Grüne Woche 2019: Kaffee ohne Kinderarbeit

Wie sieht es auf einer Kaffeeplantage aus und unter welchen Bedingungen bauen die Menschen dort unseren Kaffee an? Wie können Sie fair gehandelte Produkte aus Afrika beim Einkauf erkennen? Und was gibt es auf einem afrikanischen Marktplatz alles zu entdecken? Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und seine über 20 Partner geben Antworten – vom 18. bis 27. Januar auf der Internationalen Grünen Woche Berlin in Halle 5.2a.

Entwicklungsminister Gerd Müller: „Wir bauen unseren Wohlstand noch viel zu oft auf dem Rücken Afrikas auf. Kaffee, Kakao, Baumwolle und seltene Metalle werden immer noch mit Sklavenarbeit, ausbeuterischer Kinderarbeit, Hungerlöhnen und Abholzung des Regenwalds hergestellt. Jede und jeder einzelne kann etwas dagegen tun. Denn die Macht, faire Produkte zu kaufen, liegt beim Verbraucher. Wir stimmen jeden Tag an der Ladentheke ab, ob wir Ausbeutung beenden wollen oder nicht. Es ist wichtig, dass wir Verbraucher fragen: Unter welchen Bedingungen werden unsere Alltagsprodukte hergestellt? Denn am Anfang stehen immer Menschen, die von ihrer harten Arbeit leben müssen.“

Mit ihrer Kakaoernte zum Beispiel verdient eine siebenköpfige Bauernfamilie in der Elfenbeinküste gerade einmal 100 Euro im Monat. Das deckt nicht die monatlichen Kosten. Die Folgen sind Armut und Kinderarbeit. 2,3 Millionen Kinder arbeiten auf Kakaoplantagen allein in Westafrika, wo die Elfenbeinküste, Nigeria und Ghana über 85 Prozent des deutschen Kakaos produzieren.

In Halle 5.2a reisen die Besucher in die Anbaugebiete für Kakao, Kaffee und Cashew. Sie erfahren, unter welchen Bedingungen ihr Kaffee produziert werden und wie er den Weg ins Supermarktregal findet. Jeder Besucher kann entdecken, wie die Kakaofrucht aussieht, wie sie schmeckt und wie hart viele Menschen arbeiten, um sie zu ernten. Andere Stationen zeigen, dass die Cashew nicht nur gesund ist, sondern ihr Anbau in Afrika in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit über 530.000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Der Cashewbaum ist zudem eine „Wunderpflanze“ in Zeiten des Klimawandels. Er trotzt extremen Wetterphänomenen und trägt auch dann noch, wenn Kakao schon nicht mehr angebaut werden kann.

Ein authentischer afrikanischer Marktplatz lädt ein zum Probieren und Entdecken. So wird klar, wie sehr Afrikas Produkte bereits jetzt Teil unserer Ernährung sind. Zudem wird mit digitalen Innovationen für Landwirte in Afrika deutlich, welche Entwicklungssprünge mit modernen Technologien möglich sind. Und bekannte Köche zeigen während der zehn Tage zudem, wie schmackhaft faire Produkte sind. Ergänzt wird das Angebot durch spannende Bühnenangebote, Livemusik und Highlights wie eine Insektenküche.

Das BMZ präsentiert sich auf der Grünen Woche gemeinsam mit der Welthungerhilfe, dem WWF, Fairtrade, Brot für die Welt, Misereor und vielen weiteren Organisationen und engagierten Unternehmen.

Bildrechte: vadim.nefedov/fotolia.com, Messe Berlin GmbH/Fotograf: Ute Grabowsky/photothek.net, Adrian Bonkowsky/fotolia.com

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