Mehr Kaffee von Leone

Über den Kenya AA Top habe ich ja schon berichtet. Dieser auf einer Fernfahrt gekaufte Kaffee blieb, wie beschrieben, hinter meinen Erwartungen zurück. Wie würde es mit den drei anderen Kaffees, die ich bei dem Röster in Bad Tölz gekauft hatte, laufen? Zuerst Probierte ich den Cuba Serrano Superior. Voller, eleganter Körper hieß es. Und weiter: „Der Serrano wird im Südosten der Insel, westlich von Santiago, in relativ tiefen Lagen von 800m auf lehmigem Sandboden angebaut. Diese Gegend im Schatten der Berge der Sierra Maestra, überragt vom Pico Torquino, war der Ausgangspunkt der kubanischen Revolution von 1956. Besonders säurearm, aromatisch, leicht herb, voller, eleganter Körper, mild ausgewogen. Absolute Rarität, da nur wenige Säcke exponiert werden.

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Um es kurz zu machen: auch dieser Kaffee fiel bei meinem Geschmackstest leider durch. Besser erging es mir mit die „Wiener Mischung“, dem „Röstkaffee Wiener Tradition“, eine besonders aromatische Mischung aus besten süd-, mittelamerikanischen und afrikanischen Hochland Arabicas. Der war zwar kein Highlight, aber zumindest gut trinkbar. Doch wie konnte das sein? Hatte mir nicht vor Ort der Kaffee so gut geschmeckt? So anders sind die Klimabedingungen in Bad Tölz und München nicht, dass sich die Geschmacksunterschiede erklären lassen.

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Die Antwort gab der Massimiliano, ein Espresso tradizionale und der Kaffee, den ich in der Rösterei getrunken hatte. Von diesem Genuss begeistert habe ich dann gleich einmal vier Kaffees eingekauft. Auf der Leone-Webseite heißt es zum Massimiliano: „Diese Espressomischung wird nach Triestiner Tradition aus acht verschiedenen Hochlandkaffees geröstet. Sie bildet eine feste Creme. hat Aromen von Schokolade‚ Kakao‚ Haselnuss‚ frisch getoastetem Brot und schmeckt fruchtig mild im Abgang.

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In Triest gäbe es bereits um um 1700 die ersten botteghe da caffé {Kaffeehäuser}. Seit damals bringen Schiffe Kaffee aus aller Welt in den bedeutendsten Kaffeehafen des Mittelmeeres. Jährlich werden hier ca. 10.000 Container mit 1 Million 60 kg Säcke Rohkaffee importiert. Der Habsburger Erzherzog Ferdinand Maximilian, der spätere Kaiser Maximilian I. von Mexico, ließ zwischen l856 und 1860 Schloss Miramare in der Bucht von Triest als seinen Wohnsitz errichten.“

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Da war es wieder, das Leone-Gefühl, dass ich bei meinem Besuch in Bad Tölz hatte. Diese Espresso-Mischung ist absolute Spitzenklasse! Frisch gemahlen, im Siebträger zubereitet ein Genuss. Wieso die anderen Kaffees aus dem Hause Leone meinen Geschmack so weit verfehlte, kann ich mir nur schwer erklären. Der Massimiliano jedenfalls ist ein Volltreffer.

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