Tom auf der Suche nach dem Mokka IV

Was für eine Tour! Kein Mokka im mocca in der Implerstraße, kein Mokka im Moccakult in der Thalkirchner Straße und kein Mokka im MoKKa im Schlachthofviertel. Dabei ist Mokka doch der Kaffee, der dem ursprünglichem Kaffee in seiner Zubereitung am nächsten kommt. „Unter Mokka oder Türkischem Kaffee versteht man einen Kaffee, der auf ursprüngliche Art durch Aufgießen von Wasser in einem mit staubfein gemahlenem Kaffeepulver gefüllten Kännchen (Ibrik oder Cezve) im Sandbett in der Glut einer Feuerstelle oder auf einer heißen Kochplatte hergestellt wird.“ Das verrät uns schon Wikipedia. Heute geht das übrigens auch elektrisch.

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„Der arabische Mokka wird in der Regel mit Kardamom gewürzt und ungesüßt sehr heiß serviert. Neben Kardamom sind auch Zimt oder Nelken als Gewürz für den Mokka beliebt. Im Gegensatz dazu wird der türkische Mokka stets gesüßt und selten mit Rosenwasser gewürzt.“ Griechischer Mokka ist dem türkischen sehr ähnlich, obwohl jeder Grieche das abstreiten würde. Hier unterscheidet man drei Grade der Süße: gliko ist sehr süß, metrio mittelsüß und sketo bedeutet ohne Zucker. Bosnischer, kroatischer oder serbischer Kaffee wird ebenso zubereitet. Übrigens: auch der Kaffee aus einer Bialetti ist kein Espresso, sondern ein Mokka. Schließlich hieß die 1933 erfundene Herdkanne aus Italien „Moka Express“.

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Neben der Zubereitungsart bezeichnet Mokka eine Stadt, eine Arabica-Varietät, ist ein Oberbegriff für Kaffees aus dem äthiopischen Raum, die traditionell entweder über Addis Abeba oder Di­re Dawa gehandelt werden und einen starken Kaffee, zumeist mit etwas Satz in der Tasse. Und etwas, was Tom offenbar an diesem Tag nicht bekommt. Zwei Hausnummern weiter weckte ein Café mein Interesse. Hatte hier nicht vor gerade einmal einem Jahr das griechische Restaurant Sta Kala Kalakathoumena eröffnet? Jetzt präsentiert sich das Etablissement als „Boulevard 17 Café & Bar“. Auf der Karte findet sich – oh Wunder – ein Mocca Doppio.

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Der Boulevard 17 sieht aus wie ein typisches Balkancafé: Zwei Spielatomaten an der Wand, eine lange Bar aus dunklem Holz, dunkle Möblierung. Trotzdem frage ich nach dem Mocca. Das sei ein griechischer Kaffee erfahre ich. Wie viel Zucker ich denn haben möchte? Ich sage: „metrio parakalo!“ und der Chef lacht. Eine sehr junge, sehr hübsche Griechin bringt mir eine Cappuccino-Tasse voll mit Mokka. Und unaufgefordert ein großes Glas Wasser dazu. Das hat Stil. Da werde ich bestimmt wiederkommen! Vor allem im Sommer, wenn die Terrasse – hoffentlich – bestuhlt ist. Für heute bin ich jedenfalls am Ziel…

Wie man bosnischen Kaffee original kocht, das steht hier!

Wie man mir der Bialetti-Herdkanne Moca kocht steht hier!

 

Boulevard 17, Schmellerstraße 17, München-Schlachthofviertel, Öffnungszeiten: täglich 12:00 – 23:00 Uhr.

 

Bildrechte Titelbild: Richard Huber/wikipedia, weitere Bilder Coffeenewstom; Quellen: Wikipedia, Crema.

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2 Gedanken zu “Tom auf der Suche nach dem Mokka IV

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