Kaffee – mit oder ohne Zucker?

Es bleibt eine Glaubensfrage! Soll man den Kaffee mit oder ohne Zucker trinken? Tatsächlich lasse ich manchmal den Zucker weg, nämlich immer dann, wenn ich einen Kaffee das erste Mal probiere. Dann geht es nämlich darum die feinen Kaffeearomen zu erschmecken. Probiert man das mit Zucker geht viel verloren.

Doch wenn es um den Alltagskaffee geht, dann ist Zucker durchaus erlaubt. Gerade brauner Zucker, also Zucker, der nicht raffiniert wurde, kann ebenfalls reich an Aromen sein und kann so einen guten Kaffee gut ergänzen. Vor allem ein hoher Kandisanteil sorgt für eine feine Karamellnote, die eine Zugabe von Sirup überflüssig macht.

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Keine Hilfe in der Zucker-Frage sollte man sich von den zahlreichen Studien zum Thema erwarten. Mal stellt sich heraus, das Zucker und Milch im Kaffee schon irgendwie ok sind, mal das Gegenteil. 2003 ergab eine Studie, dass Zucker im Kaffee helfen kann Übergewicht zu vermeiden, 2011 wiederlegt eine andere Studie genau das und meint, dass gerade dies zur Fettleibigkeit beiträgt.

Doch wie soll man das Dilemma nun lösen? Erlaubt ist was gefällt? Und wenn nicht: was ziemt sich denn? Ich halte Zucker im Kaffee erstmal für unproblematisch – wenn man den Insulinspiegel im Auge behält. Zwischen den Mahlzeiten sinkt der nämlich wieder ab. Ein Kaffee mit Zucker verhält sich da wie eine kleine Zwischenmahlzeit und verhindert das, was auf Dauer nicht gut für unseren Körper ist. Achtet man aber darauf, dass der gezuckerte Kaffee zu den Mahlzeiten eingenommen wird, der kann diesen Effekt umgehen.

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Wer den Zucker zwar weglässt, aber dafür halbe Torten, tafelweise Schokolade und Berge von Chips oder fettem Fleisch in sich hineinschaufelt, der wird seinem Körper kaum Gutes tun. Dabei ist nichts verkehrt daran, den eigenen Zuckerkonsum einmal zu überdenken. Zucker ist nämlich nicht nur da wo wir ihn sehen oder vermuten, er versteckt sich auch gerne dort, wo wir ihn gar nicht erwarten. Das ein Instant-Cappuccino zum Großteil aus billigstem Fett und Zucker besteht dürfte sich rumgesprochen haben. Auch, dass Cola eine Zuckerbombe ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Aber warum befinden sich in einer Tiefkühlpizza sechs Würfel Zucker?

Ein Gramm Zucker enthält vier Kilokalorien, entsprechend sollten bei einer Kalorienaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag durchschnittlich nur etwa 50 g Zucker verzehrt werden. Dieser Wert gilt für Frauen, Männer dürfen etwas mehr, nämlich 65 g Zucker pro Tag zu sich nehmen. Die neuen Richtlinien der WHO sind allerdings noch strenger. Da werden höchstens 5 Prozent Zucker an der Gesamtkalorienmenge empfohlen. Das entspricht dann nur ca. 25 g Zucker am Tag.

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25 g – das entspricht sechs Kaffeelöffeln Zucker. Wer schon in den Morgenkaffee drei davon heineinschüttet, der hat den Rest des Tages dann keinen großen Spielraum mehr. wer aber insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung achtet – und das schließt einen Blich auf die Zutatenliste beim Einkaufen mit ein – für den dürfte der Zucker im Kaffee keine all zu große Belastung darstellen. Es gilt das, was Paracelsus schon wusste: „Die Dosis macht das Gift!“

 

2 Gedanken zu “Kaffee – mit oder ohne Zucker?

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