Der DUH eine Lanze, oder „Don’t kill the messenger!“

Kaum ein Verein hat medial und vor allem in sozialen Medien in den letzten Monaten so viel Prügel bezogen, wie die Deutsche Umwelthilfe, DUH. Auslöser waren die Erfolge des Vereins bei Fahrverboten. Schenkt man den Kritikern Glauben, dann handelt es sich bei der DUH um einen ganz windigen Abmahnverein, der arme Menschen ausnimmt, wenn sie bei Anzeigen ein Komma falsch setzen und es sich überdies zur Aufgabe gemacht hat, unschuldigen Bürgern die Autos weg zu nehmen.

Es ist natürlich ärgerlich, wenn die jüngst erworbene Karre plötzlich nichts mehr wert ist. Allerdings lenkt das DUH-Bashing davon ab, dass es nicht die DUH war, die die Schummelsoftware in die Dieselautos eingebaut ist. Weder stellt die DUH Fahrzeuge her, die zu viele Abgase ausstoßen, noch setzt sie Grenzwerte fest, noch sorgt sie für den rechtlichen Rahmen, damit diese justiziabel werden. Angeblich von Sophokles stammt der Ausspruch „Noli necare nuntium“, neudeutsch „Don’t kill the messenger“ oder „Töte nicht den Überbringer schlechter Nachrichten!“.

Coffee to go

Aber was haben Diesel-Fahrverbote mit Verbraucher- und Umweltschutz zu tun? Der Verbraucher ist der Käufer, der von der Automobilindustrie betrogen wurde. Und Schuld an der Misere ist die Politik, die sich weder rechtzeitig um vernünftige Umweltregeln gekümmert hat, noch darum, die eigentlichen Betrüger, die Autoindustrie nämlich, entsprechend zur Kasse zu bitten.

Gut, aber was hat das ganze in einem Kaffee-Blog zu suchen? Da hilft ein Blick auf die DUH-Webseite. Denn die Umweltschutz-Aktivitäten des Vereins ist weit vielfältiger, als nur der Kampf gegen Feinstaub und Stickoxide. So gehört zum Beispiel der Kampf gegen Kaffeekapseln zum Programm. Denn nach Ansicht der DUH sind die weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Die Kritik ist nicht ganz unberechtigt, werden doch pro Jahr in Deutschland über 3.000.000.000 (drei Milliarden!). Kaffeekapseln verbrauch – und landen dann zumeist unrecycled im Hausmüll!

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Auch gegen To-go-Becher hat die DUH Vorbehalte. Zu Recht! In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht. Das sind dann übers Jahr gesehen wieder 3.000.000.000. Dabei ist schon die Zusammensetzung der Becher problematisch: „Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial eingesetzt wird. Es werden praktisch keine Recyclingpapierfasern genutzt, sodass für die Herstellung der Pappbecher neue Bäume gefällt werden müssen. Weil die Einwegbecher nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff bestehen, wird auch Rohöl zur Becherproduktion benötigt. Ein durchschnittlicher Einwegbecher besteht in der Regel zu fünf Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen – dazu kommt noch der Plastikdeckel und gelegentlich Rührstäbchen, Papiermanschetten oder Tragehilfen aus Pappe.“ So steht es auf der DUH-Webseite.

Dabei liegen – laut DUH – die umweltfreundlichen Lösungen auf der Hand: Coffee to stay statt to go, eigener Mehrwegbecher oder ein Mehrwegbecher-Pfandsystem, wie zum Beispiel bei ReCup. Um Mehrweg-Becher zu fördern hat der Verein die Initiative Becherheld ins Leben gerufen. „Die zunehmende Vermüllung der Städte und die Vergeudung wertvoller Ressourcen nehmen wir nicht hin und fordern jeden dazu auf ein „Becherheld“ zu sein: Trink Kaffee aus Mehrweg und schütze die Umwelt!“

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Was die DUH im Allgemeinen will, das verrät sie auch: „Seit über 40 Jahren setzt sich die Deutsche Umwelthilfe für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Wie keine andere Organisation in Deutschland verbindet sie dabei den Schutz von Umwelt und Verbrauchern. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. wurde 1975 gegründet. Sie ist politisch unabhängig, als gemeinnützig anerkannt, klageberechtigt und engagiert sich vor allem auf nationaler und europäischer Ebene.“ Dabei ist der Kampf gegen Kaffeekapseln und Einwegbecher nur ein kleiner Ausschnitt aus den Aktivitäten des Vereins. Die DUH engagiert sich vor allem in den Bereichen Natur, Energie und Klima, Verkehr, Luftqualität, Recycling und Verbraucherschutz.

Der Diesel-Skandal hat der Deutschen Umwelthilfe zu einem hohen Bekanntheitsgrad verholfen, wenn auch nicht durchgängig positiv besetzt. Für die einen setzt sie längst fällige Urteile um, zum Beispiel wenn es um die Luftreinhaltung in den Innenstädten geht, für die anderen ist sie ein windiger Abmahnverein, der sich auf Kosten der Steuerzahler und der Autofahrer, die praktisch kalt enteignet werden sollen, profiliert und den Schutz der Umwelt zur lukrativen Geschäftsidee erkoren hat. Richtig ist, dass die DUH mit dem Diesel-Skandal gerade Geld verdient. Richtig ist aber auch, dass weniger lukrative Interessensfelder mit diesen Einnahmen quersubventioniert werden.

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Die Wahrheit, so es sie gibt, wird irgendwo dazwischen liegen. Am Einsatz für Mehrwegbecher und gegen Kaffeekapseln lässt sich nichts Negatives ableiten, außer für die Hersteller von Kaffeekapseln und Einwegbecher! Dass das Umweltengagement die berechtigten Interessen vieler Autobesitzer durchkreuzt, ist schlecht fürs Image. Vor allem dann, wenn in sozialen Netzwerken regelrechte Kampagnen gegen die DUH gefahren werden. Social Bots und Trolle lassen grüßen! Eigentlich müsste sich der Unmut der Autofahrer ja eigentlich gegen die Autohersteller und die Politik richten, aber wir brauchen halt die Autoindustrie wegen der Arbeitsplätze und die Politiker, na, die brauchen wir sicher auch für irgendwas. Da gibt die DUH ein prima Feindbild ab. Sie aber in Bausch und Bogen zu verdammen, dafür reicht es bei objektiver Betrachtung nicht.

 

Bildrechte: Holzmann/DUH, Sascha Krautz/DUH, DUH, Markus Bachmann/DUH, Quelle: DUH, eigene Recherchen.

13 Gedanken zu “Der DUH eine Lanze, oder „Don’t kill the messenger!“

  1. Sorry, wer aber in dieser Art und Weise wissentlich mit völlig unsinnigen Grenzwerten und falschen Messwerten arbeitet, auch wenn die vom Gesetzgeber her geduldet sind, hat die Kritik und das Bashing mehr als verdient. Und auch das äußerst lukrative Abmahngeschäft wegen teilweise Nichtigkeiten geht gar nicht. Von dem her verspielt die DUH hier völlig zu Recht jegliche Sympathie und schadet sich in enormer Weise selber, worunter dann leider auch sinnvolle Dinge leiden. Schön das viele Sponsoren das ebenfalls so sehen und sich zurückgezogen haben um ein Zeichen zu setzen solche Machenschaften nicht weiter zu unterstützen. Sich im rechtlich zulässige Rahmen zu bewegen bedeutet noch lange nicht das es auch richtig ist! Hier könnte man genauso gut einen Vergleich zu Abschiebungen von illegalen Einwanderern ziehen, leben diese schon eine Weile hier und haben sich gut integriert, sind sie trotzdem illegal hier und können lt. Gesetz abgeschoben werden. Wenn das dann durchgeführt werden soll ist es zwar rechtens, aber auch richtig?

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    1. Das Treiben der DUH wird vom Gesetzgeber nicht nur geduldet, was die DUH macht entspricht Recht und Gesetz. Der Gesetzgeber kann nicht ständig für die Politik Gesetze erlassen, von denen man entweder nicht weiß, ob sie überhaupt erfüllbar sind, oder ob man einfach gar nicht plant sie einzuhalten. Die DUH allerdings auf Fahrverbote zu reduzieren ist falsch weil unzutreffend. Die DUH ist viel mehr als das. Zum Beispiel kämpft sie auch gegen unsinnigen Platikabfall, wie zum Beispiel gegen Einwegbecher für Kaffee. Eines haben Autoabgase und Wegwerfbecher nämlich gemeinsam: der Mensch weiß, dass es nicht gut ist und der Umwelt – und damit den Menschen – schadet. Trotzdem denkt er nicht daran sein Verhalten zu überdenken und vielleicht sogar zu ändern. Der Mensch ist da leider ziemlich dämlich. Deshalb, lieber Markus, brauchen wir die DUH!

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      1. Die DUH verbreitet Zahlen von angeblichen Toten ohne jeglichen Nachweis und versucht damit die Öffentlichkeit zu täuschen und zu manipulieren, genauso ist der DUH bekannt das viele Messstellen falsch platziert sind und nicht die Vergleichswerte ermitteln, welche die EU mit der Verordnung eigentlich erfassen wollte. Das dann der Grenzwert wissenschaftlich noch unhaltbar ist, setzt dem ganzen die Krone auf. Die DUH wurde von niemanden gezwungen auf Basis solcher absurden Grundlagen zu klagen, das war Ihre freiwillige Entscheidung. Auch haben die ganzen Abmahnungen nichts mit Verbraucherschutz zu tun, das ist einfach nur eine sprudelnde Goldquelle für die DUH. Und von dem verspielt die DUH Ihre Glaubwürdigkeit dann eben leider auch Kosten der Bereiche wo sie evtl. nützlich wäre und was sinnvolles erreichen könnte.

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        1. Ich glaube, die DUH sieht das anders. Das Zahlenmaterial, auf der die Aussagen der DUH beruhen, sind ja nicht erfunden. Auch, dass Regierungsbehörden nicht in der Lage sind, Messstationen Regelkonform aufzustellen, ist kein Versagen der DUH. Darf man diese Werte dann trotzdem verwenden. Muss man! Es sind ja keine anderen da. Das ist, wie wenn Du bei Deiner Steuerklärung mehr Einnahmen angibst, als Du tatsächlich hattest. Das Finanzamt nimmt diese Zahlen erstmal her. Außerdem stellt die DUH regelmäßig eigene Messungen an, die das Überschreiten der Grenzwerte belegen. Ob die Grenzwerte tatsächlich sinnvoll sind, das steht auf einem anderen Blatt. Dass man die Kommunen, Städte und Länder, also letztendlich den Staat, regelmäßig abmahnen und verklagen muss, damit der sich an seine Gesetze hält, ist auch kein direkter Fehler der DUH. Letztlich haben sie endlich eine Diskussion losgetreten, die schon lange geführt werden musste. Diesen Diskurs haben Politik, Industrie und Zivilgesellschaft bisher verweigert.

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          1. Es gibt keinen haltbaren wissenschaftlichen Beweis für die angeblichen Toten, zumindest konnte bisher niemand einen solchen vorweisen. Diese angebliche „Todesstatistik“ wurde nicht ohne Grund vom Max Planck Institut 3/2018 als Unstatistik des Monats ausgezeichnet. Die unterschiedlichen Lebensspanne von Städtern und der Landbevölkerung kann man nicht einfach nur an NOx und Feinstaub festmachen, wie es hier gehandhabt wird, da sind noch viel mehr Faktoren im Spiel wie z.B. die Lebensweise, Ernährung, Bewegung, Stress und sehr vieles mehr. Aber das wird bei dieser Statistik mal eben einfach ausgeblendet.
            Und nein, ich muss nicht die Messwerte heranziehen nur weil die eben da sind, auch wenn die Messanlagen falsch stehen. Ich bezahle auch nicht wenn ich geblitzt wurde und der Blitzer wegen falscher Aufstellung falsche Werte ermittelt. Von dem her kann die DUH zwar theoretisch klagen, macht dies aber eben wissentlich auf Grundlage falscher Daten. Dieses Kalkül und deren Abmahngebahren machen für mich den Laden unhaltbar.

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            1. „Wissentlich aufgrund falscher Daten“? Genau das glaube ich nicht. Ich erinnere mich, dass die DUH im Prozess in München auch zahlreiche eigene Daten über Schadstoffbelastungen vorgelegt hatte und zwar mit teilweise sehr hohen Werten, auch da, wo man es gerade nicht vermutet, z.B. in einer Nebenstraße am Balkon im 4. Stock. Ich gebe Dir Recht damit, dass das mit der Bewertung dieser Daten so eine Sache ist. Die „Todesstatistik“ ist eine Hochrechnung. Ob das zulässig ist, das kann ich nicht beurteilen. Wenn aber eine Kerze mehr Belastung ins Heim bringt, als der Traktor auf der Terrasse, dann kann was nicht stimmen. Da müsste mal in der Tat mal ran. Tatsache ist aber, dass Autos Abgase produzieren und die nicht gesund sind. Man kann z.B. am Lungengewebe erkennen, ob jemand aus einer Großstadt kommt oder vom Land. Ich glaube wir sind uns darin einig, dass wir Schadstoffe so weit wie möglich reduzieren müssen. In wie weit das sinnvoll passieren kann, da fehlen noch die Antworten. Dafür war die DUH allemal gut, denn sie hat uns diesen Diskurs aufgezwungen. Ohne das Handeln der DUH würden sich Gesetzgeber und Politik heute noch vor der Lösung dieser Probleme ganz einfach konsequent drücken…

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              1. Ich kann genauso beweisen das NOx und Feinstaub sogar gesundheitsfördernd und lebensverlängernd sind. Als Nachweis führe ich die durchschnittliche Lebenserwartung aus der ach so dreckigen Stadt mit der angeblich so extrem schlechten Luft, nämlich Stuttgart an. Die Lebenserwartung beträgt im Stadtkreis Stuttgart für einen Neugeborenen Jungen 79,9 Jahre. Nun gehen wir nur wenige Kilometer westwärts aufs Land in den schönen Schwarzwald, in den Landkreis Calw. Viele Bäume, wenig Industrie, kleinere Ortschaften und viel bessere Luftwerte als in der Stadt Stuttgart. Durchschnittliche Lebenserwartung für einen neugeborenen Jungen hier nur 79.5 Jahre! (Quelle Statistsches Landesamt Baden Württemberg, Stand 2016) Von dem her bin ich ebenso der Meinung mehrerer führenden Fachärzte, dass die Grenzwerte völliger Humbug sind und die erreichten Werte in den deutschen Städten völlig unproblematisch für die Lebenserwartung. Die Autos und unsere Luft werden eigentlich jedes Jahr sauberer, auch ohne die momentane Hexenjagd durch die DUH.
                Ich habe 2016 im Iran Urlaub gemacht und bin 5500km mit dem Mietwagen herumgereist, wenn man mal die Luft dort in den Großstädten und ganz speziell in Tehran geatmet hat, dann weiß man was schlechte Luft ist. Und trotzdem und zusätzlich noch bei einer deutlich schlechteren Gesundheitsversorgung liegt die durchschnittliche Lebenserwartung dort bei Männern bei 78 Jahren, also sogar noch innerhalb der Spanne von Deutschland (77.4 – 80.7 Jahre). Das viele Messtationen nicht im Sinne der ursprünglichen EU Verordnung aufgestellt wurden ist bekannt, sie werden weder in einem 270° Bogen hindernisfrei angeströmt, noch messen sie den Verkehr abseits von Ampeln und Kreuzungen. So eine Aufstellung war von der EU nicht gewollt da ja vergleichbare Werte ermittelt werden sollten und nicht wie bei uns die schlechtmöglichsten. Von dem her passt der Grenzwert schon nicht zur Art der Messwerterhebung. Am Neckartor in Stuttgart auf der Brücke gemessen, also nur wenige Meter von der Messstelle, sind die Werte oh Wunder auf einmal in Ordnung. Wenn dann plötzlich in irgendeiner abgelegenen Seitenstraße im 4 Stock seltsame Werte gemessen werden liegt es mit Sicherheit nicht am Verkehr.

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                1. „Wenn dann plötzlich in irgendeiner abgelegenen Seitenstraße im 4 Stock seltsame Werte gemessen werden liegt es mit Sicherheit nicht am Verkehr.“ Woher diese Sicherheit? Wie sich Abgase in Städten tatsächlich verbreiten ist dafür noch zu wenig erforscht. Was die DUH gerade macht kann man natürlich kritisieren. In dem geforderten gesellschaftlichen Diskurs muss das ebenso möglich sein, wie das Beanstanden von Schummelsoftware und Luftverpestung. Die Hexenjagd wird ja nicht von der DUH betrieben, sondern gegen die DUH. Mir ist eine so eindimensionale Betrachtung zu weit von der Wirklichkeit weg. NOx und Feinstaub als Lebenselexier zu verkaufen ist Polemik. Polemik wird uns aber nicht weiter bringen. Denn ein notwendiger gesellschaftliche Diskurs fordert von uns allen, dass wir miteinander reden. Eine Lösung, mit der alle super-glücklich sind, wird es nicht geben. Aber so lange die Gesellschaft nicht bereit ist das Konzept des ungezügelten Individualverkehrs zu überdenken, bleiben Fahrverbote das einzige Mittel. Leider.

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  2. Warum sollte ich mich über die Autoindustrie aufregen? Mein Auto ist kein Schummeldiesel, sondern einfach nur alt! Er ist 15 Jahre und hat sogar einen nachgerüsteten Partikelfilter! Er ist technisch in einem tadellosen Zustand! Warum sollte ich mich für ein neues Auto verschulden, ohne die Garantie, das dieses in 2 Jahren nicht auch aus Städten ausgesperrt wird!
    Ich zahle schon eine höher Kfz-Steuer weil er leider nur Euro3 hat. Dagegen werde ich jetzt dann auch zur Not gerichtlich vorgehen!

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    1. Wie gesagt, René, ist man persönlich betroffen, dann zählt vor allem der eigene Verlust. Warum soll man ein Auto, nur weil es 15 Jahre alt ist, plötzlich nicht mehr nutzen dürfen. Als Lösung bleibt dann ja nur eine neues, teures Fahrzeug anzuschaffen. Das ist aber ein Versagen der Politik, die das ganz einfach aussitzen wollte und die es nicht schafft der Automobilindustrie gehörig auf die Füße zu treten. Ich war vor zwei Jahren in München bei einem Prozesstermin vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht dabei. Dabei ging es nicht um ein neues Urteil, sondern um die Vollstreckung eines Urteils von 2012. Auf die Frage des Richters in Richtung Stadt München und Staatsregierung, warum man den nicht früher bereits bessere Pläne zur Luftreinhaltung, die dann den EU-Forderungen entsprechen, aufgestellt hat, gab es zur Antwort, man hätte gehofft die Technik würde das Problem schon lösen. So viel Technik- und Fortschrittsglaube führt ins Verderben! Tschernobyl und Fukushima sind Paradebeispiele dafür.

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  3. Ihr seid doch echt … die Unterstützer des Bösen.
    „Es ist natürlich ärgerlich, wenn die jüngst erworbene Karre plötzlich nichts mehr wert ist. “ Ärgerlich, Karre – so etwas sagt nur ein borniertes, ignorantes A… niederschreiben und veröffentlichen.

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  4. Es ist immer wieder erstaunlich, wie emotional diese Debatte geführt wird. Aller Frust, der sich gegen Politik und Gesetzgebung richten müsste, wird auf der DUH abgeladen. Klar, wer beim DUH-Bashing nicht mitmacht, der muss ein ignorantes A… sein. Ich habe den Kommentar von „Nichtgut“ trotzdem nicht zensiert. Taugt er doch wenigstens als gutes schlechtes Beispiel, wie man eine Diskussion nicht führt.

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