeführt wurde. Auch das neue Projekt ist für einen Zeitraum von drei Jahren vorgesehen.

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Rechtzeitig zur Ernte der Kaffeekirschen wurde im November mit der Einrichtung von vier Kitas für die insgesamt 150 Kinder der Kaffeebauern und Erntehelfer gestartet. Die Kitas bieten den Kindern eine Betreuung, während die Eltern bei der Ernte sind. So müssen die Kinder nicht auf dem Feld spielen, denn dieses ist oftmals gefährlich abschüssig, oder gar beim Pflücken helfen. Außerdem werden die Kinder medizinisch betreut und erhalten zwei Mahlzeiten pro Tag. María Esperanza López, Geschäftsführerin der Kooperative Copranil aus der Region Cópan,  ist sehr stolz auf die eigenverantwortliche Errichtung der Kitas, denn diese sind in Honduras eine Seltenheit.

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Der Projektplan wurde mit den Kooperativen-Mitgliedern gemeinsam ausgearbeitet. Dementsprechend hoch ist auch das Engagement aller Beteiligten: mit vereinten Kräften, eben mit „joint forces“. Es geht es um eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensverhältnisse der am Kaffeeanbau beteiligten Farmer, Pflücker und Familien. Und dazu gehört auch, weitere Familien zu motivieren, während der Erntezeit ihre Kinder in die Kitas zu bringen sowie Frauen aus der Gemeinschaft zu befähigen, Verantwortung im Farmmanagement und in den Kooperativen zu übernehmen. In die Qualität des Kaffees wird ebenso investiert: Mit neuen Maschinen und verbesserter Ausstattung. Denn: je höher die Qualität des Kaffees, desto höher sind die Verkaufserlöse.

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Trotz all dem Engagement von Tchibo und Fairtrade kommt es in erster Linie auf den Verbraucher an. Denn nur, wenn der Endkunde bereit ist für den etwas teureren Kaffee mehr Geld hinzulegen, werden Projekte wie dieses auf Dauer Bestand haben. Trotzdem sind Kooperationen, wie diese von Tchibo und Fairtrade, ein wichtiger Schritt in Richtung von etwas mehr Gerechtigkeit auf diesem Planeten.

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Bildrechte: gmstockstudio/fotolia.com, TransFair e.V. /Hanna Witte, TransFair e.V. /Sean Hawkey, TransFair e.V. /Nathalie Bertrams, TransFair e.V. /David Macharia, TransFair e.V. /Sean Hawkey, TransFair e.V. /Santiago Engelhardt; Quellen: ots/Original-Content von: Tchibo GmbH, übermittelt durch news aktuell, Fairtrade Deutschland, TransFair e.V.

 

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