E.S.E. Pads von Necado

„Vorab, für mich einer der besten Kaffees der Stadt. Egal ob Cappucino, Cafe Latte oder Espresso, höchste Qualität und Barista-Kunst garantieren einen traumhaften Kaffeegenuss.“ So preist Flora V. auf yelp das Necado in der Schwabinger Isabellastraße an. Mag man sich in Deutschland über die hohen Espresso-Preise ärgern, hier sind sie wirklich angebracht. Bekommt man für sein Geld doch wirklich erstklassigen Kaffee.

CoffeeNewsTom hatte die erste Begegnung mit Necado und E.S.E. Pads, als eine Handpresso fürs Auto getestet wurde, leider mit mäßigem Erfolg, was nicht am Kaffee lag, sondern an der Hardware. E.S.E. steht für Easy Serving Espresso. Es handelt sich dabei um ein offenes Standardsystem für Espressopads, die E.S.E. Pads. Offen bedeutet, dass jeder Röster und jeder Maschinenhersteller daran teilnehmen und die Pads für sich nutzen kann. Das System wurde speziell für Espressomaschinen mit Siebträgern entwickelt.

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E.S.E. Pads sind kleine zweilagige Filtertütchen, in denen sich eine Einzelportion gepresstes Espressopulver befindet. Sie haben einen Durchmesser von 44 mm. Die meisten haben eine Lasche, um das Einlegen in und vor allem das Entnehmen aus der Maschine zu erleichtern.

Der Vorteil: E.S.E. Pads ermöglichen hochwertigen Kaffeegenuss praktisch ohne Vorkenntnisse. So eignen sie sich besonders für kleine Unternehmen und Büros, in denen man zwar nicht auf leckeren Espresso verzichten möchte, das Malen und Dosieren des Kaffees aber lieber anderen überlässt oder teure Anschaffungen scheut. Die Pads passen nämlich genau in die Mulden gängiger Siebträger.  Sie stammen ursprünglich aus Italien, wo sie als Cialde bezeichnet werden. Erfunden hat sie die Firma illy Caffè in den 70er Jahren. Außerdem sind E.S.E. Pads biologisch abbaubar und kompostierbar. Neben der besonders einfachen Handhabung minimalisieren sie auch die Verschmutzung der Kaffeemaschinen. Der einzige Nachteil: sie sind nicht überall zu bekommen.

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Den überwiegenden Teil des Kaffees bezieht das Necado von der Münchner Kaffeerösterei Vits. Lediglich in die selbsentwickelten E.S.E. Pads kommen die Bohnen von der Kaffeerösterei Günter Kolla aus Rosenheim. Für die von CoffeeNewsTom getesteten Pads wurde ein „Forte Indiano“ aus 60 % Arabica und 40 % Robusta – eine typische Espressomischung – verwendet. Was als Espresso schon lecker ist, entfaltet auch in Cappuccino oder Milchkaffee sein Aroma. Gerade letzterer leidet aromatechnisch oft an dem ungünstigen Kaffee-Milch-Verhältnis. Nicht so beim „Forte Indiano“, der sich auch im Milchüberschuss durchzusetzen weiß und so einem sonst eher milden Getränk seinen Akzent verleiht. Mit Suchtfaktor!

 

Necado Kaffeeladen, Isabellastraße 48 (Ecke Hohenzollernstraße), München-Schwabing, Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 07:15 – 14:30 Uhr, Samstags 09:15 – 16:30 Uhr, Sonn-, Mon- und Feiertags geschlossen. Quellen: Necado, Wikipedia, Tchibo.

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